Mahavastu II - Der große Verzicht: Unterschied zwischen den Versionen

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Das [[Mahavastu#Abschnitt_2|Mahavastu]] II - Das Kinnarī Jātaka - (Nichtkommerzielle Übersetzung der Jones-Ausgabe  mit freundlicher Zustimmung der Pali Text Society)  
Das [[Mahavastu#Abschnitt_2|Mahavastu]] II - Der große Verzicht - (Nichtkommerzielle Übersetzung der Jones-Ausgabe  mit freundlicher Zustimmung der Pali Text Society)  


== Das Kinnarī Jātaka ==
== Der große Verzicht ==
<poem>
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Der Erhabene, vollkommen erleuchtet und sein Ziel erreicht, weilte in Śrāvastī[1] und lehrte Götter und Menschen. Er gab seinen Mönchen einen detaillierten Bericht über die Ereignisse:
Der Erhabene, vollkommen erleuchtet und sein Ziel erreicht, weilte in Śrāvastī[1] und lehrte Götter und Menschen. Er gab seinen Mönchen einen detaillierten Bericht über die Ereignisse:
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 08:50 Uhr

Das Mahavastu II - Der große Verzicht - (Nichtkommerzielle Übersetzung der Jones-Ausgabe mit freundlicher Zustimmung der Pali Text Society)

Der große Verzicht

Der Erhabene, vollkommen erleuchtet und sein Ziel erreicht, weilte in Śrāvastī[1] und lehrte Götter und Menschen. Er gab seinen Mönchen einen detaillierten Bericht über die Ereignisse:

Ich wurde, ihr Mönche, auf behutsame Weise[2] erzogen. Und während meiner behutsamen Erziehung ließ mein Śākyanischer Vater mir drei Paläste erbauen, einen für die kalte, einen für die warme und einen für die Regenzeit, wo ich mich vergnügen und vergnügen konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, auf behutsame Weise erzogen. Und während ich so behutsam erzogen wurde, ließ mein Śākyanischer Vater in jenen Palästen giebelständige Obergeschosse errichten, innen und außen verputzt, zugfrei, mit fest verschlossenen Türen[3] und gut schließenden Fenstern, mit Weihrauch geräuchert und mit Streifen und Borten aus farbigem Stoff sowie Blumengirlanden bestickt, wo ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde behutsam, ja überaus behutsam erzogen, ihr Mönche. Und während ich so behutsam erzogen wurde, ließ mein Śākyanischer Vater in jenen Obergeschossen Liegen aus Gold, Silber und Edelsteinen anfertigen, bezogen mit sechzehn flauschigen Decken[4], weißen Decken[5], Tagesdecken in vielen Farben[6], mit Blumen bestickten Wolldecken[7], mit purpurroten und roten Kissen an beiden Enden und weißen Teppichen, damit ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, mit größter Sorgfalt erzogen. Und während ich so behutsam (116) erzogen wurde, ließ mein Śākyanischer Vater Markisen über meine Liegen anfertigen, um sie vor Staub und Licht zu schützen, damit ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, mit größter Sorgfalt erzogen. Und während ich so behutsam erzogen wurde, versorgte mich mein Śākyanischer Vater mit verschiedenen Salben, nämlich aus Aloe, Sandelholz, schwarzem Gummi und Tamāla-Blättern, damit ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, mit größter Sorgfalt erzogen. Und während ich so behutsam erzogen wurde, ließ mein Śākyanischer Vater mir verschiedene Gewänder anfertigen, nämlich aus feiner Benares-Baumwolle und aus feiner Wolle, damit ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, mit größter Sorgfalt erzogen. Und während ich so behutsam erzogen wurde, versorgte mich mein Śākyanischer Vater mit verschiedenen Girlanden, nämlich aus den Blüten des Atimuktaka,[8] des Campaka,[9] des Vārṣika,[10] des Vātuṣkārin,[11] der blauen Wasserlilie,[12] der Donā und[13] Blumen, die von Devas gepflückt wurden,[14] damit ich mich vergnügen und erfreuen konnte.

Ich wurde behutsam, ja überaus behutsam erzogen, ihr Mönche. Und während ich so behutsam erzogen wurde, sorgte mein Śākyanischer Vater für eine abwechslungsreiche Ernährung, nämlich Reis, aus dem die schwarzen Körner gesiebt worden waren,[15] und Curry in verschiedenen Geschmacksrichtungen, damit ich mich vergnügen und erfreuen konnte.

