Verdienst und Tugend des Weiterbringens des Geistes: Unterschied zwischen den Versionen

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Wer alle Buddhas in den zehn Himmelsrichtungen sehen möchte, wer den unerschöpflichen Schatz an verdienstvollen Eigenschaften weitergeben möchte, und wer alles Leid und alle Qualen der Wesen auslöschen möchte, sollte rasch den Entschluss fassen, [[Bodhi]] zu erlangen.
 
Ende von Kapitel 17
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* Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org. (Der Text von cttbusa ist allerdings länger)
* Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org. (Der Text von cttbusa ist allerdings länger)


== Referenzen ==
<references />
== Literatur ==
== Literatur ==
* kalavinka.org [https://www.kalavinka.org/Jewels/book_excerpts/HY-EO_excerpts/HY-EO-V1_Ch.%2017_excerpt.pdf  The Merit of the Initial Resolve]
* kalavinka.org [https://www.kalavinka.org/Jewels/book_excerpts/HY-EO_excerpts/HY-EO-V1_Ch.%2017_excerpt.pdf  The Merit of the Initial Resolve]

Aktuelle Version vom 17. Januar 2026, 12:09 Uhr

"Verdienst und Tugend des Weiterbringens des Geistes" ist das Kapitel 17 des Avatamsaka Sutra.

Übersetzung

Zu jener Zeit wandte sich Śakra Devānām Indra an den Bodhisattva der Dharma-Weisheit:
„Sohn des Buddha, wie viel Verdienst erwirbt der Bodhisattva durch seinen anfänglichen Entschluss, Bodhi zu erlangen?“
Der Bodhisattva der Dharma-Weisheit antwortete:
Die Bedeutung dessen ist äußerst tiefgründig, schwer zu beschreiben, schwer zu erkennen, schwer zu unterscheiden, schwer zu glauben, schwer zu verwirklichen, schwer umzusetzen, schwer zu begreifen, schwer durch Vernunft zu erfassen, schwer einzuschätzen und schwer zu durchdringen. Dennoch werde ich dir mit Hilfe der gewaltigen Kräfte des Buddha diese Angelegenheit erklären.
Sohn des Buddha, angenommen, es gäbe jemanden, der allen Wesen in einem asaṃ khyeya von Welten im Osten über ein ganzes Kalpa hinweg allerlei wohlgefällige Gaben darbrächte und sie anschließend unterwies und ihnen ermöglichte, die fünf moralischen Gebote rein zu befolgen, woraufhin er dies auf die gleiche Weise im Süden, Westen, Norden, an den vier Mittelpunkten, dem Zenit und dem Nadir tat. Sohn des Buddha, was meinst du? Wäre das Verdienst dieser Person groß oder nicht?
Śakra Devānām Indra antwortete: „Das Verdienst dieser Person wäre so groß, dass nur ein Buddha es erkennen könnte. Alle anderen wären nicht imstande, es zu messen.“
Der Bodhisattva der Dharma-Weisheit sprach:
Sohn des Buddha, wenn man das Verdienst dieser Person mit dem Verdienst vergleichen würde, das der Bodhisattva durch seinen anfänglichen Entschluss erworben hat, würde es nicht einmal ein Hundertstel, nicht einmal ein Tausendstel und nicht einmal ein Hunderttausendstel betragen. Ebenso wäre es nicht einmal gleich einem Teil in einem Koṭī von Teilen, einem Teil in hundert Koṭīs von Teilen, einem Teil in tausend
Koṭīs von Teilen, einem Teil in hunderttausend Koṭīs von Teilen, einem Teil in einem Nayuta von Koṭīs von Teilen, einem Teil in hundert Nayutas
von Koṭīs von Teilen, einem Teil in tausend Nayutas von Koṭīs von Teilen, einem Teil in hunderttausend Nayutas von Koṭīs von Teilen, einem Teil in der größten zählbaren Anzahl von Teilen, einem Teil in einer Kalā von Teilen, einem Teil in der größten berechenbaren Anzahl von Teilen, einem Teil in der höchsten Anzahl von Teilen, die sich analog nachweisen lässt, und es entspräche nicht einmal einem einzigen Teil in einer Upaniṣad von Teilen.

412

Sohn des Buddha, lass diese Analogie vorerst beiseite.
Angenommen, es gäbe stattdessen eine Person, die allen Wesen in zehn Asaṃ Khyeyas von Welten in den zehn Himmelsrichtungen Opfergaben aller Art darbrachte, und zwar hundert Kalpas lang, und sie anschließend unterwies und befähigte, die zehn Wege guten karmischen Handelns zu beschreiten. Danach brachte sie ihnen solche Opfergaben tausend Kalpas lang dar und lehrte sie, in den vier Dhyānas zu verweilen.
Danach brachte sie ihnen hunderttausend Kalpas lang solche Opfergaben dar und lehrte sie, in den vier unermesslichen Bewusstseinszuständen zu verweilen. Danach brachte sie ihnen solche Opfergaben eine Koṭī Kalpas lang dar und lehrte sie, in den vier formlosen Versenkungen zu verweilen. Danach brachte sie ihnen solche Opfergaben hundert Koṭī Kalpas lang dar und lehrte sie, in der Frucht des srota-ā panna, woraufhin er ihnen Opfergaben darbrachte für tausend Koṭīs Kalpas und lehrte sie dann, in der Frucht des sakṛdāgāmin zu verweilen, woraufhin er ihnen Opfergaben darbrachte für hunderttausend Koṭīs Kalpas und lehrte sie dann, in der Frucht des ānāgamin zu verweilen, woraufhin er ihnen Opfergaben darbrachte für ein Nayuta Koṭīs Kalpas und lehrte sie dann, in der Frucht des Arhattums zu verweilen, woraufhin er ihnen Opfergaben darbrachte für hunderttausend Nayutas Koṭīs Kalpas und lehrte sie dann, den Pfad eines Pratyekabuddha zu beschreiten.
Sohn des Buddha, was denkst du? Wäre das Verdienst dieser Person groß oder nicht?
Śakra Devā nām Indra antwortete: „Sohn des Buddha, das Verdienst dieser Person wäre so groß, dass nur ein Buddha es erkennen könnte.“
Der Bodhisattva der Dharma-Weisheit sagte:
Sohn des Buddha, wenn man das Verdienst dieser Person mit dem Verdienst vergleichen würde, das der Bodhisattva bei seiner ersten Entschließung erlangt, würde es nicht einmal ein Hundertstel ausmachen, nicht einmal ein Tausendstel, nicht einmal ein Hunderttausendstel, und so weiter, bis hin zu nicht einmal einem einzigen Teil einer Upanishad. Und warum ist das so?
Sohn des Buddha, wenn alle Buddhas ihren Entschluss fassen, entschließen sie sich nicht, Bodhi allein um des Nutzens willen zu erlangen, allen Wesen in zehn asaṃ khyeyas von Welten in den zehn Himmelsrichtungen für hundert kalpas und so weiter bis zu hunderttausend nayutas von koṭīs von Kalpas Opfergaben darzubringen.
Sie beschließen auch nicht, Bodhi allein um des Lehrens willen zu erlangen, und um einer bestimmten Anzahl von Wesen die fünf Gebote oder die zehn Wege guten karmischen Handelns zu lehren, oder um sie zu lehren, in den vier Dhyānas, in den vier unermesslichen Bewusstseinszuständen oder in den vier formlosen Versenkungen zu verweilen, oder um sie zu lehren, um ihnen die Frucht des Srota-ā Panna, die Frucht des Sakṛdā Gā Min, die Frucht des ā Nā Gamin, die Frucht des Arhat oder den Pfad des Pratyekabuddha zu erlangen. Wenn sie den Entschluss fassen, Bodhi zu erlangen,
dann ist es:

413

Um zu verhindern, dass die Linie der Tatha Gatas unterbrochen wird;
um [das Dharma] alle Welten durchdringen zu lassen;
um die Wesen in allen Welten zu befreien;
um die Entstehung und Zerstörung aller Welten vollständig zu erkennen;
um die Unreinheit und Reinheit der Wesen in allen Welten vollständig zu erkennen;
um die Reinheit der Natur aller Welten vollständig zu erkennen;
um die Geisteshaltungen, Leiden und gewohnheitsmäßigen karmischen Neigungen aller Wesen vollständig zu erkennen;
um in Bezug auf alle Wesen ihr Sterben an diesem Ort und ihre Geburt an jenem Ort vollständig zu erkennen;
um die Fähigkeiten und geschickten Mittel aller Wesen vollständig zu erkennen;
um die Geisteshandlungen aller Wesen vollständig zu erkennen;
um das Wissen aller Wesen in den drei Zeitepochen vollständig zu erkennen; und
um die Gleichheit der Wirkungsbereiche aller Buddhas vollständig zu erkennen.
Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, dass es einen Menschen gäbe, der in einem einzigen Augenblick des Geistes imstande wäre, über ein Asaṃ Khyeya Welten im Osten hinauszugehen und dies dann ein ganzes Asaṃ Khyeya Kalpa lang fortzusetzen. Niemand
wäre in der Lage, die Grenzen dieser Welten zu erkennen, durch die er gegangen ist.
Nehmen wir nun an, dass es einen zweiten Menschen gäbe, der in einem einzigen Augenblick des Geistes noch mehr Welten überschreiten könnte, als der vorherige Mensch während des gesamten Asaṃ Khyeya Kalpa überschritten hat, und nehmen wir ebenfalls an, dass er dies ein ganzes Asaṃ Khyeya Kalpa lang fortsetzt. Nehmen wir außerdem an, dass es auf dieselbe Weise weiterhin bis zum zehnten Mal solche aufeinanderfolgenden Überwindungen der Fähigkeiten des vorherigen Menschen gab, sowie dies auch im Süden, Westen, Norden, den vier Mittelpunkten, dem Zenit und dem Nadir geschah.
Sohn des Buddha, da es diese hundert Menschen gab,
von denen jeder all diese vielen Welten überschritten hatte, könnten die fernen Grenzen all dieser Welten erkennbar sein.
Doch dennoch könnte es niemanden geben, der die Grenzen all der Wurzeln der Güte erkennen könnte, die der Bodhisattva bei seinem anfänglichen Entschluss, den Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi zu erlangen, erworben hat.

