Iolaos

Iolaos ist ein Thebaner und der Sohn des Iphikles, eines Sohn von Alkmene und Amphitryon, und Automedusa, einer Königstochter aus Megara. Er gehört nicht zum ursprünglichen Herakles-Mythos.
Iolaos ist somit ein Neffe des Herakles, dessen Wagen er lenkte und dem er bei seinen Kämpfen wie z.B. bei der Überwindung der Hydra beistand. Er half dem Herakles später bei mehreren seiner Arbeiten, wofür ihm dieser mit seiner erste Gemahlin Megara vermählte.

Er nahm an der kalydonischen Jagd auf den wilden Eber teil.
Daneben trug einer der Argonauten den gleichen Namen.
Nach Plutarchs Moralia gab Herakles seine 33jährige Frau Megara dem 16jährigen Iolaus. Nach Herakles Tod war er der Beschützer und Berater seiner Kinder und wurde bei ihrer Verteidigung gegen Eurystheus getötet.
Aus esoterischer Sicht handelt es sich wohl um den pranischen Ätherkörper.
Literatur
- Fritz Graf: Iolaos 1. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 5, Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-01475-4, Sp. 1071–1072.
- Wilhelm Kroll: Iolaos 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IX,2, Stuttgart 1916, Sp. 1843–1846.
- Maria Pipili: Iolaos. In: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Band V, Zürich/München 1990, S. 686–696.
- Wilhelm Heinrich Roscher: [Iolaos 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1894, Sp. 285–289 (Digitalisat).
Weblinks
