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== Übersetzung ==
== Übersetzung ==

Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 23:38 Uhr

"Verhaltensregeln" ist das Kapitel 11 des Avatamsaka Sutra.

Übersetzung

Zu jener Zeit fragte der Bodhisattva der Höchsten Weisheit Mañjuśrī:

O Sohn des Buddha, wie erlangt ein Bodhisattva makelloses physisches, verbales und mentales Karma? Wie erlangt er harmloses physisches, verbales und mentales Karma? Wie erlangt er tadelloses physisches, verbales und mentales Karma? Wie erlangt er unzerstörbares physisches, verbales und mentales Karma? Wie erlangt er irreversibles physisches, verbales und mentales Karma? Wie erlangt er unerschütterliches physisches, verbales und mentales Karma? Wie erlangt er außergewöhnlich überlegenes physisches, verbales und mentales Karma? Wie erlangt er reines physisches, verbales und mentales Karma? Wie erlangt er unbeflecktes physisches, verbales und mentales Karma? Wie erlangt er von Weisheit geleitetes physisches, verbales und mentales Karma?

Wie erlangt er Erfüllung im Geburtsort, Erfüllung in der Abstammung, Erfüllung im Clan, Erfüllung in der physischen Form, Erfüllung in den körperlichen Merkmalen, Erfüllung im Denken, Erfüllung in der Intelligenz, Erfüllung im Handeln, Erfüllung in der Furchtlosigkeit und Erfüllung im Erwachen?
Wie erlangt er höchste Weisheit, vornehmste Weisheit, die überlegenste Weisheit, die höchste Weisheit, unermessliche Weisheit, unermessliche Weisheit, unvorstellbare Weisheit, unvergleichliche Weisheit, unermessliche Weisheit und unaussprechliche Weisheit? Wie erlangt er Wirkungsmacht, die Kraft des Strebens, die Kraft der geschickten Mittel, die Kraft der Bedingungen, die Kraft der objektiven Bedingungen, die Kraft der Wurzeln, die Kraft der Kontemplation, die Kraft der Śamatha, die Kraft der Vipaśyanā und die Kraft der Reflexion?

Wie erlangt er geschickte Mittel im Zusammenhang mit den Aggregaten, geschickte Mittel im Zusammenhang mit den Sinnesbereichen, geschickte Mittel im Zusammenhang mit den Sinnesgrundlagen, geschickte Mittel im Zusammenhang mit dem bedingten Entstehen, geschickte Mittel im Zusammenhang mit dem Begehrensbereich, geschickte Mittel im Zusammenhang mit dem Formbereich, geschickte Mittel im Zusammenhang mit dem formlosen Bereich, geschickte Mittel im Zusammenhang mit der Vergangenheit, geschickte Mittel im Zusammenhang mit der Zukunft und geschickte Mittel im Zusammenhang mit der Gegenwart?

314

Wie erlangt er die geschickte Kultivierung des Achtsamkeits-Erleuchtungsfaktors, des Dharma-Auswahl-Erleuchtungsfaktors, des Kraft-Erleuchtungsfaktors, des Freude-Erleuchtungsfaktors, des Geistesflexibilitäts-Erleuchtungsfaktors, des Konzentrations- Erleuchtungsfaktors, des Gleichmut-Erleuchtungsfaktors und der Leerheit-Natur, Zeichenlosigkeit und Wunschlosigkeit?
Wie erlangt er die vollkommene Erfüllung der Praxis von dāna pāramitā, śīla pāramitā, kṣānti pāramitā, vīrya pāramitā, dhyāna pāramitā , und prajñā pāramitā und erfüllt gleichzeitig die Praxis von Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut vollkommen?

Wie erwirbt er: die Weisheitskraft des Wissens um das, was sein kann und was nicht sein kann; die Weisheitskraft des Wissens um die karmischen Vergeltungswirkungen der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart; die Weisheitskraft des Wissens um die Überlegenheit und Unterlegenheit der Fähigkeiten; die Weisheitskraft des Wissens um die vielen verschiedenen Daseinsbereiche; die Weisheitskraft des Wissens um die vielen verschiedenen Arten des Verstehens; die Weisheitskraft des Wissens um alle Schicksale, zu denen alle Wege führen; die Weisheitskraft des Wissens um Unreinheit und Befleckung in Verbindung mit den Dhyanas, den Befreiungen und den Samadhis; die Weisheitskraft der Erinnerung an vergangene Leben; die Weisheitskraft des ungetrübten himmlischen Auges; und die Weisheitskraft der Trennung aller karmischen Neigungen?
Wie erlangt er den ständigen Schutz, die Verehrung und die Opfergaben der Deva-Könige, der Drachenkönige, der Yaksha-Könige, der Gandharva-Könige, der Asura-Könige, der Garuda-Könige, der Kiṃ-Nara-Könige, der Mahoraga-Könige, der Menschenkönige und der Brahma-Himmelskönige?