414

Warum ist das so? Als Sohn Buddhas ist der Bodhisattva nicht darauf beschränkt, den Entschluss zur Erlangung des Bodhi-Zustands nur so weit zu fassen, dass er genau die Anzahl der Welten, die er unter diesen Umständen durchlaufen hat, vollständig erkennen kann.
Vielmehr ist es sein Entschluss, den Bodhi-Zustand zu erlangen, um alle Welten der zehn Himmelsrichtungen vollständig zu erkennen. Das heißt, er fasst den Entschluss, den Bodhi des Anuttara-Samyak-Saṃ zu erlangen:
Er möchte vollständig erkennen, dass erhabene Welten nur grobe Welten sind, dass grobe Welten nur erhabene Welten sind, dass nach oben gerichtete Welten nur umgekehrte Welten sind, dass umgekehrte Welten nur nach oben gerichtete Welten sind, dass kleine Welten nur große Welten sind, dass große Welten nur kleine Welten sind, dass weite Welten nur enge Welten sind, dass enge Welten nur weite Welten sind, dass eine einzige Welt nur eine unaussprechliche Anzahl von Welten ist, dass eine unaussprechliche Anzahl von Welten nur eine einzige Welt ist, dass eine unaussprechliche Anzahl von Welten in eine einzige Welt eingeht, dass eine einzige Welt in eine unaussprechliche Anzahl von Welten eingeht, dass befleckte Welten nur reine Welten sind und dass reine Welten nur befleckte Welten sind;
Der Wunsch, in der Spitze eines einzigen Haares die verschiedenen Naturen aller Welten zu erkennen und die eine essentielle Natur der Spitze eines einzigen Haares in allen Welten zu kennen; der Wunsch, die Entstehung aller Welten in nur einer einzigen Welt zu erkennen; der Wunsch, alle Welten als völlig frei von essentieller Natur zu erkennen; und der Wunsch, alle unermesslichen Welten vollständig und ungehindert in einem einzigen Augenblick der geistigen Aufmerksamkeit zu erfassen.
Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, dass es einen Menschen gäbe, der in einem einzigen Augenblick die Anzahl der Kalpas erkennen könnte, die an der Entstehung und Zerstörung eines Asaṃ Khyeya von Welten im Osten beteiligt sind, und dies dann in jedem weiteren Augenblick der geistigen Aufmerksamkeit für einen ganzen Asaṃ Khyeya Kalpa fortsetzt.
Es gibt niemanden, der die Grenzen der Anzahl der beteiligten Kalpas kennen könnte.
Nehmen wir nun an, es gäbe eine zweite Person, die in einem einzigen Augenblick die Anzahl der Kalpas erkennen könnte, für deren Erkenntnis die vorherige Person einen ganzen Asaṃ Khyeya Kalpa benötigte.
Und nehmen wir weiter an, dass es, nach eingehender Beschreibung, zehn solcher Personen gäbe, von denen jede in einem einzigen Augenblick die Anzahl der Kalpas erkannte, für deren Erkenntnis die vorherige Person einen Asaṃ Khyeya Kalpa benötigte.
Und nehmen wir an, dass sich dieser Umstand auf dieselbe Weise im Süden, Westen, Norden, an den vier Mittelpunkten, im Zenit und im Nadir ereignete.

415

Sohn des Buddha, die Grenzen der Anzahl der Kalpas, die an der Erschaffung und Zerstörung all dieser Asaṃ Khyeyas von Welten beteiligt waren,
in den zehn Himmelsrichtungen könnten erkennbar sein. Dennoch wird es niemanden geben, der die Grenzen des Verdienstes und der Wurzeln der Güte erkennen kann, die der Bodhisattva erlangt, wenn er seinen anfänglichen Entschluss fasst, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen.
Warum ist das so? Der Bodhisattva beschränkt sich nicht darauf, den Entschluss zu fassen, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen, um die Anzahl der Kalpas, die bei der Erschaffung und Zerstörung einer bestimmten Anzahl von Welten stattfanden, vollständig zu erkennen. Vielmehr fasst er den Entschluss, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen, um alle Kalpas, die bei der Erschaffung und Zerstörung aller Welten stattfanden, vollständig zu erkennen. Das heißt, er fasst den Entschluss, den Bodhi des Anuttara-Samyak-Saṃ zu erlangen:

  • Die Gleichwertigkeit langer Kalpas mit kurzen Kalpas zu erkennen und die Gleichwertigkeit kurzer Kalpas mit langen Kalpas zu erkennen;
  • die Gleichheit eines einzelnen Kalpas mit unzähligen Kalpas zu erkennen und die Gleichheit unzähliger Kalpas mit einem einzelnen Kalpa zu erkennen;
  • ie Gleichheit eines einzelnen Kalpas mit unzähligen Kalpas zu erkennen und die Gleichheit unzähliger Kalpas mit einem einzelnen Kalpa zu erkennen;
  • die Gleichheit von Kalpas mit Buddhas mit Kalpas ohne Buddhas zu erkennen und die Gleichheit von Kalpas ohne Buddhas mit Kalpas mit Buddhas zu erkennen;
  • Zu wissen, dass es in einem Kalpa, in dem es einen Buddha gibt, eine unermesslich große Anzahl von Buddhas gibt und zu wissen, dass es in einem Kalpa, in dem es eine unermesslich große Anzahl von Buddhas gibt, einen Buddha gibt;
  • die Gleichheit einer messbaren Anzahl von Kalpas mit der einer unmessbaren Anzahl von Kalpas, und die Gleichheit von unmessbaren Kalpas mit den unmessbaren Kalpas
  • Die Gleichheit einer erschöpfbaren Anzahl von Kalpas mit einer unerschöpflichen Anzahl von Kalpas und die Gleichheit einer unerschöpflichen Anzahl von Kalpas mit einer erschöpfbaren Anzahl von Kalpas zu kennen
  • Die Gleichheit einer unaussprechlichen Anzahl von Kalpas und eines einzigen Geistesmoments zu erkennen und die Gleichheit eines einzigen Geistesmoments und einer unaussprechlichen Anzahl von Kalpas zu erkennen;
  • Zu wissen , dass alle Kalpas in ein Nicht-Kalpa eintreten können, und
  • zu wissen, dass ein Nicht - Kalpa in alle Kalpas eintritt.

416

Der Wunsch, in einem einzigen Augenblick alle Kalpas, die an der Entstehung und Zerstörung aller Welten der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart beteiligt sind, vollständig zu erfassen.
Dies wird als die Krönung des großen Gelübdes derer bezeichnet, die den ersten Entschluss fassen: das Wissen um die spirituellen Überkenntnisse, durch die man alle Kalpas vollständig erkennt.
Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, es gäbe einen Menschen, der in einem einzigen Augenblick alle verschiedenen Arten des Verstehens, die alle Wesen in einem Asaṃ Khyeya von Welten im Osten besitzen, erfassen könnte und dies dann in jedem folgenden Augenblick für ein ganzes Asaṃ Khyeya Kalpa fortsetzt.
Und nehmen wir an, es gäbe dann eine zweite Person, die in einem einzigen Augenblick alle verschiedenen Erkenntnisarten aller Wesen erfassen könnte, für deren Erkenntnis die vorherige Person ein ganzes Asaṃ khyeya Kalpa benötigte.
Nehmen wir weiter an, sie fahre so ein ganzes Asaṃkhyeya Kalpa fort, und so entstünden in fortschreitender Folge zehn solcher Personen.
Nehmen wir an, dass sich dieser Umstand auf dieselbe Weise im Süden, Westen, Norden, den vier Mittelpunkten, dem Zenit und dem Nadir ereignete.
Sohn des Buddha, die Grenzen der Anzahl der verschiedenen Erkenntnisarten all dieser Wesen in den zehn Richtungen könnten erkennbar sein. Dennoch kann es niemals jemanden geben,
der die Grenzen des Verdienstes und die Wurzeln der Güte ergründen könnte, die der Bodhisattva erlangt, als er seinen ersten Entschluss fasste, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen.
Und warum ist das so?
Als Sohn des Buddha ist der Bodhisattva nicht darauf beschränkt, den Entschluss zu fassen, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen, um lediglich das Verständnis einer bestimmten Anzahl von Wesen zu erlangen. Vielmehr beschließt er, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen, um die verschiedenen Arten des Verständnisses aller Wesen in allen Welten vollständig zu erkennen. Das heißt, er fasst den Entschluss, den Bodhi des Anuttara-Samyak-Saṃ zu erlangen:
Weil er alle unendlich vielen verschiedenen Arten von Erkenntnis erfahren möchte und weil er die Gleichwertigkeit der Erkenntnis eines einzelnen Wesens mit der Erkenntnis unzähliger Wesen erkennen möchte;
Weil er das Licht des Wissens erlangen möchte, das die geschickten Mittel kennt, die einer unermesslichen Anzahl verschiedener Erkenntnisarten angemessen sind.

417

Weil er jede einzelne der verschiedenen Arten von Erkenntnis, die alle Wesen im Ozean aller Wesen ohne Ausnahme besitzen, vollständig erkennen möchte;
Weil er alle unzähligen Arten von heilsamer und unheilsamer Erkenntnis in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vollständig erkennen möchte;
Weil er alle Formen von scheinbarer und nicht scheinbarer Erkenntnis vollständig erkennen möchte;
Weil er alle Formen der Erkenntnis als identisch mit einer einzigen Form der Erkenntnis erkennen möchte und eine einzige Form der Erkenntnis als identisch mit allen Formen der Erkenntnis erkennen möchte;
Weil er die Erkenntniskraft des Tathā gata erlangen möchte;
Weil er die Unterschiede zwischen jenen Verständnissen, die von anderen übertroffen werden, jenen Verständnissen, die unübertroffen sind, jenen Verständnissen, die noch Dinge enthalten, die sie nicht einschließen, jenen Verständnissen, die nichts enthalten, die sie nicht einschließen, jenen Verständnissen, die von anderen erreicht werden, und jenen Verständnissen, die von keinem anderen erreicht werden, vollständig erkennen möchte;
Weil er die Unterschiede zwischen abhängigen und unabhängigen Verständnissen, geteilten und exklusiven Verständnissen, begrenzten und grenzenlosen Verständnissen, differenzierten und nicht differenzierten Verständnissen, heilsamen und unheilsamen Verständnissen, weltlichen und weltüberschreitenden Verständnissen vollständig erkennen möchte;
Weil er die uneingeschränkte Kenntnis der Tathāgata-Befreiungen in Bezug auf alle Formen wunderbaren Verstehens, großen Verstehens, unermesslichen Verstehens und des Verstehens der rechten und festen Position erlangen möchte;
Weil er unzählige geschickte Mittel einsetzen möchte, um in Bezug auf jedes einzelne Wesen ohne Ausnahme in allen Bereichen der Wesen in den zehn Richtungen all ihre reinen Verstehen und unreinen Verstehen, ihre umfassenden Verstehen und allgemeinen Verstehen sowie ihre subtilen Verstehen und groben Verstehen vollständig zu erkennen; und weil er ihre äußerst esoterischen Verstehen und vorläufigen Verstehen, ihre unterscheidenden Verstehen und spontanen Verstehen, ihre Verstehen, die gemäß den Ursachen entstehen, ihre Verstehen, die gemäß den Bedingungen entstehen, und das gesamte Netz all ihrer Verstehen ohne Ausnahme vollständig erkennen möchte.