Ich wurde behutsam, ja überaus behutsam erzogen, ihr Mönche. Und während ich so behutsam erzogen wurde, reichte mir mein Śākyanischer Vater unmittelbar nach dem Essen[16] den einem Weltkönig gebührenden Rosenkranz, damit ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde behutsam, ja überaus behutsam erzogen, ihr Mönche. Und während ich so behutsam erzogen wurde, ermöglichte mir mein Śākyanischer Vater, die fünf Arten sinnlicher Genüsse[17] zu genießen: Tanz, Gesang, Musik[18], Orchester[19] und Frauen, damit ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde behutsam, ja überaus behutsam erzogen, ihr Mönche. Und während ich so behutsam erzogen wurde, stellte mir mein Śākyanischer Vater verschiedene Transportmittel zur Verfügung: Elefanten, Pferde, Boote und Sänften, damit ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde behutsam, ja überaus behutsam erzogen, ihr Mönche. (117) Und während ich so behutsam erzogen wurde, versorgte mich mein Śākyanischer Vater mit zahlreichen Reitdecken, nämlich aus Löwenfell, Tigerfell, Leopardenfell und weißer Wolle, sowie mit fröhlich flatternden Fahnen, damit ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, mit größter Sorgfalt erzogen. Und während meiner so sorgfältigen Erziehung ließ mein Śākyanischer Vater mir im Freien einen Sonnenschirm über den Kopf halten, damit mich Hitze, Staub und Licht nicht quälten und ich mich vergnügen und erfreuen konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, mit größter Sorgfalt erzogen. Und während meiner so sorgfältigen Erziehung ließ mein Śākyanischer Vater mir Gärten anlegen, jeder nach einer der vier Himmelsrichtungen ausgerichtet, damit ich mich vergnügen und erfreuen konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, mit größter Sorgfalt erzogen. Und während meiner so sorgfältigen Erziehung ließ mein Śākyanischer Vater in diesen Gärten, jeder nach einer Himmelsrichtung ausgerichtet, einen Lotusteich anlegen, bedeckt mit blauen und weißen Lotusblumen und weißen Seerosen, damit ich mich vergnügen und erfreuen konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, mit größter Sorgfalt erzogen. Und während ich so behutsam erzogen wurde, ließ mein Śākyanischer Vater in jenen Gärten, jeder nach einer Himmelsrichtung ausgerichtet, hohe, prächtige Paläste errichten, damit ich mich vergnügen und amüsieren konnte.

Ich wurde, ihr Mönche, mit größter Sorgfalt erzogen. Und während ich so behutsam erzogen wurde, kam mir folgender Gedanke: „Nun ist dieses Leben zu Hause zu voller Hindernisse.[20] Der Weg des Ordenslebens führt unter freiem Himmel.[21] Es ist unmöglich, zu Hause zu leben und das heilige Leben zu führen, das vollkommen hell,[22] untadelig, rein und unbefleckt ist. Lasst mich daher, nun, von zu Hause fortgehen und in die Heimatlosigkeit eintreten.“

Dann, ihr Mönche, gegen den Willen meiner schluchzenden und weinenden Eltern, verließ ich mein prächtiges[23] Heim und die mir anvertraute universelle Königswürde.[24] Und nun, da ich heimatlos war und meine Heimat verlassen hatte, zog ich mich in die Stadt Veśālī[25] zurück und erreichte sie.

(118) Zu jener Zeit lebte in der großen Stadt Veśālī Ārāḍa Kālāma[26], der von dreihundert Schülern verehrt, geachtet und gepriesen wurde. Seinen Jain-Schülern[27] lehrte er als seine Lehre das Dogma dessen, was zu bezweifeln ist.[28] Er ermahnte sie: „Seht, seht; entsagt, entsagt!“ Und seine Schüler antworteten: „Wir sehen, wir sehen; wir entsagen, wir entsagen, wir und die anderen.“

Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: „Was wäre, wenn ich als Schüler Ārāḍas[29] ein heiliges Leben führen würde?“ So ging ich zu Ārāḍa Kālāma und sprach zu ihm: „Ich möchte als Schüler des ehrwürdigen Ārāḍa ein heiliges Leben führen.“

Nachdem ich dies gesagt hatte, antwortete Ārāḍa Kālāma: „Tu es, o Gotama. So lautet diese Lehre und Regel,[30] dass ein junger Adliger, der das heilige Leben im Glauben praktiziert, Tugendzustände erlangen wird.“

Dieser Gedanke kam mir, ihr Mönche: „Auch ich habe Willen, Kraft und Energie. Lasst mich also aufbrechen, um dieses Dharma zu erlangen und zu verwirklichen.“ Und indem ich einsam, fleißig, ernsthaft, entschlossen und zurückgezogen lebte,[31] dauerte es nicht lange, bis ich dieses Dharma verstand und verwirklichte.

Dann, ihr Mönche, ging ich zu Ārāḍa Kālāma und fragte ihn: „Ist der Dharma, den der ehrwürdige Ārāḍa verstanden, verwirklicht, gepredigt und vorgeschrieben hat, nur dieser?“ Und Ārāḍa antwortete: „So ist es, Gotama, genau dieser Dharma ist es, den ich verstanden, verwirklicht, gepredigt und vorgeschrieben habe.“

Nachdem er dies gesagt hatte, erwiderte ich Ārāḍa Kālāma: „Dann, o Ārāḍa, habe auch ich diesen Dharma verstanden und verwirklicht.“

Dann, ihr Mönche, sprach Ārāḍa Kālāma zu mir: „Darum, o Gotama, (119) das Dharma, das ich kenne, kennt auch der würdige Gotama, und das Dharma, das der würdige Gotama kennt, kenne auch ich. Lasst uns also gemeinsam dieses Seminar leiten.“ Und so, ihr Mönche, erwies mir Ārāḍa Kālāma höchste Ehre und Anerkennung. Denn da er sah, dass ich einen solchen Glauben hatte, stellte er mich auf dieselbe Stufe[32] wie sich selbst.

