Qlippoth
Im Sohar, in der lurianischen Kabbala und in der hermetischen Kabbala wird das Qlippoth (hebräisch: קְלִיפּוֹת, romanisiert: qəlippōṯ, wörtlich „Schalen“, „Schalen“ oder „Schalen“, Sg. קְלִפָּה qəlippā; ursprünglich jüdisch-babylonisch) als Gegenpol der Sephiroth verwendet. Diese Schalen umhüllen die Sephiroth. Die ursprüngliche Kabbala soll nur vier Qliphoth gekannt haben. (Bill Heidrick und Éliphas Lévi: La clef des grands mystères)
Die Schalen entsprechen den unreinen Kräften des ShuddaAshudda Tattwa.
Die lurianische Kabbala versteht unter Qliphoth die Scherben der inneren sechs Sephiroth-Gefäße. Diese konnten dem Durchströmen des unendlichen Lichtes von En Sof nicht standhalten konnten und zerbrachen deshalb(Schwirat ha-Kelim). Sie blieben aber Welt erhalten. Sie treten in der absteigenden Ordnung Seder hischtalschelut (hebr. סדר השתלשלות ‚Ordnung der Evolution‘) durch Tzimtzum (Selbstkontraktion Gottes aus seiner eigenen Mitte) zum Zweck der Schöpfung der Welt in Erscheinung.
Das Böse
Qlippoth (Aramäisch: קְלִיפִּין, romanisiert: qəlippin) ist auch eine Form der Darstellung böser oder unreiner spiritueller Kräfte, die Gegensätze der Sefirot. Das Reich des Bösen wird in kabbalistischen Texten Sitra Achra (jüdisches babylonisches Aramäisch: סִטְרָא אַחְרָא, romanisiert: siṭrā ʾaḥrā, wörtlich „die andere Seite“) genannt.
Bestimmte okkulte Gruppen, die dem Negativen anhägen, haben eigene Konzepte der Qliphoth (alternativ: Qlippoth, Kelippot, Kliffot) entwickelt
Hier werden die Qliphoth entweder als teuflischen Dämonen oder diese beheimatende Regionen identifiziert.
Aleister Crowley spricht von ihnen als drei Verkörperungen der Formen des Bösen (vor Samael): Qemetial, Belial und Othiel (Liber 777).
Israel Regardie stellt sogar einen eigenen Baum von zehn Qlīpōt auf, die den Sephiroth gegenüberstehen
Literatur
- Michael W. Ford: Rite of the Qlippoth. Succubus Productions, 2007 (unsinniger Inhalt)