418

Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, dass es eine Person gäbe, die in einem einzigen Augenblick alle verschiedenen Fähigkeiten aller Wesen in unzähligen Welten im Osten erkennen könnte und dies in jedem folgenden Augenblick eines ganzen Asaṃ Khyeya Kalpa fortsetzt.
Nehmen wir nun an, dass es dann eine zweite Person gäbe, die in einem einzigen Augenblick alle verschiedenen Fähigkeiten aller Wesen erkennen könnte, für deren Erkenntnis die erste Person jeweils einen Augenblick eines ganzen Asaṃ Khyeya Kalpa benötigte. Und nun nehmen wir an, dass, nachdem alles ausführlich beschrieben wurde, zehn solcher Personen entstanden, und nehmen wir an, dass sich dieser Umstand auf dieselbe Weise im Süden, Westen, Norden, an den vier Mittelpunkten, am Zenit und am Nadir ereignete.
Sohn des Buddha, die Grenzen der verschiedenen Fähigkeiten all dieser Wesen in den Welten in den zehn Himmelsrichtungen könnten erkennbar sein. Dennoch könnte es niemals jemanden geben, der die Grenzen des Verdienstes und der Wurzeln der Güte erkennen könnte, die der Bodhisattva bei seinem ersten Entschluss zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi erworben hat.
Und warum ist das so?
Als Sohn Buddhas beschränkt sich der Bodhisattva nicht darauf, den Entschluss zu fassen, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen, nur um die Fähigkeiten der Wesen in einer bestimmten Anzahl von Welten zu erkennen. Vielmehr geht es ihm darum, alle verschiedenen Fähigkeiten aller Wesen in allen Welten vollständig zu erfassen, und, wenn dies ausführlich beschrieben wird, fasst er den Entschluss, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erlangen, um all jener anderen Dinge willen, bis hin zu seinem Wunsch, das gesamte Spektrum der Fähigkeiten aller Wesen vollständig zu erfassen. Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, dass es eine Person gäbe, die in einem einzigen Augenblick des Bewusstseins die verschiedenen Neigungen aller Wesen in unzähligen Welten im Osten erkennen könnte, und nehmen wir an, dass sie dies in jedem folgenden Augenblick für ein ganzes Asaṃ Khyeya Kalpa fortsetzte.
Und nehmen wir weiter an, dass, wenn dies ausführlich beschrieben wird, zehn solcher Personen existieren, und nehmen wir an, dass dieser Umstand auf dieselbe Weise im Süden, Westen, Norden, an den vier Mittelpunkten, am Zenit und am Nadir eintrat.

419

Die Grenzen all dieser Neigungen der Wesen in den zehn Himmelsrichtungen mögen erkennbar sein. Dennoch wird es niemals jemanden geben, der die Grenzen des Verdienstes und der Wurzeln der Güte erkennen kann, die der Bodhisattva erlangt, wenn er seinen ersten Entschluss fasst, den Bodhisattva-Zustand des Anuttara-Samyak-Saṃ zu erreichen.
Und warum ist das so? Als Sohn des Buddha ist der Bodhisattva nicht darauf beschränkt, den Entschluss zum Erreichen des Anuttara-Samyak-Saṃ zu fassen, um die Neigungen einer bestimmten Anzahl von Wesen vollständig zu erkennen. Vielmehr geht es ihm darum, alle verschiedenen Neigungen aller Wesen in allen Welten vollständig zu erkennen, und wenn diese ausführlich beschrieben werden, so fasst er den Entschluss zum Erreichen des Anuttara-Samyak-Saṃ zu seinem Ziel, um all jener anderen Dinge willen, bis hin zu seinem Wunsch, das gesamte Netz der Neigungen all dieser Wesen vollständig zu erfassen.
Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, dass es eine Person gäbe, die in einem einzigen Augenblick die vielen verschiedenen Arten geschickter Mittel erkennen könnte, die allen Wesen in unzähligen Welten im Osten angemessen sind.
Und nehmen wir weiter an, dass, nachdem diese ausführlich beschrieben wurden, zehn solcher Personen existierten [von denen jede in einem einzigen Augenblick das erkannte, wofür die vorherige Person ein Asaṃ Khyeya von Kalpas benötigt hatte], und nehmen wir an, dass sich dieser Umstand auf dieselbe Weise im Süden, Westen, Norden, an den vier Mittelpunkten, am Zenit und am Nadir ereignete.
Die Grenzen der vielen verschiedenen Arten geschickter Mittel, die den Wesen in den zehn Himmelsrichtungen angemessen sind, könnten erkennbar sein. Dennoch wird es niemals jemanden geben, der die Grenzen des Verdienstes und die Wurzeln der Güte, die der Bodhisattva bei seinem ersten Entschluss zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi erlangt, vollständig erfassen kann.
Und warum ist das so? Als Sohn des Buddha ist der Bodhisattva nicht darauf beschränkt, den Entschluss zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi zu fassen, um die für die Wesen in einer bestimmten Anzahl von Welten geeigneten Mittel zu erkennen. Vielmehr dient er dazu, die vielen verschiedenen Arten von Mitteln, die für alle Wesen in allen Welten geeignet sind, vollständig zu erfassen.
Und wenn diese ausführlich beschrieben werden, fasst er den Entschluss zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi um all jener anderen Dinge willen, bis hin zu seinem Wunsch, das gesamte Spektrum der Mittel vollständig zu erfassen.

420

Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, dass es eine Person gäbe, die in einem einzigen Augenblick die vielen verschiedenen Arten von Gedanken aller Wesen in unzähligen Welten im Osten erkennen könnte. Dann gelangen wir, gemäß der ausführlichen Beschreibung, zu Folgendem:
Die Grenzen dieser vielen verschiedenen Arten von Gedanken aller Wesen in den Welten der zehn Himmelsrichtungen könnten erkennbar sein. Dennoch könnte es niemals jemanden geben, der die Grenzen des Verdienstes und der Wurzeln der Güte erkennen könnte, die der Bodhisattva bei seinem ersten Entschluss zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi erlangt.
Und warum ist das so?
Sohn des Buddha, der Bodhisattva ist nicht darauf beschränkt, den Entschluss zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi zu fassen, um die Gedanken einer bestimmten Anzahl von Wesen zu erkennen. Vielmehr geht es darum, alle vielen verschiedenen Gedanken aller unzählig vielen Wesen im gesamten Dharma-Bereich und den Bereichen des leeren Raums usw. vollständig zu erkennen, bis hin zu seinem Sein, weil er das gesamte Netz all ihrer Gedanken vollständig erfassen möchte, weshalb er sich entschließt, den Bodhi-Zustand (anuttara-samyak-saṃ) zu erlangen.
Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, dass es eine Person gäbe, die in einem einzigen Augenblick alle verschiedenen Arten karmischer Handlungen aller Wesen in unzähligen Welten im Osten erkennen könnte.
Dann gelangen wir gemäß der ausführlichen Beschreibung zu der Erkenntnis, dass die Grenzen dieser vielen verschiedenen Arten karmischer Handlungen aller Wesen in den Welten der zehn Himmelsrichtungen erkennbar sein könnten. Dennoch können die Grenzen der Wurzeln der Güte, die der Bodhisattva erlangt, wenn er den anfänglichen Entschluss fasst, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erreichen, niemals erkannt werden.
Und warum ist das so?
Als Sohn des Buddha ist der Bodhisattva nicht darauf beschränkt, den Entschluss zu fassen, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erreichen, um die karmischen Handlungen einer bestimmten Anzahl von Wesen zu erkennen. Vielmehr fasst er den Entschluss, Anuttara-Samyak-Saṃ Bodhi zu erreichen, weil er die karmischen Handlungen aller Wesen in den drei Zeitabschnitten und so weiter bis zum Sein vollständig erkennen möchte, weil er das gesamte Netz ihrer karmischen Handlungen vollständig erfassen will.
Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, dass es einen Menschen gäbe, der in einem einzigen Augenblick alle Arten von Leiden aller Wesen in unzähligen Welten im Osten erkennen könnte, und nehmen wir an, dass er dies in jedem folgenden Augenblick eines ganzen Asaṃ Khyeya Kalpa fortsetzte.
Niemand könnte die Grenzen der vielen verschiedenen Arten von Unterschieden in all diesen Leiden erkennen.

421

Nehmen wir nun an, es gäbe eine zweite Person, die in einem einzigen Augenblick alle Unterschiede in den Leiden all jener Wesen erkennen könnte, die die erste Person erst nach einem Asaṃ khyeya Kalpa erkannte. Nehmen wir weiter an, dass auch sie so einen ganzen Asaṃ khyeya Kalpa lang fortfuhr.
Und nehmen wir an, dass es, nach eingehender Beschreibung, zehn solcher Personen gäbe (von denen jede in einem einzigen Augenblick wusste, wofür die vorherige Person einen Asaṃ khyeya Kalpa benötigte), und nehmen wir an, dass sich dieser Umstand auf dieselbe Weise im Süden, Westen, Norden, den vier Mittelpunkten, dem Zenit und dem Nadir ereignete.
Sohn des Buddha, die Grenzen der Unterschiede in den Leiden dieser Wesen in den zehn Himmelsrichtungen könnten erkennbar sein. Dennoch können die Grenzen der Wurzeln der Güte, die der Bodhisattva bei seinem ersten Entschluss zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi erlangt, niemals erkannt werden.
Und warum ist das so? Als Sohn des Buddha ist der Bodhisattva nicht darauf beschränkt, den Entschluss zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi zu fassen, um die Leiden der Wesen in einer bestimmten Anzahl von Welten zu erkennen. Vielmehr fasst er den Entschluss zur Erlangung des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi, um die Unterschiede in den Leiden aller Wesen in allen Welten vollständig zu erkennen.
Das heißt, er fasst den Entschluss, den Bodhi des Anuttara-Samyak-Saṃ zu erlangen:
- Weil er die leichten Leiden, die schweren Leiden, die verborgenen Leiden und die manifesten Leiden, die verschiedenen Unterschiede in den unermesslichen Leiden jedes einzelnen Wesens und die vielen verschiedenen Arten damit verbundener Ideen und Gedankengänge vollständig erkennen möchte, um die Reinigung aller Verunreinigungen herbeizuführen;
- Weil er die Leiden, die auf Unwissenheit beruhen, und die Leiden, die durch Begierde gekennzeichnet sind, vollständig erkennen möchte, um die
Trennung aller leidensbedingten Fesseln, die in alle Schicksale der Existenz verwickelt sind, herbeizuführen;
- Weil er alle auf Gier beruhenden Leiden, die auf Hass beruhenden Leiden, die auf Wahnvorstellungen beruhenden Leiden und die Leiden, die zu gleichen Teilen [Gier, Hass und Wahnvorstellungen] beinhalten, erschöpfend kennen möchte, um die Wurzeln aller Leiden zu durchtrennen;