Doch, ihr Mönche, dieses Dharma Ārāḍas gilt nicht für denjenigen, der es in völliger Abkehr vom Leiden praktiziert. So sprach ich: „Lasst mich weiter suchen.“ Und so, ihr Mönche, machte ich mich in dieser Gesinnung auf den Weg nach Rājagṛha, erreichte die Stadt und blieb dort.

Zu jener Zeit lebte in Rājagṛha Udraka Rāmaputra,[33] der von siebenhundert Schülern verehrt und geachtet wurde. Er lehrte seine Jain-Schüler das Dogma über die Sphäre dessen, was weder Bewusstsein noch Unbewusstsein ist.[34] Er ermahnte sie: „Seht, seht; entsagt, entsagt!“ Und seine Schüler antworteten: „Wir sehen, wir sehen; wir entsagen, wir entsagen, wir und die anderen.“

Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: „Was wäre, wenn ich als Schüler Udraka Rāmaputras ein heiliges Leben führen wollte?“ So ging ich, ihr Mönche, zu Udraka Rāmaputra und sprach zu ihm: „O Udraka, ich möchte als dein Schüler ein heiliges Leben führen. Wird der würdige Udraka mir dies erlauben?“ Nachdem ich dies gesagt hatte, erwiderte Udraka: „Dann lebe hier, o Gotama, verweile hier, o Gotama. Dies ist meine Lehre und Regel, dass ein junger Adliger (120), der das heilige Leben im Glauben praktiziert, Tugendzustände erlangen wird.“

Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: „Auch ich besitze Willen, Kraft und Energie. Lasst mich daher einsam, fleißig, ernsthaft, entschlossen und zurückgezogen verweilen, um dieses Dharma zu erlangen und zu verwirklichen.“ Und so, ihr Mönche, indem ich einsam, fleißig, ernsthaft, entschlossen und zurückgezogen verweilte, um dieses Dharma zu erlangen und zu verwirklichen, dauerte es nicht lange, bis ich es verstand und verwirklichte.

Dann, ihr Mönche, ging ich zu Udraka Rāmaputra und sagte zu ihm: „Ist das Dharma, das vom würdigen Rāma verstanden, verwirklicht, gepredigt und vorgeschrieben wird, nur dies, nämlich die Sphäre dessen, was weder Bewusstsein noch Unbewusstsein ist?“

Nachdem ich dies gesagt hatte, ihr Mönche, erwiderte Udraka Rāmaputra: „So ist es auch, o Gotama, das Dharma, das der würdige Rāma verstanden, verwirklicht und gelehrt hat, ist genau dies: die Sphäre dessen, was weder Bewusstsein noch Unbewusstsein ist.“

Da sagte ich, ihr Mönche, zu Udraka Rāmaputra: „Dann, o Uddaka,[35] habe auch ich dieses Dharma verstanden und verwirklicht.“ Daraufhin sagte Uddaka Rāmaputra, ihr Mönche: „Daher, o Gotama, kennt auch der würdige Gotama das Dharma, das der würdige Rāma kennt. So soll nun auch der würdige Gotama dieses Seminar leiten.“ Auf diese Weise, ihr Mönche, würde mir Udraka Rāmaputra die höchste Ehre und Anerkennung erweisen, denn wenn er wüsste, dass ich einen solchen Glauben hege, würde er mich zu einem Lehrer machen, der ihm selbst gleichgestellt wäre.

Doch dann, ihr Mönche, kam mir der Gedanke: „Dieses Dharma Rāmas nützt demjenigen nichts, der es in der völligen Abkehr vom Leiden praktiziert. Lasst mich daher weiter suchen.“

Und, ihr Mönche, da ich dieser Ansicht abgeneigt war, machte ich mich auf den Weg nach Gayā[36], erreichte die Stadt und blieb dort.

(121) Während meines Aufenthalts auf dem Berg Gayāśīrṣa[37] wurden mir drei Gleichnisse offenbart,[38] von denen ich in früheren Leben nichts gehört hatte, die ja noch nie jemandem bekannt waren, die mir unbekannt waren und es auch vorher schon waren. Welche drei waren es?

All die würdigen Einsiedler und Brahmanen, deren Körper und Geist nicht von den Sinnesfreuden abgewendet sind und deren Gedanken an diese, ihre Vorliebe dafür, ihre fieberhafte Sehnsucht danach und ihre Anhänglichkeit daran nicht bezwungen wurden, obwohl sie unangenehme, grausame, bittere und schwere Gefühle erleiden, die ihre Seelen und Körper befallen, sind dennoch unfähig zum Zustand „weiterer Menschen“[39], des Wissens, der Einsicht und der Erleuchtung. So wie ein Mensch, der ein Feuer braucht und nach etwas sucht, Er sollte, auf der Suche danach, ins Wasser gehen und mit einem feuchten Feuerbohrer ein nasses, harziges Stück Holz einreiben.[40] Er konnte weder einen Funken entzünden noch eine Flamme erzeugen. Ebenso wenig können diese würdigen Einsiedler und Brahmanen, obwohl sie unangenehme, grausame, bittere und schwere Gefühle erleiden, die ihre Seelen und Körper heimsuchen, den Zustand „weiterer Menschen“, von Wissen, Einsicht und Erleuchtung erreichen.