Wie wird er für alle Wesen zu dem, auf den sie sich verlassen, ihrem Retter, ihrer Zuflucht, ihrem Schicksal, ihrer Fackel, ihrem Licht, ihrer Erleuchtung, ihrem Führer, ihrem höchsten Führer und ihrem universellen Führer?

Wie wird er unter allen Wesen der Erste, der Größte, der Höchste, der Allerhöchste, der Wunderbare, der letztendlich Wunderbare, der Überlegene, der Unübertreffliche, der Unvergleichliche und der Unvergleichliche?
Zu jener Zeit sprach der Bodhisattva Mañjuśrī zum Bodhisattva der Höchsten Weisheit: Wahrlich gut! O Sohn des Buddha, weil du nun vielen Gutes tun, vielen Frieden und Sicherheit schenken, der Welt Mitleid entgegenbringen und sowohl den Devas als auch den Menschen Nutzen und Glück bringen willst, hast du nach dem Sinn solcher Dinge gefragt.

315

Sohn des Buddha, wenn Bodhisattvas ihren Geist geschickt einsetzen:
Sie werden jede Art von höchst wunderbarer verdienstvoller Eigenschaft erlangen;
Ihr Geist wird ungehindert in den Lehren aller Buddhas sein;
Sie werden auf dem Pfad aller Buddhas der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart verweilen;
Sie werden im Einklang mit den Wesen leben und sie niemals verlassen;
Sie werden ein tiefes Verständnis aller Dinge erlangen, das dem wahren Wesen der Lehren entspricht;
Sie werden alles Böse ausmerzen und die vielen Arten des Guten vollständig erfüllen;
Sie werden Samantabhadra gleichen und in ihrer Erscheinung vornehm sein;
Sie werden alle Praktiken und Gelübde vollständig erfüllen;
Sie werden keine Lehre haben, in der sie nicht höchste Meisterschaft erlangen; und
Sie werden ein zweiter Führer für die Wesen werden.

Sohn des Buddha, wie sollen sie ihren Geist gebrauchen, damit sie jede Art von höchst wunderbarer, verdienstvoller Eigenschaft erlangen können?
Sohn des Buddha: Wenn der Bodhisattva im häuslichen Leben weilt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen erkennen, dass das häusliche Leben von Natur aus leer ist und sich seinen Zwängen entziehen.“
Wenn er seinen Eltern dient, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen dem Buddha geschickt dienen und alle Wesen beschützen und nähren.“ Wenn er mit seiner Frau und seinen Kindern zusammen ist, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen Feinde und Vertraute gleich behandeln und für immer auf Begierden basierende Anhaftungen aufgeben.“
Wenn er die Objekte der fünf Arten von Begierde erlangt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen den Pfeil der Begierde herausziehen und den höchsten Frieden und die höchste Sicherheit erlangen.“

316

Wenn er sich in geselliger Runde mit musikalischer Unterhaltung befindet, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen ihre Freude im Dharma finden und erkennen, dass solche Unterhaltungen unwirklich sind.“
Wenn er im Palast oder zu Hause ist, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen das Gelände der Aryas betreten und sich für immer von befleckenden Begierden befreien.“
Beim Anlegen der Gebetskette, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen falschen Schmuck ablegen und die Stufe der wahren Wahrheit erreichen.“ Beim Besteigen eines Turms, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen den Turm des rechten Dharma erklimmen und eine durchdringende Sicht auf alles entwickeln.“
Wenn er etwas gibt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen fähig werden, alles loszulassen und einen Geist erlangen, der völlig frei von lieblichen Anhaftungen ist.“

Wenn er sich mit einer Versammlung trifft, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen die vielen angesammelten Dharmas aufgeben und allwissend werden.“
Wenn er sich in gefährlichen Schwierigkeiten befindet, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen in allem, was sie sich wünschen, souveräne Meisterschaft erlangen und in allem, was sie praktizieren, ungehindert sein.“
Wenn er das häusliche Leben aufgibt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen keine Hindernisse beim Verlassen des häuslichen Lebens haben und einen befreiten Geist erlangen.“
Wenn er ein Sangha-Haus betritt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen über die vielen verschiedenen Themen sprechen und frei von Zwietracht und Streit sein.“
Wenn er ältere oder jüngere Lehrer trifft, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen ihren Lehrern und Älteren geschickt dienen und gute Dharmas praktizieren.“