422

- Weil er die mit dem Selbst verbundenen Leiden, die mit dem Besitz des Selbst verbundenen Leiden und die mit Arroganz verbundenen Leiden vollständig erkennen möchte, um dies zu erreichen, um das Erwachen zu allen Leiden ohne Ausnahme herbeizuführen;
- weil er die Wurzelleiden und die Nebenleiden, die aus verkehrten Ansichten und Unterscheidungen und aus den zweiundsechzig Ansichten einer körperbezogenen Persönlichkeitssicht entstehen, vollständig erkennen möchte, um die Überwindung aller Leiden zu erreichen; und - weil er die mit den Hindernissen verbundenen Leiden vollständig erkennen möchte, um dies zu erreichen, um einen tiefen, mitfühlenden Entschluss zu fassen, Wesen zu retten, das Netz aller Leiden zu durchtrennen und die Reinigung der Natur der Allwissenheit zu ermöglichen.
Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir stattdessen an, dass es einen Menschen gäbe, der in einem einzigen Augenblick des Geistes fähig wäre, den unzähligen Buddhas im Osten sowie allen Wesen in jenen unzähligen Welten Opfergaben darzubringen. Er würde alle Arten von höchst feinen Getränken und Speisen, Weihrauch, Blumen, Gewändern, Bannern, Wimpeln, Sonnenschirmen und Baldachinen sowie Samghāramas,266 überaus prächtigen Palästen, juwelenbesetzten Zelten, Netzvorhängen, Löwenthronen, die auf vielfältige Weise geschmückt sind, und den vielen Arten von wundervollen Juwelen darbringen.
Er würde diese Gaben mit Respekt, Ehrfurcht, vollen zeremoniellen Verbeugungen, Lobpreisungen, respektvoll gebeugten Körpern und bewundernden Blicken nach oben darbringen und dies ununterbrochen über unzählige Kalpas hinweg tun, während er gleichzeitig jene Wesen ermutigt.
Dadurch konnten sie alle jenen Buddhas auf dieselbe Weise Opfergaben darbringen und dies so lange fortsetzen, bis diese Buddhas ins Nirvana eingegangen waren. Dann errichteten sie für jeden von ihnen Stupas, hohe und breite Stupas, die in unzähligen Welten präsent waren, aus den verschiedensten Arten von Juwelen gefertigt und mit allerlei Schmuck verziert waren.
In jeder dieser Stupas befanden sich unzählige Darstellungen der Tathagata, jenes Lichts, das allgegenwärtig jene unzähligen Welten erleuchtete.
Angenommen, diese Person täte dies auf dieselbe Weise über unzählige Kalpas hinweg, immer im Süden, Westen, Norden, an den vier Mittelpunkten, am Zenit und am Nadir. Sohn des Buddha, was meinst du? Wäre der Verdienst dieser Person groß oder nicht?

423

Śakra Devānām Indra erwiderte: „Das Verdienst dieser Person wäre so groß, dass es nur ein Buddha erkennen könnte. Niemand sonst könnte es begreifen.“
Sohn des Buddha, selbst wenn man das Verdienst dieser Person mit dem Verdienst vergleicht, das der Bodhisattva bei seinem anfänglichen Entschluss erworben hat, so entspräche es nicht einmal einem Hundertstel, nicht einmal einem Tausendstel, nicht einmal einem Hunderttausendstel und so weiter, bis hin zu nicht einmal einem einzigen Teil einer Upanishad.
Sohn des Buddha, um diese Analogie beiseitezulassen, nehmen wir an, es gäbe eine zweite Person, die in einem einzigen Augenblick der Geisteskraft dieselbe Anzahl an Opfergaben vollbringen könnte, die die vorherige Person und all jene Wesen in den unzähligen Welten während der unzähligen Kalpas gemeinsam vollbracht haben. Nehmen wir ferner an, er fahre in jedem folgenden Bewusstseinsmoment auf dieselbe Weise fort und bringe über unzählige Kalpas hinweg unzählige Arten von Opfergaben dar allen unzähligen Buddhas, den Tatha Gatas sowie allen Wesen in unzähligen Welten.
Angenommen, dieser Umstand entfaltete sich in gleicher Weise mit einer dritten Person und dann in sukzessiver Folge bis zu einer zehnten Person, die alle auf dieselbe Weise in einem einzigen Augenblick alle Opfergaben der vorhergehenden Personen vollbringen konnten, indem sie in jedem folgenden Augenblick eine unermessliche, unvergleichliche, unzählbare, unbeschreibliche, unvorstellbare, unermessliche, unaussprechliche und unaussprechlich-unaussprechliche Zahl an Opfergaben darbrachten, diese der unermesslich vielen und so weiter bis zur unaussprechlich-unaussprechlichen Zahl von Buddhas sowie allen Wesen in all diesen vielen Welten darbrachten, dies für eine unermessliche Zahl und so weiter bis zur unaussprechlich-unaussprechlichen Zahl von Kalpas, bis diese Buddhas, nachdem sie ins Nirvana eingegangen waren, jeweils Stupas errichteten. Stupas, die hoch und breit waren und dies während der gesamten Existenzzeit unverändert fortsetzten.
Sohn des Buddha, wenn man dieses oben beschriebene Verdienst mit dem Verdienst vergleichen würde, das der Bodhisattva bei seinem anfänglichen Entschluss erwarb, entspräche es nicht einmal einem Hundertstel, nicht einmal einem Tausendstel, nicht einmal einem Hunderttausendstel und so weiter, bis hin zu einem einzigen Teil einer Upanishad.

424

Und warum ist das so?
Als Sohn des Buddha ist der Bodhisattva nicht darauf beschränkt, den Entschluss zu fassen, den Zustand des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi zu erlangen, nur um einer bestimmten Anzahl von Buddhas Opfergaben darzubringen. Vielmehr fasst er den Entschluss, den Zustand des Anuttara-Samyak-Saṃ-Bodhi zu erlangen, um allen unermesslich vielen Buddhas der zehn Himmelsrichtungen – in Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart, im gesamten Dharma-Bereich und den Bereichen des leeren Raums – Opfergaben darzubringen.
Nachdem er diesen Entschluss gefasst hat, ist er imstande, alle Buddhas der Vergangenheit zu erkennen, von dem Zeitpunkt ihrer ersten Erleuchtung bis zu ihrem Eintritt ins Parinirvana. Er ist imstande, an alle Wurzeln der Güte aller Buddhas der Zukunft zu glauben und die Weisheit aller Buddhas der Gegenwart zu erkennen.
Dieser Bodhisattva ist imstande, an alle verdienstvollen Eigenschaften all dieser Buddhas zu glauben und sie anzunehmen, sie zu entwickeln, zu erwerben, zu erkennen, zu verwirklichen und zu vervollkommnen, und er ist imstande, die gleiche Natur wie alle Buddhas anzunehmen.
Und warum ist dies so?
Dieser Bodhisattva fasst diesen Entschluss, um den Abbruch der Linie aller Tatha Gatas zu verhindern.
Um die Durchdringung aller Welten zu ermöglichen, fasst er den Entschluss;
um die Wesen in allen Welten zu befreien, fasst er den Entschluss;
um die Entstehung und Zerstörung aller Welten vollständig zu erkennen, fasst er den Entschluss;
um die Unreinheit und Reinheit aller Wesen vollständig zu erkennen, fasst er den Entschluss;
um die Reinheit der drei Daseinsbereiche in allen Welten vollständig zu erkennen, fasst er den Entschluss;
um die Neigungen, Leiden und gewohnheitsmäßigen karmischen Veranlagungen aller Wesen vollständig zu erkennen, fasst er den Entschluss;
um das Sterben aller Wesen an diesem Ort und ihre Geburt an jenem Ort vollständig zu erkennen, fasst er den Entschluss;
um die Fähigkeiten aller Wesen und die dafür geeigneten Mittel vollständig zu erkennen, fasst er den Entschluss;
um die mentalen Handlungen aller Wesen vollständig zu erkennen, fasst er den Entschluss;
Und er fasst den Entschluss, das Wissen aller Wesen in allen drei Zeitepochen vollständig zu erfassen.

425

Aufgrund dieses Entschlusses:
- Er wird von allen Buddhas der drei Zeitepochen stets in Erinnerung behalten;
- Er wird dazu verpflichtet, den unübertroffenen Bodhi aller Buddhas der drei Zeitepochen zu verwirklichen;
- Er empfängt augenblicklich das erhabene Dharma, das ihm von allen Buddhas der drei Zeitepochen zuteilwird;
- Er erlangt augenblicklich dieselbe Wesensart wie alle Buddhas der drei Zeitepochen;
Nachdem er bereits die Lehren des Pfades aller Buddhas der drei Zeitepochen verinnerlicht hat, vollendet er deren Kräfte und Furchtlosigkeit;
- Er schmückt sich mit den Lehren, die ausschließlich den Buddhas aller Buddhas der drei Zeitepochen vorbehalten sind; und
- Er erlangt die Weisheit, das Dharma zu verkünden, das alle Buddhas im gesamten Dharma-Reich besitzen.
Und warum ist das so?
Denn durch das Erwecken dieses Entschlusses wird er dazu verpflichtet, die Buddhaschaft zu erlangen. Man sollte sich bewusst machen, dass diese Person dann mit allen Buddhas der drei Zeitalter identisch wird, dann dieselbe Erkenntnissphäre aller Buddhas, der Tathagatas, der drei Zeitalter erreicht, dann dieselben verdienstvollen Eigenschaften wie alle Buddhas, die Tathagatas, der drei Zeitalter erlangt und schließlich die wahre Weisheit erlangt, die die letztendliche Identität des einen Körpers des Tathagata und seiner unzähligen Körper ergründet. Genau in dem Moment, in dem er diesen Entschluss fasst:
Wird er dann von allen Buddhas der zehn Richtungen einhellig gepriesen;
- Er ist dann imstande, den Dharma zu verkünden und alle Wesen in allen Welten zu lehren und auszubilden;
- Er ist dann imstande, Erschütterungen und Bewegungen in allen Welten hervorzurufen;
Dann ist er imstande, alle Welten zu erleuchten;
dann ist er imstande, das Leid der unglücklichen Wesen in allen Welten zu lindern;
dann ist er imstande, alle Länder zu reinigen;
dann ist er imstande, die Verwirklichung der Buddhaschaft in allen Welten zu manifestieren;
dann ist er imstande, alle Wesen mit freudiger Wonne zu erfüllen;
dann ist er imstande, das Wesen des gesamten Dharma-Reiches zu durchdringen;
dann ist er imstande, die Linie aller Buddhas zu erhalten; und
dann ist er imstande, das Licht der Weisheit aller Buddhas zu erlangen.

