Hydra: Unterschied zwischen den Versionen
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Die ''Hydra'' (altgriech. ὕδρα hýdra : Wasserschlange, Wassertier), eine Tocher der [[Echidna]] und des [[Typhon]], ist ein vielköpfiges<ref> [[Euripides]], Herakles 1190; Ovid, Metamorphosen 9,71; Diodor 4,11. 50: Vergil, Aeneis 6,576. 9: Bibliotheke des Apollodor 2,5,2,1; Hyginus, Fabulae 30. 1: Pausanias 2,37,4 ; Hyginus, Fabulae 30 </ref> Ungeheuer | Die ''Hydra'' (altgriech. ὕδρα hýdra : Wasserschlange, Wassertier), eine Tocher der [[Echidna]] und des [[Typhon]], ist ein in der griechischen Mythologie ein vielköpfiges<ref> [[Euripides]], Herakles 1190; Ovid, Metamorphosen 9,71; Diodor 4,11. 50: Vergil, Aeneis 6,576. 9: Bibliotheke des Apollodor 2,5,2,1; Hyginus, Fabulae 30. 1: Pausanias 2,37,4 ; Hyginus, Fabulae 30 </ref>Schlangen - Ungeheuer. Sie ist eine Schwester des Kerberos, der Chimaira und der [[Sphinx]]. | ||
[[Datei:Lernaean_Hydra.jpg|thumb|200px|right| Herakles und die Hydra]] | |||
Sie haust im Süden Griechenlands, in den schwer zugänglichen Sümpfen von Lerna in der Argolis, weshalb sie auch die Lernäische Schlange genannt wird. Sie pflegt aufs Land herauszukommen, Viehherden zu zerreißen und Felder zu verwüsten. Nach [[Hesiod]], Theogonie 317 wurde sie von Hera aufgezogen. Ihr Hauch ist tödlich. Wenn sie einen Kopf verliert, wachsen ihr zwei neue. Der Kopf in der Mitte unsterblich. | Sie haust im Süden Griechenlands, in den schwer zugänglichen Sümpfen von Lerna in der Argolis, weshalb sie auch die Lernäische Schlange genannt wird. Sie pflegt aufs Land herauszukommen, Viehherden zu zerreißen und Felder zu verwüsten. Nach [[Hesiod]], Theogonie 317 wurde sie von Hera aufgezogen. Ihr Hauch ist tödlich. Wenn sie einen Kopf verliert, wachsen ihr zwei neue. Der Kopf in der Mitte unsterblich. | ||
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== Literatur == | == Literatur == | ||
* Heinrich Wilhelm Stoll: Hydra. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,2, Leipzig 1890, Sp. 2769 f. (Digitalisat). | * Heinrich Wilhelm Stoll: Hydra. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,2, Leipzig 1890, Sp. 2769 f. (Digitalisat). | ||
== Referenzen == | |||
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== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
* [[Hesiod]], Theogonie 304–317 | * [[Hesiod]], Theogonie 304–317 | ||
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* [[Euripides]], Herakles 421-422 | * [[Euripides]], Herakles 421-422 | ||
* Abbildungen und Erläuterungen in Martin Höppl: [https://web.archive.org/web/20160716182322/http://www.helikon-online.de/2010/Hoeppl_Druckgraphik.pdf Druckgraphik der Französischen Revolution. Kunstgeschichte, Kulturanthropologie und Kollektivpsyche]. In: Helikon. A Multidisciplinary Online Journal. 1, 2010, S. 144–183. | * Abbildungen und Erläuterungen in Martin Höppl: [https://web.archive.org/web/20160716182322/http://www.helikon-online.de/2010/Hoeppl_Druckgraphik.pdf Druckgraphik der Französischen Revolution. Kunstgeschichte, Kulturanthropologie und Kollektivpsyche]. In: Helikon. A Multidisciplinary Online Journal. 1, 2010, S. 144–183. | ||
== weblinks == | |||
* Theoi : [https://www.theoi.com/Ther/DrakonHydra.html HYDRA LERNAIA] | |||
[[Kategorie:Griechische_Mysterien]] | |||
Aktuelle Version vom 16. Januar 2026, 09:35 Uhr
Die Hydra (altgriech. ὕδρα hýdra : Wasserschlange, Wassertier), eine Tocher der Echidna und des Typhon, ist ein in der griechischen Mythologie ein vielköpfiges[1]Schlangen - Ungeheuer. Sie ist eine Schwester des Kerberos, der Chimaira und der Sphinx.

