Kāraṇa-āgama
Das Kāraṇa-āgama gehört zum Śivabheda - Teil der 28 Siddhantagamas und entstammt dem Sadyojāta-Gesicht Shivas.. Man geht allgemein davon aus, dass es zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert n. Chr. verfasst wurde. Diese Zeit war in Indien durch die Festigung der shivaitischen Praktiken und das Wachstum der Tempelkultur geprägt.
Das Karana Agama entstand in einem Kontext, der sowohl philosophische Betrachtungen als auch rituelle Präzision schätzte und damit die umfassende Natur des shivaitischen Kultes und der spirituellen Praxis jener Zeit widerspiegelt.
Der Schwerpunkt liegt stark auf detaillierten ritualistischen Zeremonien, dem Tempelbau und insbesondere auf Tanz und Körperhaltungen (Karanas) als spiritueller Praxis.
- Pūrva-Kāraṇāgama: Dies ist der erste Teil (Sanskrit pūrva bedeutet „vorderer“ oder „erster“). Er behandelt primär Themen wie den Tempelbau, die Ikonographie von Gottheiten und grundlegende tägliche Rituale.
- Uttara-Kāraṇāgama: Dies ist der zweite bzw. spätere Teil (Sanskrit uttara bedeutet „höherer“ oder „folgender“). Dieser konzentriert sich stärker auf spezielle Zeremonien, Feste und spirituelle Befreiung.
Inhalt
- Buch 1: Grundlegende Prinzipien der Kausalität
- Buch 2: Kosmische Schöpfung und Auflösung
- Buch 3: Tempelarchitektur und heilige Stätten
- Buch 4: Rituelle Praktiken und Abläufe
- Buch 5: Meditation und innere Verehrung
- Buch 6: Mantras und heilige Klänge
- Buch 7: Philosophische Dialoge
Die Upāgamas für das Kāraṇāgama sind: Kāraṇa, Pāvana, Daurgya, Māhendra, Bhīma, Māraṇa und Dveṣṭa. Zweck der Offenbarung der Upāgamas ist es, ausführlicher als die Mūlāgamas zu erklären und neue Ideen aufzunehmen.
Literatur
- Shodhganga: Iconographical representations of Śiva
Weblinks
- vedas.how : Kāraṇa-āgama