426

Dieser Bodhisattva, der den anfänglichen Entschluss gefasst hat, besitzt nicht einmal das Geringste in den drei Zeitabschnitten, die er durchläuft. Das heißt, ob es nun um die Buddhas, den Dharma der Buddhas, die Bodhisattvas, den Dharma der Bodhisattvas, die Pratyekabuddhas, den Dharma der Pratyekabuddhas, die Śrāvaka-Schüler, den Dharma der Śrāvaka-Schüler, die Welt, die Dharmas der Welt, die Transzendenz der Welt, die Dharmas der Welttranszendenz, Wesen oder die Dharmas der Wesen geht, er strebt einzig und allein nach allumfassendem Wissen.
Sein Geist ist frei von jeglicher Anhaftung an irgendeine der Dharma-Welten.269
Damals bewegten und erbebten sich aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha die Welten in jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in unzähligen Buddha-Kṣetras, auf sechsfache Weise. Das heißt, sie erfuhren: Bewegung, universelle Bewegung, gleichmäßige und universelle Bewegung; Aufstieg, universeller Aufstieg, gleichmäßiger und universeller Aufstieg; Aufwärtsstoß, universeller Aufwärtsstoß, gleichmäßiger und universeller Aufwärtsstoß; Schütteln, universelles Schütteln, gleichmäßiges und universelles Schütteln; Brüllen, universelles Brüllen, gleichmäßiges und universelles Brüllen; Schlagen, universelles Schlagen und gleichmäßiges und universelles Schlagen.
Es regnete wunderbare himmlische Blumen, himmlischen Weihrauch, pulverisierten himmlischen Weihrauch, himmlische Blumenkränze, himmlische Gewänder, himmlische Juwelen und himmlischen Schmuck herab. Dies wurde begleitet vom Erklingen himmlischer Musik und der Ausstrahlung himmlischen Glanzes und himmlischer Klänge.
Zu jener Zeit manifestierten sich aus unzähligen Welten in jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in zehn Buddha-Kṣetras, Buddhas, so zahlreich wie die Atome in unzähligen Buddha-Kṣetras, alle mit dem Namen „Dharma-Weisheit“, ihre Körper direkt vor dem Bodhisattva der Dharma-Weisheit und sprachen diese Worte:
Es ist wahrlich gut, wahrlich gut, Dharma-Weisheit, dass du nun diesen Dharma verkünden konntest. Wir Buddhas aus jeder der zehn Himmelsrichtungen, so zahlreich wie die Atome in unzähligen Buddha-Kṣetras, verkünden alle dieses Dharma. Alle anderen Buddhas verkünden es ebenfalls auf diese Weise.
Als du dieses Dharma verkündetest, beschlossen Bodhisattvas, so zahlreich wie die Atome in unzähligen Buddha-Kṣetras, alle, Bodhi zu erlangen. Wir alle geben ihnen nun die Prophezeiung, dass sie in einem zukünftigen Zeitalter, jenseits tausend unermesslicher Kalpas, alle im selben Kalpa die Buddhaschaft erlangen werden und, wenn sie in der Welt erscheinen, alle „Reiner Geist Tathagata“ genannt werden. Alle Welten, in denen sie weilen, werden verschieden sein.

427

Wir alle werden diesen Dharma schützen und unterstützen und allen zukünftigen Bodhisattvas, die ihn noch nicht gehört haben, ermöglichen, ihn zu hören.
So wie du auf dem Gipfel des Berges Sumeru, über den vier Kontinenten dieser Sahā-Welt, diesen Dharma verkündet und den Wesen, die ihn gehört haben, ermöglicht hast, seine transformierende Lehre zu empfangen, so verkünden auch sie auf dieselbe Weise diesen Dharma und lehren Wesen in allen zehn Richtungen in den Hunderten von Tausenden von Koṭīs von Nayutas unzähliger, unermesslich vieler, grenzenlos vieler, unvergleichlich vieler, unzählig vieler, unbeschreiblich vieler, unvorstellbar vieler, unermesslich vieler und unaussprechlich vieler Welten im gesamten Dharma-Reich und den Reichen des leeren Raums.
Diejenigen, die diesen Dharma verkünden, tragen alle den gleichen Namen: „Dharma-Weisheit“. Sie alle verkünden den Dharma wie folgt:
Aufgrund der spirituellen Kräfte des Buddha;
Aufgrund der Kraft der ursprünglichen Gelübde des Bhagavat;
Aus dem Wunsch heraus, den Dharma des Buddha zu offenbaren;
Um mit dem Licht der Weisheit universelle Erleuchtung zu bewirken;
Aus dem Wunsch heraus, die wahre Bedeutung zu erklären;
Um den Wesen die Erkenntnis des Wesens der Dharmas zu ermöglichen;
Um die Versammlungen mit freudiger Wonne zu erfüllen;
Aus dem Wunsch heraus, die Kausalität des Buddha-Dharma zu offenbaren;
Um die Gleichheit aller Buddhas zu verwirklichen; und
Um die Nicht-Dualität des Dharma-Bereichs zu begreifen.
Zu jener Zeit besichtigte der Bodhisattva der Dharma-Weisheit alle Versammlungsorte in den Ländern der zehn Himmelsrichtungen in den Reichen des Raumes, und:
Weil er alle Wesen vollkommen vervollkommnen wollte;
Weil er alle Handlungen, Ergebnisse und Folgen vollständig reinigen wollte;
Weil er die reine Dharma-Welt vollständig offenbaren wollte;
weil er alle Wurzeln des Verwirrenden vollständig ausmerzen wollte;
weil er das Wachstum eines unerschütterlichen Glaubens ermöglichen wollte;
weil er das Wissen um die Fähigkeiten unzähliger Wesen vollständig ermöglichen wollte;
weil er das Wissen um die Identität der Dharmas der drei Zeitabschnitte vollständig ermöglichen wollte;
weil er die Kontemplation des Nirvanas vollständig ermöglichen wollte; und
weil er das Wachstum aller Wurzeln der Güte ermöglichen wollte.
Mit der Hilfe der gewaltigen Kräfte des Buddha sprach er dann diese Verse:

428

Zum Wohle der Welt fasst er den großen Entschluss.
Sein Entschluss erstreckt sich in alle zehn Himmelsrichtungen zu allen Wesen und allen Ländern, zu allen Dharmas der drei Zeitebenen und zum Ozean der Höchsten, der Buddhas und Bodhisattvas.
Zu allen Welten, bis an die äußersten Enden des leeren Raumes, der in seiner Unermesslichkeit dem gesamten Dharma-Reich gleicht, besucht er sie alle gemäß dem Dharma aller Buddhas, und erweckt so den unumkehrbaren Entschluss.
In gütiger Achtsamkeit gegenüber allen Wesen, sie niemals auch nur einen Augenblick verlassend, alles Schädliche aufgebend und ihnen allen Gutes tund, erleuchtet sein Glanz die Welt und er dient ihnen als Zuflucht, gehalten in unvorstellbarer, schützender Achtsamkeit des Einen der Zehn Kräfte.
Er bereist alle Länder in den zehn Himmelsrichtungen, erscheint in jeder Form und strebt gemäß dem unermesslichen Verdienst und der Weisheit des Buddha der Kultivierung ihrer Ursachen nach und bleibt frei von Anhaftung.
Manche Kṣetras sind nach oben gerichtet, manche zur Seite und manche umgekehrt.
In ihrer Unvollkommenheit, Erhabenheit und Weite gibt es unzählige Arten.
Durch ein einziges Erwecken des höchsten Entschlusses kann der Bodhisattva ungehindert zu allen reisen.
Die höchsten Praktiken des Bodhisattva sind unermesslich zahlreich.
Er kultiviert sie alle fleißig, ohne jedoch einen festen Ort zu haben.
Wenn er alle Buddhas sieht, ist er stets erfreut und glücklich, und taucht überall in ihren tiefen Ozean des Dharma ein.
Er empfindet tiefes Mitgefühl für die vielen Wesen in den fünf Schicksalen und ermöglicht es ihnen, sich von den Schriftrollen zu befreien und vollkommen rein zu werden.
Er führt die Linie der Buddhas fort, verhindert ihren Abbruch und zerstört alle Paläste Māras, sodass keiner übrig bleibt.
Er weilt bereits in der gleichmäßigen Natur der TathaGatas und kultiviert geschickt den Pfad der subtilen, geschickten Mittel.
Er erweckt einen Geist des Glaubens an den Wirkungsbereich des Buddha, empfängt die Weihe des Buddha und ist frei von Anhaftung.
Er gedenkt der Güte der Verehrtesten Wesen und entwickelt eine Entschlossenheit wie Vajra, die unaufhaltsam ist.
Er vermag die Praktiken des Buddha vollständig zu erleuchten und kultiviert auf natürliche Weise jene Praktiken, die zum Bodhi führen.
Die verschiedenen Denkweisen der Wesen in den Schicksalen sind unzählig.
Auch ihr Karma, ihre Vergeltungsmaßnahmen und ihre geistigen Taten sind nicht einheitlich.

429

So verhält es sich auch mit den vielen Unterschieden in der Natur ihrer Fähigkeiten.
Sobald er den großen Entschluss fasst, erkennt er sie alle klar.
Sein Geist ist so unermesslich, dass er dem Bereich des Dharma entspricht.
Er ist von nichts abhängig, unveränderlich und gleicht dem leeren Raum.
Auf dem Weg zur Weisheit des Buddha klammert er sich an nichts, erkennt wahrhaftig den Gipfel der Wirklichkeit und hat alle Unterscheidungen aufgegeben.
Er kennt den Geist der Wesen, doch erzeugt er keine Vorstellung von irgendeinem Wesen, begreift die Dharmas vollständig, doch hat er keine Vorstellung von irgendeinem Dharma.
Obwohl er überall unterscheidet, ist er frei von allen Unterscheidungen, und reist so zu einem Nayuta der Kshatras, um ihnen seine Ehrerbietung zu erweisen.
Er stimmt überein, betrachtet und vermag vollständig in den Schatz des wundersamen Dharma aller unzähligen Buddhas einzutreten.
Von allen Fähigkeiten und Praktiken der Wesen kennt er alle.
Indem er diesen Zustand erreicht, gleicht er den Bhagavats selbst.
Er hält sich ewig an seine reinen und großen Gelübde und weicht nie von seiner Freude ab, den Tatha Gatas Opfergaben darzubringen.
Wenn Menschen oder Devas ihn sehen, können sie sich an seinem Anblick nicht sattsehen, und alle Buddhas gedenken seiner stets mit schützender Achtsamkeit.
Sein Geist ist rein und von nichts abhängig.
Obwohl er über tiefe Lehren meditiert, klammert er sich nicht an sie.
Selbst wenn er unzählige Kalpas lang auf diese Weise darüber nachsinnen würde, wäre er in den drei Zeiten frei von jeglicher Anhaftung an sie.
Mit seiner unerschütterlichen Entschlossenheit, die sich weder zügeln noch behindern lässt, schreitet er ungehindert zum Bodhi des Buddha voran. Entschlossen den wundersamen Pfad suchend, befreit er sich von Illusionen.
Selbst auf seinen Reisen durch das gesamte Reich des Dharma verspürt er niemals Müdigkeit.
Im Bewusstsein, dass alle Dharmas der Sprache ruhen, vertreibt er alle abweichenden Vorstellungen nur durch das Eintreten in die wahre Soheit.
Er widmet sich der Betrachtung aller Erkenntnissphären der Buddhas, und sein Geist ist ungehindert im Begreifen aller drei Zeiten.
Von dem Moment an, in dem er seinen großen Entschluss fasst, ist der Bodhisattva in der Lage, zu den Kṣetras der zehn Himmelsrichtungen zu reisen.
Obwohl die Tore des Dharma unermesslich und unbeschreiblich zahlreich sind, erkennt er sie alle im Licht der universellen Erleuchtung der Weisheit.
Sein großes Mitgefühl ist in seiner umfassenden Befreiung der Wesen unvergleichlich, die Allgegenwart seines gütigen Geistes ist der des Raumes gleich, und so unterscheidet er nicht zwischen den Wesen.
Mit solcher Reinheit durchwandert er die Welten.
Er tröstet und schenkt allen Wesen der zehn Himmelsrichtungen Frieden.
Alles, was er tut, ist stets aufrichtig.