So wurde mir, ihr Mönche, während meines Aufenthalts auf dem Berg Gayāśīrṣa das erste Gleichnis offenbart, von dem ich in früheren Leben nichts gehört hatte, von dem ja noch nie jemand gehört hatte, das mir unbekannt war und das auch zuvor unbekannt gewesen war.

Mir kam der Gedanke, ihr Mönche, dass all die würdigen Einsiedler und Brahmanen, deren Körper von den Sinnesfreuden entfremdet sind, deren Geist aber nicht, deren Gedanken an sie, deren Zuneigung zu ihnen, deren fieberhafte Sehnsucht nach ihnen und deren Anhänglichkeit an sie nicht gezähmt ist, obwohl sie (122) unangenehme, bittere, grausame und schwere Gefühle erleiden, die ihre Seelen und Körper heimsuchen, sind dennoch unfähig zum Zustand des „Fortgeschrittenen“, des Wissens, der Einsicht und der Erleuchtung.
Es ist, als ob ein Mann, der ein Feuer braucht und danach sucht, es sucht und, obwohl er auf trockenem Boden steht, ein nasses und harziges Stück Holz[41] mit einem feuchten Feuerbohrer reibt. Er kann weder einen Funken entzünden noch eine Flamme erzeugen. Ebenso sind all jene Einsiedler und Brahmanen, deren Körper zwar von sinnlichen Genüssen abgesondert sind, deren Geist aber nicht, deren Gedanken an diese, deren Zuneigung, deren fieberhafte Sehnsucht und deren Anhaftung nicht gezähmt sind, obwohl sie unangenehme, bittere, grausame und schwere Gefühle erleiden, die ihre Seelen und Körper heimsuchen, unfähig, den Zustand „weiterer Menschen“, des Wissens, der Einsicht und der Erleuchtung zu erreichen.

Dies war also das zweite Gleichnis, das mir während meines Aufenthalts auf dem Berg Gayāśīrṣa offenbart wurde, von dem ich in früheren Leben nichts gehört hatte, das mir tatsächlich unbekannt war und das mir tatsächlich zuvor unbekannt war.

Mir kam der Gedanke, ihr Mönche, dass all die würdigen Einsiedler und Brahmanen, die mit Leib und Seele von sinnlichen Genüssen abgesondert sind, deren Gedanken an sie, ihre Sehnsucht danach, ihr fieberhaftes Verlangen danach und ihre Anhaftung daran bezwungen sind und die unangenehme, bittere, grausame und schwere Gefühle erlitten haben, die ihre Seelen und Körper heimsuchen, fähig sind, den Zustand „fortgeschrittener Menschen“, des Wissens, der Einsicht und der Erleuchtung zu erreichen. So wie ein Mann, der ein Feuer braucht und danach sucht, (123) danach sucht, auf trockenem Boden stehend, einen trockenen Feuerbohrer an einem trockenen, saftlosen Stück Holz reibt. Er könnte einen Funken entzünden und eine Flamme erzeugen. Genauso verhält es sich mit jenen würdigen Einsiedlern und Brahmanen, die mit Leib und Seele von sinnlichen Genüssen abgesondert sind, deren Gedanken an sie, ihre Sehnsucht danach, ihr fieberhaftes Verlangen danach und ihre Anhaftung daran bezwungen sind. Obwohl sie unangenehme, bittere, grausame und schwere Gefühle erleiden, die ihre Seelen und Körper quälen, sind sie fähig, den Zustand „fortgeschrittener Menschen“ zu erreichen – den Zustand des Wissens, der Einsicht und der Erleuchtung.

Dies also, ihr Mönche, waren die drei Gleichnisse, die mir auf dem Berg Gayāśīrṣa offenbart wurden. Ich hatte in früheren Leben nichts davon gehört, sie waren mir tatsächlich unbekannt und auch zuvor unbekannt gewesen.

Mir kam der Gedanke, ihr Mönche: „Ich werde mit Körper und Geist fern von sinnlichen Genüssen leben und meine Gedanken an sie, meine Vorliebe für sie, meine fieberhafte Sehnsucht danach und meine Bindung an sie bezwingen. Obwohl ich unangenehme, bittere, grausame und schwere Gefühle erleide, die meine Seele und meinen Körper quälen, werde ich fähig sein, den Zustand „fortgeschrittener Menschen“ zu erreichen – den Zustand des Wissens, der Einsicht und der Erleuchtung.“

Daraufhin, ihr Mönche, zog ich mich mit diesem Gedanken nach Uruvilvā,[42] dem Dorf Senāpati,[43] zurück und erreichte es. Dort sah ich Wälder, die entzückend, lieblich und abgeschieden waren,[44] fernab von Unruhe und Menschen, eingebettet in die Stille bezaubernder Seen. Ringsum lagen Hirtendörfer, weder zu weit entfernt noch zu nah, aber gut erreichbar; eine ebene Fläche und der Fluss Nairañjanā[45] mit seinem reinen, klaren Wasser, das still und deutlich zwischen schönen Ufern dahinfloss.