Sie haust im Süden Griechenlands, in den schwer zugänglichen Sümpfen von Lerna in der Argolis, weshalb sie auch die Lernäische Schlange genannt wird. Sie pflegt aufs Land herauszukommen, Viehherden zu zerreißen und Felder zu verwüsten. Nach Hesiod, Theogonie 317 wurde sie von Hera aufgezogen. Ihr Hauch ist tödlich. Wenn sie einen Kopf verliert, wachsen ihr zwei neue. Der Kopf in der Mitte unsterblich.
Herakles Kampf mit der Hydra

Die Hydra zu erlegen war die zweite der 12 Aufgaben des Herakles. Als sie die Hydra nahe ihrer Höhle auf einem Hügel bei den Quellen der Amymone entdeckten, zwang Herakles die Schlange durch Schüsse brennender Pfeile, ihren Schlupfwinkel zu verlassen. Diese kam zischend hervor, ihre neun Hälse empor gerichtet. Herakles trat ihr unerschrocken entgegen, packte sie und hielt sie fest. Sie aber umschlang einen seiner Füße. Daraufhin begann Herakles, dem Ungeheuer mit seiner Keule die Köpfe zu zerschmettern. Anfänglich hatte er keinen Erfolg damit, denn kaum hatte er einen Kopf der Hydra zerschlagen, so wuchsen an Stelle des einen Kopfes zwei neue nach.[2]
Nach Hyginus, De astronomia 2,23 hatte die Göttin Hera der Hydra als Mitstreiter einen Riesenkrebs geschickt, der den Helden in einen Fuß biss. Herakles jedoch tötete jenen großen Krebs[3]. Hera honorierte daraufhin später die Bemühungen des Krebses, indem sie ihn als Sternbild Krebs an den Himmel setzte. Herakles rief den Iolaos zu Hilfe. Dieser hatte schon eine Fackel gerüstet, um einen Teil des nahen Waldes damit anzuzünden. Mit den Bränden brannte er jeden der enthaupteten Hälse aus, so dass keine neuen Köpfe mehr nachwachsen konnten[4]. Endlich schlug Herakles Hydra auch das unsterbliche Haupt ab. Er begrub es am Wege und wälzte einen Fels darüber. Den Rumpf der Hydra schlitzte er auf und in ihre giftige Galle[5] tauchte er seine Pfeile, die seitdem unheilbare, tödliche Wunden schlugen.
Eurystheus verweigerte Herakles jedoch die anrechnung dieser Arbeit, da sein Neffe Iolaos ihm geholfen hatte.
1758 beschreibt Carl von Linné ( Carolus Linnaeus) beschreibt im Abschnitt Animalia Paradoxa seiner Systema Naturæ[6] die Hydra: „HYDRA mit schlangenartigem Körper, zwei Füßen, sieben Hälsen und ebenso vielen Köpfen, aber ohne Flügel, was nach Hamburg an die Ähnlichkeit mit der apokalyptischen Hydra aus dem Johannesevangelium, Kapitel XII und XIII erinnert. "
Literatur
- Heinrich Wilhelm Stoll: Hydra. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,2, Leipzig 1890, Sp. 2769 f. (Digitalisat).
Referenzen
- ↑ Euripides, Herakles 1190; Ovid, Metamorphosen 9,71; Diodor 4,11. 50: Vergil, Aeneis 6,576. 9: Bibliotheke des Apollodor 2,5,2,1; Hyginus, Fabulae 30. 1: Pausanias 2,37,4 ; Hyginus, Fabulae 30
- ↑ Bibliotheke des Apollodor 2,5,2; Diodor 4,11
- ↑ Bibliotheke des Apollodor 2,5,2,4
- ↑ Euripides, Herakles 421 brennt Herakles selbst die Hälse aus.
- ↑ Bibliotheke des Apollodor 2,5,2,6; Diodor 4,11,6; Hyginus, Fabulae 30 und 34 ; Euripides, Herakles 422
- ↑ Carolus Linnaeus: Systema Naturae 1735 Facsimile of the first edition
Einzelnachweise
- Hesiod, Theogonie 304–317
- Pausanias 2,37,4
- Bibliotheke des Apollodor 2,5,2,*; Diodor 4,11
- Hyginus, De astronomia 2,23
- Bibliotheke des Apollodor 2,5,2,6; Diodor 4,11,6; Hyginus, Fabulae 30 und 34
- Euripides, Herakles 421-422
- Abbildungen und Erläuterungen in Martin Höppl: Druckgraphik der Französischen Revolution. Kunstgeschichte, Kulturanthropologie und Kollektivpsyche. In: Helikon. A Multidisciplinary Online Journal. 1, 2010, S. 144–183.
weblinks
- Theoi : HYDRA LERNAIA