430

Er nutzt stets einen reinen Geist, der mit seinen Worten übereinstimmt, und wird immer von allen Buddhas gemeinsam unterstützt und beschützt.
Er erinnert sich an alles Vergangene, erkennt klar alles Zukünftige, und betritt überall die Welten der zehn Richtungen, um Wesen zu befreien und ihnen so ihre Erlösung zu ermöglichen.
Der Bodhisattva besitzt das Licht wunderbarer Weisheit in vollem Umfang, und ergründet Ursachen und Bedingungen gründlich, frei von jedem Zweifel.
Er hat alle Illusionen vollständig abgelegt, und wandert so durch die Welt des Dharma.
Er zerstörte die Paläste des Königs der Māras, beseitigt die Katarakte, die den Blick der Wesen trüben, gibt alle Unterscheidungen auf, bewahrt einen unbewegten Geist, und begreift die Wirkungssphären des Tatāgata vollständig.
Er hat das Netz der Zweifel bezüglich der drei Zeiten beseitigt und reinen Glauben an die Tathagata erweckt.
Dank seines Glaubens ist es ihm gelungen, unerschütterliche Weisheit zu entwickeln, und weil seine Weisheit rein ist, begreift er die Wirklichkeit.
Um den Wesen die Erlangung der Befreiung zu ermöglichen, strebt er bis ans Ende der Zeit nach ihrem Wohl,
und erträgt lange Zeit intensives Leid mit unermüdlichem Geist, bis hin zur Bereitschaft, die Höllen gelassen zu ertragen.
Sein unermessliches Verdienst und seine Weisheit sind vollkommen erfüllt.
Er kennt die Fähigkeiten und Neigungen der Wesen vollständig, sowie all ihr Karma und ihre Handlungen; nichts entgeht ihm.
So spricht er ihnen den Dharma entsprechend ihrer Veranlagung.
Er ist sich vollkommen bewusst, dass alles leer und ohne ihn ist, und doch gedenkt er der Wesen mit Güte und verlässt sie niemals, denn mit einer einzigen, zutiefst mitfühlenden und erhabenen Stimme tritt er überall in die Welt ein und verkündet die Lehren.
Er strahlt ein helles Licht in allen Farben aus, das überall die Wesen erleuchtet und ihre Dunkelheit vertreibt.
Im Licht sitzen Bodhisattvas auf Lotusblüten, und offenbaren und verbreiten den reinen Dharma zum Wohle aller Wesen.
Auf der Spitze eines einzigen Haares manifestiert er die vielen Kṣetras, die alle mit großen Bodhisattvas erfüllt sind.
Obwohl die Weisheit derer in den einzelnen Versammlungen unterschiedlich ist, sind sie alle imstande, den Geist der Wesen vollkommen zu verstehen.
Obwohl die Welten der zehn Himmelsrichtungen unermesslich zahlreich sind, bereist er sie in einem einzigen Augenblick des Geistes ausnahmslos alle, um den Wesen zu helfen, den Buddhas Opfergaben darzubringen
und die Buddhas nach den tiefgründigen Bedeutungen zu befragen.

431

Er betrachtet alle Tatha Gatas als Väter und übt zum Wohle aller Wesen die Praktiken, die zur Erleuchtung führen.
Mit geschickter Weisheit dringt er in den Schatz des Dharma ein und erreicht den Zustand tiefer Weisheit, frei von jeglicher Anhaftung.
Indem er gemäß seinen Betrachtungen über die Welt des Dharma spricht, könnte er unzählige Kalpas lang fortfahren und dennoch niemals das Ende erreichen.
Obwohl seine Weisheit alles durchdringt, verweilt sie nirgends.
Er ist stets frei von Müdigkeit und völlig frei von jeglicher Anhaftung.
Geboren in den Clan aller Buddhas der drei Zeitepochen, erreicht er die Erleuchtung durch die Verwirklichung des wunderbaren Dharma-Körpers des Tatha Gata.
Überall manifestiert er viele Formen für die vielen Arten von Wesen, und darin gleicht er einem Zauberer, dem nichts fehlt, den er erschaffen kann.
Er mag erscheinen, als beginne er besonders hohe Praktiken zu entwickeln, möge erscheinen, als sei er gerade erst geboren oder habe das elterliche Leben verlassen, möge unter dem Bodhi-Baum erscheinen und die Bodhi-Verwirklichung erlangen, oder er mag, um der Wesen willen, den Anschein erwecken, als trete er ins Nirvana ein.
Das seltene Dharma, in dem der Bodhisattva weilt, ist ein Bereich nur für Buddhas und nicht der Bereich der Zwei Fahrzeuge.
Sie haben alle Vorstellungen von Körper, Rede und Geist abgelegt, sind aber dennoch fähig, sie, wo immer es angebracht ist, auf vielfältige Weise zu manifestieren.
Was die Dharmas der Buddhas betrifft, die der Bodhisattva erlangt hat, so würden Wesen, wenn sie darüber nachdächten, in den Wahnsinn getrieben.
In der weisen Durchdringung der höchsten Wirklichkeit ist sein Geist ungehindert, und er manifestiert überall die souveränen Kräfte eines Tathagata.
Darin ist er weltweit unübertroffen, wie viel mehr erst, wenn er seine außergewöhnlichen Praktiken weiter ausbaut!
Obwohl er das Allwissen noch nicht vollständig erlangt hat, hat er bereits die höchste Macht des Tatha Gata erlangt.
Er wandelt bereits auf dem höchsten Pfad des Einen Fahrzeugs, ist tief in das erhabene und höchste Dharma eingetaucht, erkennt in Bezug auf die Wesen gekonnt, was angebracht und was unangebracht ist, und offenbart ihnen zu ihrem Wohl sein überragendes spirituelles Wissen.
Seine Teilungskörper erfüllen alle Kshatras und strahlen reines Licht aus, das die Dunkelheit der Welt vertreibt.
Wie der Drachenkönig, der die gewaltigen Wolken erschafft, lässt er überall den wundersamen Regen regnen und durchtränkt alles.
Er betrachtet die Wesen wie Muttererscheinungen oder Träume, die durch die Macht des Karmas ewig im Kreislauf der Existenz umherirren.

432

Mit großem Mitgefühl und tiefem Verständnis rettet er sie alle und spricht für sie über die unbedingte Reinheit der Dharmas.
Wie die Kräfte des Buddha unermesslich sind, so sind auch diese unermesslich.
Wie der leere Raum sind sie grenzenlos.
Um den Wesen die Befreiung zu ermöglichen, übt er sich fleißig über ein ganzes Kalpa hinweg und ist dabei unermüdlich.
Mit wunderbaren Eigenschaften, die aus vielfältigen meditativen Betrachtungen erwachsen, übt er geschickt die unübertroffenen und wichtigsten karmischen Werke.
Er gibt niemals eine der höchsten Praktiken auf und achtet besonders auf die Entwicklung des Allwissens.
Aus einem einzigen Körper manifestiert er unzählige Körper, mit denen er alle Welten durchdringt.
Sein Geist ist rein und frei von Unterscheidung.
Genauso sind seine unvorstellbaren Kräfte, die in einem einzigen Augenblick des Geistes entstehen.
Er diskriminiert nichts in irgendeiner Welt, und bleibt frei von jeglichen falschen Vorstellungen über die Dharmas.
Obwohl er über die Dharmas nachsinnt, klammert er sich nicht an sie.
Er rettet unaufhörlich Wesen, obwohl niemand befreit ist.
Alle Welten bestehen nur aus Wahrnehmungen, in denen es viele verschiedene Arten individueller Unterscheidungen gibt.
Da er weiß, dass die Erfahrungssphären der Wahrnehmungen gefährlich und tiefgründig sind, manifestiert er spirituelle Kräfte, um Wesen zu retten und zu befreien.
Wie ein Meisterzauberer mit allmächtigen Kräften – so vollziehen sich auch die spirituellen Wandlungen des Bodhisattva.
Sein Körper durchdringt sowohl die Welt des Dharma als auch den leeren Raum, wo er sich dem Geist der Wesen anpasst, sodass ihn keines von ihnen vergisst.
Er hat die Unterscheidung zwischen Subjektivem und Objektivem aufgegeben, und weder Unreinheit noch Befleckung – er klammert sich an nichts.
Ob Knechtschaft oder Befreiung, seine Weisheit vergisst beides.
Er wünscht sich nichts sehnlicher, als allen Wesen Glück zu schenken.
Alle Welten entstehen durch die Kraft der Wahrnehmung.
Mit Weisheit betritt er sie mit einem furchtlosen Geist.
Indem er über alle Dharmas nachsinnt, erkennt er, dass sie alle demselben Schicksal unterliegen.
So können selbst die drei Zeiten, wenn sie erforscht werden, nicht erfasst werden.
Er vermag in die Vergangenheit einzutauchen und ihre früheren Grenzen zu ergründen, vermag in die Zukunft einzutauchen und ihre späteren Grenzen zu ergründen, und vermag überall in der Gegenwart präsent zu sein.
Durch beständiges, fleißiges Nachdenken erkennt er, dass nichts existiert.
Gemäß dem Dharma der Ruhe des Nirvanas verweilt er im Nichtstreit und hat nichts, wovon er abhängig ist.

