Mehen

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Mehen als Schlange schützt Khnum - Buch der zwölf Pforten, 19. Dynastie

Mehen (altägyptisch für einrollen, umwickeln oder umzingeln) ist der Name einer mythologischen Gottheit des Alten Ägypten, dessen Mysterien( stSw mhn ) aus Ritualen und Glauben bestanden.

Mehen war u.a. einer der Beschützer des Sonnengottes Re. Nach dem Buch des Amduat, dem Buch der Tore und dem Buch der Nacht ist Mehen eine riesige gewundene Schlange, die auf der Nacht-Barke des Re den Durchgang des Sonnengottes in seine Unterwelt-Reise leitet. Er umfasst Ra in seinen vielen Windungen und schützt ihn von allem äußeren Bösen.

Mehen war ein Schlangengott, dessen Körper entweder stark gewunden oder gänzlich eingerollt dargestellt wurde. In späterer Zeit hatte er auch oft einen menschlichen Kopf. Er wurde auch oft feuerspeiend abgebildet.

Mehens Hauptwirkungsort war die Barke des Re, wo er als Unterstützer von Seth wirkte. Ein Beiname von Mehen ist Anch (Leben). Allerdings werden in den Totenbüchern auch Gottheiten wie Chnum und Osiris erwähnt, die von Mehen bewacht wurden.

In der Unterwelt (Duat) nahm Mehen den verstorbenen König bzw. den Sonnengott Re in Empfang und begleitete und beschützte ihn dann auf seiner Reise durch die Unterwelt, indem er den Kopf des Königs bzw. des Re oder auch den gesamten Körper umwickelte.

Ab dem Neuen Reich wurden Mehen bestimmte Nachtstunden in der Unterwelt zugewiesen. Die wichtigsten davon waren die siebente Stunde, in der Re gegen seinen mythologischen Erzfeind Apophis antrat, und die elfte Stunde, in der Mehen für seinen Schutz gelobt wurde.

Die Texte belegen, dass Mehen den Sonnengott die ganze Zeit über umschloss und seinen Posten niemals wechselte oder gar verließ.

Andererseits wird Mehen auch als Schützer der Gefangenen dargestellt [1].

Literatur

Khnum mit Mehen-Schlange
  • Death as an Enemy According to Ancient Egyptian Conceptions, Series: Numen Book Series, Volume: 5, Author: Jan Zandee, 1960 , ISBN: 978-90-04-37796-7 --- ISBN: 978-90-04-38853-6

Weblinks