317

Wenn er um die Erlaubnis bittet, das weltliche Leben zu verlassen, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen die unumkehrbaren Lehren erlangen und einen ungetrübten Geist entwickeln.“
Wenn er die Kleidung des Laien ablegt, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen eifrig die Wurzeln der Güte pflegen und das Joch karmischer Verfehlungen abwerfen.“
Wenn er sich Bart und Haare abrasiert, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen für immer die Leiden ablegen und die höchste Ruhe erreichen.“ Wenn er das Kaśāya-Gewand anlegt, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen einen Geist frei von Befleckungen haben und den Pfad des Großen Rishi vollenden.“
Wenn er das weltliche Leben tatsächlich verlässt, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen das weltliche Leben mit dem Buddha verlassen und alle Wesen erlösen.“

Wenn er Zuflucht zum Dharma nimmt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen tief in den Schatz der Schriften und Weisheit erlangen, so unermesslich wie der Ozean.“
Wenn er Zuflucht zum Sangha nimmt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen sich vereinen, um die große Versammlung zu leiten, in der jeder frei von gegenseitigen Hindernissen ist.“
Wenn er die Gebote annimmt und darin übt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen die moralischen Gebote gründlich studieren und keine der vielen Arten von Übeltaten begehen.“
Wenn er von einem Acarya Unterweisungen empfängt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen das ehrfurchtgebietende Verhalten vollenden und mögen all ihre Handlungen aufrichtig sein.“

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Beim Empfangen der Unterweisung eines Upādhyāya, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen in die Weisheit des Ungeborenen eingehen und den Zustand der Unabhängigkeit erreichen.“
Beim Befolgen der vollständigen Gelübde, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen mit allen geschickten Mitteln ausgestattet werden und das höchste Dharma erlangen.“
Beim Betreten der Halle, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen in die unübertreffliche Halle aufsteigen und in unerschütterlicher Stille friedvoll verweilen.“
Beim Ausbreiten seines Bettes oder Sitzes, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen die guten Dharmas öffnen und verbreiten und das Wesen der Wirklichkeit erkennen.“
Beim Aufrichten und Hinsetzen, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen auf dem Sitz des Bodhi sitzen mit einem Geist frei von Anhaftungen.“

Beim Einnehmen des Lotussitzes sollte er geloben: „Mögen alle Wesen feste Wurzeln der Güte besitzen und den Grund der Unerschütterlichkeit erreichen.“
Beim Üben meditativer Konzentration sollte er geloben: „Mögen alle Wesen ihre Gedanken durch Konzentration bezwingen und schließlich ohne Rest das Nirvana erreichen.“
Beim Üben meditativer Kontemplation sollte er geloben: „Mögen alle Wesen die Dinge nach wahren Prinzipien sehen und für immer frei von Zwietracht und Streit bleiben.“
Beim Aufstehen aus dem Lotussitz sollte er geloben: „Mögen alle Wesen alle formgebenden Dharmas als vergänglich und vergänglich betrachten.“ Immer wenn er aufsteht, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen einen Geist haben, der Befreiung erlangt und fest in einem unerschütterlichen Zustand steht.“

319

Immer wenn er seinen Fuß hebt, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen dem Ozean des Samsara entkommen und alle guten Dharmas erlangen.“ Beim Anlegen des unteren Gewandes, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen sich mit Wurzeln der Güte kleiden und das Schamgefühl und die Furcht vor Tadel vervollkommnen.“
Beim Richten des Gewandes und Binden des Gürtels, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen ihre Wurzeln der Güte zusammenbinden und nicht zulassen, dass sie sich zerstreuen oder verloren gehen.“
Beim Anlegen des oberen Gewandes, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen höchste Wurzeln der Güte erlangen und das ferne Ufer des Dharma erreichen.“
Beim Anlegen des Samghati-Gewandes, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen die höchste Position erreichen und das Dharma der Unbeweglichkeit verwirklichen.“

Wenn er den Weidenzweig ergreift, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen den wunderbaren Dharma erlangen und den Zustand höchster Reinheit erreichen.“
Beim Kauen des Weidenzweigs sollte er schwören: „Mögen alle Wesen ihren Geist schulen und reinigen und alle Leiden überwinden.“ Beim Stuhlgang oder Wasserlassen sollte er schwören: „Mögen alle Wesen Gier, Hass und Verblendung vertreiben und sich von den Folgen karmischer Vergehen befreien.“
Nachdem er diese Dinge erledigt hat und Wasser holt, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen schnell fortschreiten und in die weltenübergreifenden Dharmas eintreten.“
Beim Waschen des Körpers sollte er schwören: „Mögen alle Wesen rein und harmonisch werden und letztlich frei von Verunreinigungen sein.“