433

Sein Geist stimmt mit der höchsten Wirklichkeit überein, ist unvergleichlich, und schreitet unaufhaltsam einzig und allein auf Bodhi zu.
Bei der Ausübung aller höchsten Praktiken weicht er niemals aus Furcht zurück, sondern ist fest in Bodhi verankert und bleibt unerschütterlich.
Die Buddhas, die Bodhisattvas und die Welt – im gesamten Dharma-Bereich versteht er sie alle vollkommen.
Wer danach strebt, den höchsten und wichtigsten Pfad zu verwirklichen, und ein König des Allwissens und der Befreiung zu werden, sollte rasch den Entschluss fassen, Bodhi zu erlangen, den Verunreinigungen für immer ein Ende zu setzen und den vielen Wesen zu dienen.
Der reine Entschluss, auf Bodhi hinzustreben, erzeugt so unermessliches Verdienst, dass es unbeschreiblich ist.
Dennoch wird er hier zum Nutzen aller Wesen beschrieben.
Ihr alle Würdigen solltet dies aufmerksam hören.
Selbst wenn man alle unzähligen Welten auf Atome reduzierte, fänden sich in jedem einzelnen Atom noch immer unzählige Kṣetras, und in jedem von ihnen wären die Buddhas immer noch unzählig.
Er kann sie alle klar sehen, doch hat er nichts, woran er sechzehn festhält.
Er ist geschickt im Erkennen der Wesen, doch hat er keine Vorstellung von irgendeinem Wesen, und er ist geschickt im Erkennen der Sprache, doch hat er keine Vorstellung von irgendeiner Sprache.
Sein Geist ist in allen Welten ungehindert.
Er kennt sie alle gründlich, doch haftet er an nichts.
Sein Geist, so unermesslich wie der leere Raum, erfasst klar alle Phänomene der drei Zeitabschnitte.
Er hat alle Zweifel vollständig ausgelöscht, und betrachtet den Dharma des Buddha aufrichtig, frei von jeglichem Festhalten.
In einem einzigen Augenblick des Geistes besucht er die unzähligen Länder der zehn Himmelsrichtungen,
während sein Geist frei von jeglicher Anhaftung bleibt.
Er begreift die Dharmas der vielen Leiden der Welt vollständig, als wären sie alle im Unentstandenen, in der höchsten Wirklichkeit, verankert.
Zu allen unzähligen und unvorstellbar vielen Wohnstätten aller Buddhas – er reist zu all ihren Versammlungen und erweist ihnen seine Ehrerbietung,
und dient stets als höchster Führer, der die Tatha Gatas nach den Gelübden und dem Verhalten der Bodhisattvas befragt.
Sein Geist erinnert sich immer an die Buddhas der zehn Himmelsrichtungen, doch er findet keinen Bezugspunkt und nichts, woran er sich festhält.
Er ermutigt die Wesen beständig, Wurzeln der Güte zu pflanzen, um ihr Land zu schmücken und ihre Läuterung zu ermöglichen.
Mit seinem ungetrübten Blick betrachtet er alle Wesen in allen Stadien der drei Daseinsbereiche und erkennt so klar all ihre unzähligen und grenzenlosen Gewohnheiten, Wesenheiten, Fähigkeiten und Erkenntnisse.

434

Er kennt alle Geisteszustände der Wesen vollständig, und spricht daher im Einklang mit dem, was für sie angemessen ist, den Dharma zu verkünden.
Er besitzt ein tiefes Verständnis für alle Formen und Reinheiten, und ermöglicht es ihnen so, diese zu entwickeln und zu korrigieren und den Pfad zu beschreiten.
Der Bodhisattva ist imstande, in nur einem einzigen Augenblick des Geistes alle unzähligen und unzählbaren Samādhis zu erfassen und souveräne Meisterschaft in der geschickten und vollständigen Erkenntnis aller ihrer Wahrnehmungen, ihres Wissens und ihrer Aufmerksamkeitsgegenstände zu erlangen.
Der Bodhisattva erlangt diese umfassende Weisheit, schreitet schnell und ungehindert dem Bodhi entgegen, und, im Wunsch, den vielen Arten von Wesen zu helfen, verbreitet er den Dharma des großen Mannes an immer neuen Orten.
Er kennt die Welten und sowohl die langen als auch die kurzen Kalpas, die nur einen Monat, einen halben Monat oder einen Tag und eine Nacht dauern, kennt die Unterschiede zwischen den Ländern ebenso wie ihre gemeinsame Natur, und indem er sie stets fleißig betrachtet, ist er niemals nachlässig.
Er reist überall hin, um alle Welten der zehn Himmelsrichtungen zu besuchen, und bleibt dennoch frei von jeglicher Bevormundung einer Region oder eines Ortes.
Er reinigt alle Länder ohne Ausnahme, und hat dennoch nie Unterschiede hinsichtlich ihrer Reinheit gemacht.
Was ist möglich und was nicht, was Wesen betrifft, sowie die unterschiedlichen Folgen ihrer karmischen Taten – indem er solchen Überlegungen nachgeht, ergründet er die Kräfte der Buddhas und erkennt so all diese Dinge vollständig.
Alle verschiedenen Arten von Naturen in allen Welten, alle verschiedenen Arten von Praktiken derer, die in den drei Daseinsbereichen weilen, und ihre scharfen, mittleren und niederen Fähigkeiten – all diese Dinge betrachtet er eingehend.
Alle ihre verschiedenen Arten von reinem und unreinem Verständnis, ob ​​hoch, nieder oder mittel – er sieht sie alle klar.
Die Ziele der von allen Wesen verfolgten Praktiken und ihre Kontinuität innerhalb der drei Daseinsbereiche – er vermag sie alle zu erklären.
Die Dhyāna-Versenkungen, Befreiungen und Samādhis, die Unterschiede im Entstehen unreiner oder reiner Ursachen, und die Unterschiede in Leiden und Glück aufgrund früherer Leben – durch die reine Kultivierung der Kräfte des Buddha vermag er sie alle zu erkennen.
Die Kontinuität des Karmas und der Leiden der Wesen in allen Schicksalen, die Schwere dieser Kontinuität in den Schicksalen, das Erreichen der Erlösung, das ewige Nicht-Entstehen der vielen Dharmas der Verunreinigungen oder ihrer Samen der gewohnheitsmäßigen Neigungen – er kennt sie alle vollständig.

435

Der Tathā gata hat alle Leiden vollständig beseitigt.
Das Licht seiner großen Weisheit erleuchtet die Welt.
Obwohl der Bodhisattva die Verwirklichung der zehn Kräfte des Buddha noch nicht erlangt hat, ist er dennoch frei von jeglichen Zweifeln daran.
In nur einer einzigen Haarpore kann der Bodhisattva die unzähligen Kṣetras der zehn Himmelsrichtungen offenbaren.
Manche sind mit Schriftrollen bedeckt, manche rein.
Er versteht vollständig, wie sie durch verschiedene Handlungen erschaffen werden.
In nur einem einzigen Atom befinden sich unzählige Kṣetras, unzählige Buddhas und Söhne des Buddha.
Alle Kṣetras sind jeweils einzigartig und frei von jeglicher Unordnung oder Vermischung.
Wie bei einem einzigen, so sieht er sie alle klar.
In nur einer einzigen Haarpore sieht er in alle zehn Richtungen alle Welten im gesamten Reich des leeren Raums, in dem es keinen einzigen Ort ohne einen Buddha gibt.
Alle Buddha-Kṣetras dieser Art sind vollkommen rein.
In einer einzigen Haarpore sieht er die Buddha-Kṣetras und auch all ihre Wesen.
In den sechs Schicksalen und drei Zeiten ist jeder von ihnen anders, denn in einem Tag und einer Nacht oder einem Monat können sie gebunden oder befreit sein.
Solche weisen, hochbegabten Bodhisattvas wie diese, die mit fokussiertem Geist dem Zustand des Dharma-Königs entgegenstreben, verfolgen Betrachtungen über den Zustand, in dem die Buddhas weilen, und erlangen dadurch grenzenlose, große Freude.
Die unzähligen Koṭīs der Teilungskörper des Bodhisattva, bringen allen Tatā-Gatas Opfergaben dar.
Seine Manifestationen überragenden Wissens sind unvergleichlich erhaben.
So vermag er im Wirkungsbereich des Buddha zu weilen.
In Gegenwart all der unzähligen Buddhas strebt er stets nach Wahrheit, taucht ein in die Fülle ihrer Dharma-Schätze, sieht die Buddhas, hört den Dharma und übt sich eifrig in der Kultivierung.
So ist die Freude seines Geistes gleich dem Genuss des Elixiers der Unsterblichkeit.
Er hat bereits die höchste Samādhi des Tatha gata erlangt, hat die Dharmas geschickt durchdrungen und seine Weisheit vertieft, hat einen Glauben gefestigt, so unerschütterlich wie der Berg Sumeru, und dient allen Wesen als Quelle verdienstvoller Eigenschaften.
Da sein gütiger Geist unermesslich ist, erstreckt er sich auf alle Wesen, sodass er wünscht, dass sie alle bald das Allwissen erlangen.

436

Dennoch ist er stets frei von Anhaftungen, hat nichts, wovon er abhängig ist, und hat höchste Meisterschaft erlangt, indem er alle Leiden abgelegt hat.
Mit tiefem Mitgefühl für alle Wesen und unermesslicher Weisheit umschließt er sie alle und betrachtet sie als seinesgleichen.
Er erkennt, dass sie alle leer, zeichenlos und ohne Wirklichkeit sind, und hält dennoch an seinem Entschluss fest, ohne ihn schwinden oder zurückweichen zu lassen.
Das Maß des Verdienstes des Bodhisattva, diesen Entschluss zu erwecken, könnte selbst in einem Koti von Kalpas nicht vollständig dargelegt werden, denn er ist es, der alle Tatha Gatas hervorbringt, und alles Glück, das Pratyekabuddhas oder Śrā Vaka-Schüler erfahren.
Wenn er unzählige Kalpas lang allen Wesen Frieden schenkte, in den Ländern der zehn Himmelsrichtungen, und sie ermutigte, die fünf Gebote, die zehn Wege guten karmischen Handelns, die vier Dhyānas, die vier gleichen Geisteszustände275 und die Stufen der Versenkung zu befolgen, und wenn er über viele Kalpas hinweg auch Glück [allen Wesen] schenkte, indem er sie befähigte, alle Illusionen zu durchbrechen und die Arhatschaft zu erlangen, so wäre die daraus resultierende Verdienstansammlung zwar unermesslich, könnte sie sich jedoch nicht mit seinem Verdienst vergleichen, den er durch den Entschluss gefasst hatte.
Wenn er auch die Koṭīs der Versammlungen lehrte, Pratyekabuddhas zu werden, und den erhabenen Pfad der Praxis der Streitlosigkeit zu erlangen, und man dies mit dem Verdienst vergleichen würde, den Entschluss zu fassen, Bodhi zu erlangen, könnte dennoch keine Berechnung oder Analogie rinen Vergleich ermöglichen.
Wenn man in einem Augenblick so viele Kṣetras durchschreiten könnte, wie ein Kṣetra Atome enthält, und dies unzählige Kalpas lang fortsetzen könnte, ließe sich die Anzahl der durchschrittenen Kṣetras dennoch berechnen.
Doch der Wert dieses Entschlusses bliebe unergründlich.
Die Anzahl aller Kalpas in Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart ist grenzenlos und unermesslich, doch ihre Anzahl ließe sich erkennen.
Dennoch kann niemand den Wert des Entschlusses ergründen.
Denn der Bodhi-Geist durchdringt die zehn Richtungen, kennt alle Unterscheidungen in ihnen, begreift alle drei Zeitebenen in einem einzigen Augenblick und hilft unzähligen Wesen.
Obwohl man die Wünsche, das Verständnis, die geeigneten Mittel und die geistigen Handlungen aller Wesen in den Welten der zehn Himmelsrichtungen ergründen könnte, wäre der Verdienst der Entschlossenheit dennoch schwer zu messen.
Die Gelübde des Bodhisattva entsprechen den zehn Himmelsrichtungen, und sein gütiger Geist erstreckt sich überall hin auf alle Wesen, denen er es ermöglicht, die Eigenschaften des Buddha zu entwickeln und zu verwirklichen. Aus diesen Gründen sind seine Kräfte vollkommen grenzenlos.