Als ich all dies sah, wurde mein Geist überaus ruhig, und ich sprach zu mir selbst: „Ich habe genug vom Glauben,[46] (124), denn ich bin ein junger Adliger, der aufgebrochen ist, um zu streben.[47] Lasst mich nun, hier und jetzt, selbst nach etwas streben.“

So, ihr Mönche, zügelte und zügelte ich Körper und Geist durch Nachdenken. Und während ich so Körper und Geist durch Gedanken zügelte und bändigte, ergoss sich Schweiß aus meinen Achselhöhlen[48] und tropfte heiß und dampfend zu Boden. Auch von meinem Gesicht und meiner Stirn floss der Schweiß und tropfte heiß und dampfend zu Boden. Wie, ihr Mönche, wenn ein Starker einen Schwächeren am Hals packt und ihn fesselt und bändigt, so, ihr Mönche, als ich Körper und Geist durch Gedanken zügelte, ergoss sich der Schweiß aus meinen Achselhöhlen, meinem Gesicht und meiner Stirn und tropfte heiß und dampfend zu Boden.

Dann, ihr Mönche, sagte ich zu mir selbst: „Lasst mich nun die Atemmeditation üben.“[49] So, ihr Mönche, hörte ich auf, durch Mund und Nase ein- und auszuatmen. Und als ich so aufhörte, durch Mund und Nase ein- und auszuatmen, dröhnte ein lautes und gewaltiges Rauschen in meinen Ohren. Wie beim Anblasen einer Schmiede ein lautes und gewaltiges Dröhnen entsteht, so, Mönche, als ich aufhörte, durch Mund und Nase ein- und auszuatmen, rauschte ein lautes und gewaltiges Dröhnen durch meine Ohren.

Da, Mönche, sagte ich zu mir: „Lasst mich nun die Atemmeditation noch intensiver üben.“ So, Mönche, hörte ich auf, durch Mund, Nase und beide Ohren ein- und auszuatmen. (125) Und als ich so aufgehört hatte, durch Mund, Nase und beide Ohren ein- und auszuatmen, peitschten und pfiffen Winde gegen meinen Schädel. Wie, Mönche, wenn ein Metzger oder sein Lehrling mit einem scharfen Beil den Schädel einer Kuh zerreißt, spaltet, spaltet, durchbohrt und durchdringt, so peitschten und schüttelten Winde gegen meinen Schädel, als ich aufhörte, durch Mund, Nase und beide Ohren ein- und auszuatmen.[50]

Da sagte ich mir, ihr Mönche,[51] „Es gibt hier Leute, die, indem sie das Reine vorschreiben, ihre Mahlzeiten aus Jujubenfrüchten und Jujubenrinde zubereiten; sie trinken Wasser, in dem Jujuben gekocht wurden, und ernähren sich von diesen und verschiedenen anderen Süßigkeiten aus Jujuben. Lasst mich nun also eine einzige Jujubenfrucht[52] zu mir nehmen.“ So nahm ich, ihr Mönche, eine einzige Jujubenfrucht zu mir.
Da wurde mein Körper überaus mager. Wie die Gelenke von Kletterpflanzen[53] wurden meine Glieder. Mein Gesäß[54] wurde wie ein Ziegen- oder Büffelhuf. Wie in einem baufälligen Stall die Dachbalken[55] auf beiden Seiten[56] freigelegt[56] sind, so traten meine abgemagerten Rippen deutlich hervor. Wie die Zöpfe eines Haarzopfes[57], die sich hin und her bogen, so waren meine Wirbel (126), die sich hin und her bogen. Wie im letzten Sommermonat die Sterne, tief unten im Wasser eines Brunnens gespiegelt, nur schwach zu sehen sind, so waren meine Augen, tief in ihren Höhlen verborgen, nur schwer zu erkennen. Wie ein Herbstkürbis, der unreif geerntet wird, verwelkt, schrumpelt und schrumpft, so wurde auch meine Kopfhaut verwelkt, schrumpelig und schrumpfte. Ich versuchte, Mönche, die Vorderseite meines Körpers zu greifen, doch ich hielt nur mein Rückgrat fest. Ich versuchte, Mönche, mich aufzurichten, und stürzte sogleich nach vorn. Dann, Mönche, nachdem ich nach vergeblichen Bemühungen[58] endlich aufrecht stand, rieb ich mir mit den Händen die rippenartigen Glieder. Doch dann fielen mir die Haare am Körper aus, die an den Wurzeln verfault waren.[59]

All dies wurde in den Provinzen und Dörfern bekannt,[60] und Frauen und Männer sprachen darüber. Mal hieß es, der Einsiedler Gotama sei schwarz, mal dunkelbraun, mal habe er die fahlgelbe Farbe eines Madgura.[61] So sehr hatte meine strenge Enthaltsamkeit meine gewohnte, strahlende und reine Hautfarbe zerstört.

