Schamanismus

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Weltkarte des Schamanismus - früher - heute

Der Schamanismus ist der antike magische Vorgänger der spirituellen Religionen. Derartige Gruppen finden sich in Nord- und Südamerika, in Australien, in China und im tibetischen Bön und in Sibrien (Nenzen, Jakuten, Altaier, Burjaten, Ewenken, auch europäische Samen u.a.) bis nach Finnland.

Magie

Nepalische Heiler vollziehen Tanzritual
Zeremonial- Trommel aus Finnland mit Zeichen

Die magischen Grundlagen des Schamanismus sind Elemente-Praktiken mit Symboltieren, Trancetechniken (auch mit Unterstützung von Rausch-Drogen) und Beschwörung astraler Naturgeister. Sie dienten zur Unterstützung von Pflanzen- und Tier-Präparaten. Die Praktiken wurden zu Heilzwecken, für Jagderfolge und zur Förderung der Fortpflanzung verwendet.

Sog. brujos (böse Schamanen ; chin. Chi ru) verwendeten die Kraft, um Krankheit oder sogar Tod zu verursachen.

Heute ist das schamanische Wissen weitgehend erloschen, und nur wenige Schamanen haben wirkliche Heilkräfte.

Literatur

Altai-Schamane mit Trommel
  • Thierry Zarcone, Prof. Angela Hobart (Hrsg.): Shamanism and Islam: Sufism, Healing Rituals and Spirits in the Muslim World. I.B.Tauris & Co Ltd, 2012, ISBN 978-1-84885-602-8
  • Einführung in die Medizinethnologie - Wayback
  • Descola, Philippe : Leben und Sterben in Amazonien. Stuttgart: Klett-Cotta. 1996, S. 215-223, 352-367.
  • Greifeld, Katarina : „Medizinische Systeme Mittel- und Südamerikas“, In: Pfleiderer, Beatrix; Katarina Greifeld und Wolfgang Bichmann. Ritual und Heilung. Eine Einführung in die Ethnomedizin. Berlin: Reimer 1995. S. 111-138
  • Müller, Klaus E. : Schamanismus. Heiler, Geister, Rituale. München: Beck. 2006 , S. 28-36.
  • Walsh, Roger N. : Der Geist des Schamanismus. (Kapitel "Was ist ein Schamane?") Düsseldorf: Patmos 2005. S. 19-31

Weblinks