437

Die Wünsche, das Verständnis, die Geisteshaltungen, die Fähigkeiten, die geeigneten Mittel und die Praktiken der Wesen unterscheiden sich alle.
Er vermag sie alle in einem einzigen Augenblick des Geistes vollständig zu erkennen, mit einem Geist, der dem eines Wesens gleicht, das die Weisheit allen Wissens besitzt.
Die verblendeten Handlungen aller Wesen setzen sich ununterbrochen in den drei Daseinsbereichen fort.
Obwohl deren Grenzen noch erkennbar sein mögen, ist der Verdienst des Entschlusses unermesslich.
Durch den Entschluss kann man Karma und Leiden aufgeben und dann allen Tatha-Gatas Opfergaben darbringen.
Nachdem man Karma und Verblendungen aufgegeben hat, wird ihre Kontinuität unterbrochen, woraufhin man in allen drei Zeitepochen Befreiung erlangt.
Man könnte in einem einzigen Augenblick unzähligen Buddhas Opfergaben darbringen und auch unzähligen Wesen,
indem man ihnen allen Weihrauch, Blumen und prächtige Gebetsketten darbringt, Juwelenbanner, Wimpel, Baldachine, überaus feine Gewänder, erlesene Speisen, juwelenbesetzte Throne, Orte für die Gehmeditation,
verschiedene Paläste, alle mit feinem Schmuck verziert, wunderbare und kostbare Vairocana-Juwelen,
und Mani-Wunschperlen, die blendendes Licht ausstrahlen, und diese Opfergaben in jedem folgenden Augenblick fortsetzen, über unzählige, unvorstellbar lange Kalpas hinweg.
Obwohl das angesammelte Verdienst dieser Person immer größer würde, könnte es niemals mit dem immensen Verdienst des gefassten Entschlusses mithalten.
Unter all den vielen verschiedenen Analogien, die man anführen könnte, gibt es keine, die mit dem Entschluss vergleichbar wäre, Bodhi zu erlangen, denn alle, die unter den Menschen der drei Zeiten am meisten verehrt werden, entstanden aus eben diesem Entschluss.
Der Verdienst dieses Entschlusses ist ungetrübt und grenzenlos.
Würde man sein volles Ausmaß ergründen wollen, könnte man es niemals finden, denn wer geschworen hat, die Weisheit des Allwissens zu erlangen, ist dazu verpflichtet, alle Wesen für immer zu befreien.
Die Weite dieses Entschlusses entspricht dem gesamten Raum, und er bringt alle verdienstvollen Eigenschaften hervor, die dem Dharma-Bereich gleichkommen.
Seine allgegenwärtigen Praktiken sind dieselben, nicht anders.
Er löst sich für immer von den vielen Anhaftungen und wird einem Buddha gleich.
Es gibt keines der Tore zum Dharma, das er nicht betritt.
Er wird fähig, alle Länder zu bereisen, erlangt ein tiefes Verständnis des gesamten Wissens, und vollendet alle verdienstvollen Eigenschaften.

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Er ist unermüdlich in seiner Fähigkeit, alles loszulassen, reinigt alle Arten moralischer Gebote, befreit sich von allen Anhaftungen, erfüllt vollkommen die unübertroffenen großen Verdiensten, und weicht, stets fleißig und kraftvoll, niemals zurück.
Er versinkt in tiefe Dhyāna-Versenkungen und sinniert unaufhörlich, was alles der Sphäre der unermesslichen Weisheit entspricht.
Dies ist die höchste Grundlage des Bodhisattva, aus der alle Pfade Samantabhadras entspringen.
Von allen Tathagatas in den drei Zeitepochen ist keine demjenigen, der den ersten Entschluss fasst, nicht schützend gesinnt.
Alle helfen ihm mit den Schmuckstücken der Samādhis und Dhāraṇīs, und den durch das spirituelle Überwissen bewirkten Transformationen.
Die Wesen in den zehn Himmelsrichtungen sind unermesslich.
So ist es auch mit allen Welten und dem Reich des leeren Raums. Die Unermesslichkeit des Entschlusses übertrifft selbst jene.
Er vermag daher alle Buddhas hervorzubringen.
Der Entschluss, Bodhi zu erlangen, ist die Wurzel der zehn Kräfte und auch die Wurzel der vier Arten von Beredsamkeit und Furchtlosigkeit.
Dasselbe gilt für die achtzehn einzigartigen Dharmas.
Keines davon wird nicht durch den Entschluss erlangt.
Die Körper der Buddhas, geschmückt mit den physischen Zeichen, sowie ihr identischer, wunderbarer Dharma-Körper,
und die Weisheit und Losgelöstheit derer, die der Opfergaben würdig sind – dies alles wird durch den Entschluss erlangt.
Alle Glückseligkeit, die mit den formvollendeten Dhyā- und Samā-Dhis verbunden ist, der Pratyekabuddha- und Śrā-Vaka-Fahrzeuge, sowie die mit den formlosen Samādhis verbunden ist.
Dies alles wird durch den Entschluss erlangt.
Von allen frei erworbenen Freuden der Menschen und Devas, den vielfältigen Freuden in allen Daseinsbereichen und den vielen anderen Freuden, die aus der Kraft und Konzentration der Wurzeln und Kräfte entspringen, gibt es keine, die nicht auf dem gefassten Anfangsbeschluss beruht.
Durch das Aufbringen dieses umfassenden Entschlusses, ist man in der Lage, die sechs Vollkommenheiten zu entwickeln, und andere Wesen zu rechtem Handeln zu ermutigen, wodurch sie Glück in den drei Daseinsbereichen erlangen.
Er verweilt in der ungetrübten, wahren Weisheit Buddhas, enthüllt und erklärt alle wunderbaren karmischen Werke und vermag so unzählige Wesen, alles trügerische Karma abzulegen und dem Nirvana entgegenzugehen.

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Das Licht seiner Weisheit gleicht dem hellen Schein der Sonne, seine vollkommene Erfüllung der vielfältigen Praktiken gleicht dem Vollmond, sein unerschöpflicher Reichtum an verdienstvollen Eigenschaften gleicht einem weiten Ozean, und seine ungetrübte, makellose Reinheit gleicht dem leeren Raum.
Überall legt er Gelübde mit grenzenlosen verdienstvollen Eigenschaften ab und schenkt allen Wesen Glückseligkeit.
Bis in alle Ewigkeit übt er gemäß seinen Gelübden und ist stets eifrig darin, die Befreiung der Wesen zu fördern.
Mit seinen unzähligen, unvorstellbar großen Gelübden gelobt er, allen Wesen die Erlangung von Reinheit zu ermöglichen.
Durch Leerheit, Zeichenlosigkeit und Wunschlosigkeit ist er von nichts abhängig, doch durch die Kraft der Gelübde werden all diese Dinge klar offenbart.
Er weiß genau, dass die Dharmas ihrem Wesen nach dem Raum gleichen, und dass sie alle ruhen und daher alle gleich sind.
Die unzähligen und unbeschreiblichen Tore zum Dharma – er lehrt sie Wesen ohne Anhaftung.
Alle Tatha Gatas in den Welten der zehn Himmelsrichtungen preisen jene, die den ersten Entschluss fassen.
Dieser Entschluss ist mit unermesslich verdienstvollen Eigenschaften geschmückt, durch die er es ermöglicht, das ferne Ufer zu erreichen, wie der Buddha.
Selbst wenn man seine verdienstvollen Eigenschaften für Kalpas beschriebe, so zahlreich wie alle Wesen, könnte man sie niemals vollständig erfassen.
Weil es zum Verweilen im großen Clan der Tatha Gatas führt, gibt es in den drei Daseinsbereichen keinen Dharma, der ihm gleichkäme.
Wer den Dharma aller Buddhas erkennen will, sollte schnell den Entschluss fassen, Bodhi zu erlangen.
Dieser Entschluss ist die erhabenste aller verdienstvollen Eigenschaften, denn durch ihn erlangt man gewiss die uneingeschränkte Weisheit eines Tatha Gatas.
Man könnte die Gedanken und Handlungen aller Wesen zählen.
Ebenso könnte man dies mit den Atomen aller Länder tun.
Oder vielleicht könnte man die Grenzen des leeren Raums messen.
Dennoch könnte niemand den Wert dieses Entschlusses ergründen.
Er lässt alle Buddhas der drei Zeitalter entstehen, begründet alle Formen des Glücks in allen Welten,
mehrt alle höchsten verdienstvollen Eigenschaften und beseitigt für immer alle Zweifel.
Er enthüllt alle wunderbaren Sphären der Erfahrung, befreit einen gänzlich von allen Hindernissen, bewirkt die vollständige Entwicklung aller reinen Kshatras und lässt die Weisheit aller Tatha Gatas entstehen.

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Wer alle Buddhas in den zehn Himmelsrichtungen sehen möchte, wer den unerschöpflichen Schatz an verdienstvollen Eigenschaften weitergeben möchte, und wer alles Leid und alle Qualen der Wesen auslöschen möchte, sollte rasch den Entschluss fassen, Bodhi zu erlangen.

Ende von Kapitel 17

  • Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org. (Der Text von cttbusa ist allerdings länger)

Literatur