Da sagte ich mir, ihr Mönche: „Es gibt einige würdige Einsiedler[62] und Brahmanen, die Reinheit durch eine Reisdiät vorschreiben. Sie ernähren sich von Reis und gemahlenem Reis, trinken Reisschleim und leben kurzum von verschiedenen Reisgerichten. Lasst mich nun also nur noch ein einziges Reiskorn zu mir nehmen.“

Und ihr Mönche, während ich mich so von einem einzigen Reiskorn ernährte, magerte mein Körper immer weiter ab. Wie die Gelenke von Kletterpflanzen[63] wurden meine Glieder, große wie kleine. Wie (127) in einem baufälligen Stall die Dachsparren auf beiden Seiten freigelegt sind und sichtbar werden, so traten meine hageren Rippen im Inneren frei. Die Seiten meiner Brust wurden extrem hart, wie ein Ziegen- oder Büffelhuf. Wie die Zöpfe eines Haarzopfes, die sich hin und her bogen, waren meine Wirbel. Wie im letzten Sommermonat die Sterne, die sich tief im Wasser eines Brunnens spiegeln, schwach erscheinen, so waren meine Augen, tief in ihren Höhlen verborgen, nur schwer zu sehen. Wie ein Herbstkürbis, der unreif gepflückt wird, welkt, schrumpelt und schrumpft, so wurde meine Kopfhaut welk, schrumpelig und schrumpfte. Ich versuchte, Mönche, den vorderen Teil meines Körpers zu greifen, aber ich hielt nur mein Rückgrat in meinen Händen. Ich versuchte, ihr Mönche, aufrecht zu stehen, und stürzte sogleich nach vorn. Dann, ihr Mönche, nachdem ich mich vergeblich bemüht hatte, endlich aufrecht zu stehen, rieb ich mir mit der Hand die rippenartigen Glieder. Doch dann fielen mir die Haare am Körper aus, die an den Wurzeln verfault waren.

Nun wurde dies alles in den umliegenden Hirtendörfern bekannt[64], und Frauen und Männer sprachen darüber. Mal hieß es, der Einsiedler Gotama sei schwarz, mal dunkelbraun, mal habe er die fahlgelbe Farbe eines Madgura. So sehr hatte meine strenge Enthaltsamkeit meine gewohnte, strahlende und reine Hautfarbe beeinträchtigt.

Da sagte ich mir, ihr Mönche: „Es gibt einige würdige Einsiedler und Brahmanen (128), die Reinheit durch eine Sesamdiät vorschreiben. Sie essen Sesam und gemahlenen Sesam, trinken Wasser, in dem gemahlener Sesam gekocht wurde, und ernähren sich kurz gesagt von verschiedenen Sesamzubereitungen. Lasst mich nun meine Diät auf ein einziges Sesamkorn beschränken.“

Und so, ihr Mönche, während ich von einem einzigen Sesamkorn lebte, magerte mein Körper immer weiter ab.
Wie die schwarzen, verschrumpelten Gelenke von Kletterpflanzen wurden meine Glieder, große wie kleine. Mein Kiefer glich dem Huf einer Ziege oder eines Büffels. Wie in einem baufälligen Stall die Dachbalken auf beiden Seiten freigelegt sind, so traten meine abgemagerten Rippen hervor. Wie die Zöpfe eines Haarzopfes, die sich hin und her biegen, waren meine Wirbel. Wie im letzten Sommermonat die Sterne, tief im Wasser eines Brunnens gespiegelt, schwach zu sehen sind, so waren meine tief in ihren Höhlen verborgenen Augen nur schwer zu erkennen. Wie ein unreif geernteter Herbstkürbis verwelkt, verschrumpelt und eingefallen wird, so wurde auch meine Kopfhaut verwelkt, verschrumpelt und eingefallen. Ich versuchte, Mönche, den vorderen Teil meines Körpers zu greifen, doch ich hielt nur mein Rückgrat fest. Ich versuchte, ihr Mönche, aufrecht zu stehen, und fiel sogleich nach vorn. Nachdem ich mich dann, ihr Mönche, vergeblich bemüht hatte, wieder aufrecht zu stehen, rieb ich mir mit der Hand die rippenartigen Glieder. Doch dann fielen mir die Haare am Körper aus, die an den Wurzeln verfault waren.

(129) Nun sprach sich dies in den umliegenden Hirtendörfern herum herum[65], und Frauen und Männer sprachen darüber. Mal hieß es, der Einsiedler Gotama sei schwarz, mal dunkelbraun, mal so fahl wie ein Madgura. So sehr hatte meine strenge Enthaltsamkeit meine gewohnte, helle und reine Hautfarbe zerstört.

Da sagte ich mir, ihr Mönche: „Es gibt würdige Einsiedler und Brahmanen, die Reinheit durch völligen Verzicht auf Nahrung vorschreiben. Lasst mich nun also völligen Verzicht auf Nahrung üben.“

Und dann, ihr Mönche, als ich mich in völliger Nahrungskarenz übte, wurde mein Körper überaus mager. Meine Glieder, große wie kleine, glichen den Gelenken von Kletterpflanzen.[66]
Mein Kiefer wurde wie ein Ziegen- oder Büffelhuf. Wie in einem baufälligen Stall die Dachbalken auf beiden Seiten freigelegt sind, so traten meine abgemagerten Rippen deutlich hervor. Wie die Zöpfe eines Haarzopfes, die sich hin und her bogen, waren meine Wirbel. Wie im letzten Sommermonat die Sterne, die sich tief im Wasser eines Brunnens spiegeln, schwach erscheinen, so waren meine tief in ihren Höhlen verborgenen Augen nur noch schwer zu sehen. Wie ein unreif geernteter Herbstkürbis verwelkt, verschrumpelt und schrumpft, so verwelkte, verschrumpelte und schrumpfte auch meine Kopfhaut. Ich versuchte, ihr Mönche, die Vorderseite meines Körpers zu greifen, doch ich hielt nur mein Rückgrat fest. (130)
Ich versuchte, ihr Mönche, aufrecht zu stehen, und fiel sogleich nach vorn. Und wenn ich es nach vergeblichen Bemühungen endlich schaffte, aufrecht zu stehen, rieb ich mir mit der Hand die rippenartigen Glieder. Doch dann, ihr Mönche, fielen mir die Haare am Körper, an den Wurzeln verfault, aus.

All dies wurde nun in den umliegenden Hirtendörfern bekannt [67], und Frauen und Männer sprachen darüber. Mal sagten sie, der Einsiedler Gotama sei schwarz, mal dunkelbraun, mal habe er die fahlgelbe Farbe eines Madgura. So sehr hatte meine strenge Askese meine gewohnte, helle und reine Hautfarbe ruiniert.

Dann, ihr Mönche, sagte ich zu mir selbst: „Jene würdigen Einsiedler und Brahmanen, die unangenehme, bittere, grausame und schwere Gefühle erleiden, die ihre Seelen und Körper heimsuchen, tun dies, um Vollkommenheit zu erlangen, aber sie erreichen sie in keiner Weise. Jene würdigen Einsiedler und Brahmanen, die in der Vergangenheit wie auch heute noch unangenehme, bittere, grausame und schwere Gefühle erleiden, die ihre Seelen und Körper heimsuchen, taten dies und tun es, um Vollkommenheit zu erlangen, aber sie haben sie in keiner Weise erreicht.

Auch ich bin mir trotz all dieser Askeseübungen des Zustandes der „weiteren Menschen“ nicht bewusst, der es einem ermöglicht, die besondere Errungenschaft[68] wahrhaft arischen Wissens und wahrhaftiger Einsicht zu erlangen. Dies ist nicht der Weg zur Erleuchtung.“
Ich erinnere mich aber noch gut daran, wie ich vor langer Zeit, noch bevor ich ins Kloster ging, im kühlen Schatten eines Rosenapfelbaums im Garten meines Śākyan-Vaters im Schneidersitz saß. Dort versank ich in der ersten Meditation[69], die frei von sinnlichen Begierden und sündhaften Geisteszuständen ist, von konzentriertem und anhaltendem Denken begleitet wird, aus der Stille entspringt und voller Lebensfreude und Leichtigkeit ist. Könnte dies, fragte ich mich, der Weg zur Erleuchtung sein?

Und, ihr Mönche, während ich dieser Erinnerung nachhing,[70] ergriff mich die Überzeugung, dass dies der Weg zur Erleuchtung sei. Doch dieser Weg war nicht zu beschreiten, solange der Körper abgemagert, schwach, gequält und fastend war. So sagte ich zu mir: „Lasst mich nun (131) eine herzhafte Mahlzeit [aus gekochtem Reis und Junket][71] zu mir nehmen.“

[Zu jener Zeit besuchten mich einige Devas[72][73] und sagten:] „Du kannst trotz dieses harten Strebens in vollem Bewusstsein leben,[74] denn wir werden dich göttliche Kraft durch die Poren deines Haares aufnehmen lassen.“

Da sagte ich mir, ihr Mönche: „Ich habe stets die völlige Enthaltsamkeit vom Essen befürwortet, und die Frauen und Männer in den umliegenden Hirtendörfern halten den Einsiedler Gotama für einen Enthaltsamen. Und doch wollen diese Devas, obwohl sie selbst der Askese verpflichtet sind,[75] mir göttliche Kraft durch die Poren meines Haares einflößen.“
Damit würde ich mich einer bewussten Lüge schuldig machen. Und da ich, ihr Mönche, bewusste Lügen verabscheue, beschloss ich, sie zu meiden, da ich sie so sehr verabscheute, und jene Devas zurückzuweisen und eine herzhafte Mahlzeit nach meinem Geschmack zu mir zu nehmen.

Und so, ihr Mönche, bereitete ich mir eine Suppe aus Bohnen, Hülsenfrüchten[76] und Erbsen zu. Nachdem ich allmählich meine Kraft und Stärke wiedererlangt hatte, erhielt ich von Sujātā,[77] der Tochter eines Dorfvorstehers, süßen Milchreis. In der Nacht, gegen Morgengrauen,[78] begab ich mich zum Fluss Nairañjanā. Nachdem ich meine Glieder im Fluss Nairañjanā gekühlt hatte, ging ich zu Svastika Yāvasika.[79]
Ich bat ihn um eine Handvoll Gras und begab mich dann zum Bodhi-Baum. Vor dem Bodhi-Baum baute ich mir ein Lager aus Stroh und umrundete ihn dreimal, wobei ich ihn zu meiner Rechten hielt. Dann setzte ich mich im Schneidersitz hin, dem Osten zugewandt, und richtete meinen Körper aufrecht vor dem Baum auf.[80] Ich richtete meine Achtsamkeit vor mir aus.[81]

So, ihr Mönche, trat ich in die erste Meditation ein und verweilte darin. Sie ist fern von sinnlichen Genüssen und sündhaften Geisteszuständen, begleitet von konzentriertem und anhaltendem Denken, entspringt der Stille und ist voller Lebensfreude und Leichtigkeit.
Durch die Unterdrückung des konzentrierten und anhaltenden Denkens, durch innere Ruhe und durch die Konzentration meines Geistes auf einen Punkt trat ich in die zweite Meditation ein und verweilte darin. Sie ist frei von konzentriertem und anhaltendem Denken, entspringt der Konzentration und ist voller Lebensfreude und Leichtigkeit. Gleichgültig gegenüber der Leidenschaft der Lebensfreude verweilte ich achtsam und in mir ruhend und erfuhr in meinem Körper jene Leichtigkeit, von der die Arianer sagen: „Wer gleichgültig und achtsam ist, weilt in Frieden.“
So trat ich in die dritte Meditation ein und verweilte darin. Ich legte die Bequemlichkeit ab, legte das Leid ab, vertrieb die Gefühle der Zufriedenheit und Unzufriedenheit, die ich sonst zu nähren pflegte, und trat in die vierte Meditation ein, die vollkommene Reinheit der Gleichmut und Achtsamkeit ist und frei von Bequemlichkeit und Leid ist.

Dann, ihr Mönche, mit so gereinigtem Herzen [82], ohne Makel, frei von Begierden, geschmeidig, handlungsbereit, fest und unerschütterlich, wandte ich mich in der ersten Nachtwache dem Erwerb des göttlichen Blicks zu. [83] Mit meinem göttlichen Blick, der über das menschliche Sehvermögen hinausreichte, erblickte ich Wesen, die vergingen und wiedergeboren wurden, schöne und hässliche, glückliche und unglückliche, hohe und niedrige. Ich erkannte, wie es den Wesen gemäß ihrem Karma erging. Hier waren Wesen, die sich dem Bösen verschrieben hatten, die die Arier verspotteten und falschen Glaubensvorstellungen anhingen. Und als Vergeltung für das Karma des falschen Glaubens wurden sie aus diesem Grund nach der Trennung vom Körper im Tod in den Höllen wiedergeboren, in Zuständen des Leids, des Elends und der Trostlosigkeit.
Hier gab es wiederum Wesen, die sich in Gedanken und Taten tugendhaft verhielten, die die Arier nicht verspotteten und den rechten Glauben vertraten. Und diese wurden, gemäß dem Karma des rechten Glaubens, aus diesem Grund und nach dem Tod nach dem Tod im Himmel unter den Devas in einem Zustand der Glückseligkeit wiedergeboren.

So wandte ich, Mönche, mit so gefestigtem, gereinigtem, makellosem Herzen, frei von Begierden, geschmeidig, handlungsbereit, fest und unerschütterlich, mich mitten in der Nachtwache dem Wissen und der Erkenntnis meiner früheren Leben zu. Ich rief mir meine verschiedenen Leben in Erinnerung, zum Beispiel eine Geburt, zwei Geburten, drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig (133), vierzig, fünfzig, hundert und tausend; Ich rief mir viele Kalpas der Weltentwicklung in Erinnerung,[84] viele Kalpas ihres Untergangs,[85] und viele Kalpas der Entwicklung und des Untergangs zugleich. Dort hieß ich so und so, gehörte diesem Clan an, stammte aus dieser Familie, ernährte mich, dauerte mein Leben und erlebte Freuden und Leiden. Dann starb ich aus diesem Leben und wurde an diesem und jenem Ort wiedergeboren. Von dort starb ich und wurde in dieser Welt wiedergeboren. So rief ich mir meine verschiedenen vergangenen Leben in all ihren Einzelheiten und Merkmalen in Erinnerung.

Dann, ihr Mönche, mit so gefestigtem, gereinigtem, makellosem Herzen, frei von Begierden, geschmeidig, handlungsbereit, fest und unerschütterlich, erwachte ich in der letzten Nachtwache, gegen Tagesanbruch im Morgengrauen,[86] durch eine blitzartige Erkenntnis zu allem, was ein Elefantenmensch,[87] ein Löwenmensch, ein Stiermensch, ein furchterregender Mensch, ein makelloser Mensch, ein Lotusmensch, ein weißer Lotusmensch, ein wahrer Mensch, ein Übermensch, ein unvergleichlicher Führer zähmbarer Menschen, ein Mensch rechtschaffenen Handelns, ein achtsamer Mensch, ein intelligenter Mensch, ein standhafter Mensch, ein Mensch des Lichts immer und überall zu wissen, zu erlangen und vollkommen zu begreifen hat, nämlich die unübertroffene, vollkommene Erleuchtung.

So sprach der Erhabene, und die entzückten Mönche jubelten über seine Worte.

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Referenzen