320

Beim Händewaschen mit Wasser sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesen reine Hände haben, mit denen sie den Dharma des Buddha annehmen und bewahren können.“
Beim Gesichtwaschen mit Wasser sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesen die Tore des Dharma zur Reinheit erlangen und für immer frei von Unreinheit sein.“
Beim Ergreifen des Stabes mit dem Zinnkopf sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesen große Versammlungen abhalten, die dem Geben gewidmet sind und den Weg offenbaren, der der Wirklichkeit entspricht.“
Beim Halten der Almosenschale sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesen Gefäße des Dharma werden, die die Gaben von Göttern und Menschen empfangen.“
Beim Betreten eines Weges sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesen den Weg des Buddha beschreiten und die Stufe der Unabhängigkeit erreichen.“ Wenn man sich auf einem Pfad befindet, sollte man schwören: „Mögen alle Wesen den Pfad des Buddha zum Dharma ohne Makel praktizieren können.“
Beim Betreten eines Weges, sollte man schwören: „Mögen alle Wesen im reinen Dharma-Bereich wandeln mit einem Geist frei von Hindernissen.“
Wenn man einen aufsteigenden Weg sieht, sollte man schwören: „Mögen alle Wesen für immer die drei Daseinsbereiche verlassen und einen Geist frei von Furcht und Schwäche haben.“
Wenn man einen absteigenden Weg sieht, sollte man schwören: „Mögen alle Wesen einen demütigen und ehrfürchtigen Geist haben und die Wurzeln der Güte eines Buddha in sich tragen.“
Wenn man einen gewundenen Weg sieht, sollte man schwören: „Mögen alle Wesen falsche Wege verlassen und sich für immer von bösen Ansichten befreien.“

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Beim Anblick einer geraden Straße sollte er geloben: „Mögen alle Wesen einen aufrichtigen und geraden Geist haben und frei von Schmeichelei und Täuschung sein.“
Beim Anblick einer staubigen Straße sollte er geloben: „Mögen alle Wesen sich vom Staub lösen und das reine Dharma erlangen.“
Beim Anblick einer staubfreien Straße sollte er geloben: „Mögen alle Wesen stets großes Mitgefühl üben und einen strahlend freundlichen Geist haben.“
Beim Anblick einer gefährlichen Straße sollte er geloben: „Mögen alle Wesen im Bereich des rechten Dharma weilen und karmische Verfehlungen und Schwierigkeiten hinter sich lassen.“
Beim Anblick einer versammelten Gemeinde sollte er geloben: „Mögen alle Wesen den tiefgründigen Dharma erörtern und in Harmonie zusammenleben.“ Beim Anblick eines großen Baumes198 sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesenselbstsüchtige und streitsüchtige Gedanken ablegenund frei von Zorn und Hass bleiben.“
Beim Anblick eines Waldes sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesen der Verehrung von Göttern und Menschen gleichermaßen würdig werden.“
Beim Anblick eines hohen Berges sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesen Wurzeln der Güte besitzen, die die anderer so sehr übertreffen, dass niemand ihren Gipfel erreichen kann.“
Beim Anblick von Dornenbäumen sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesen schnell Erfolg darin haben, die Dornen der drei Geistesgifte abzuschneiden.“
Beim Anblick von Bäumen mit üppigem Laub sollte er das Gelübde sprechen: „Mögen alle Wesen im Schatten der Befreiung stehen, die durch meditative Konzentration erlangt wird.“

322

Beim Anblick einer sich öffnenden Blume sollte er geloben: „Möge das spirituelle Wissen aller Wesen und alle anderen spirituellen Lehren ebenso erblühen wie die Blumen.“
Beim Anblick von Blüten an den Bäumen sollte er geloben: „Mögen alle Wesen die vielen blütenähnlichen Zeichen besitzen und alle zweiunddreißig Merkmale in sich tragen.“
Beim Anblick von Früchten sollte er geloben: „Mögen alle Wesen die höchsten spirituellen Lehren erlangen und den Pfad zum Bodhi verwirklichen.“
Beim Anblick eines großen Flusses sollte er geloben: „Mögen alle Wesen in den Strom des Dharma eintauchen und in Buddhas Ozean der Weisheit fließen.“
Beim Anblick von Seen und Sümpfen sollte er geloben: „Mögen alle Wesen schnell zu Buddhas einzig wahrem Dharma erwachen.“

Beim Anblick eines Teiches sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen ihr verbales Karma vollständig erfüllen und fähig werden, den Dharma weise zu verkünden.“
Beim Anblick eines Brunnens, aus dem Wasser geschöpft wird, sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen die Vollkommenheit der Beredsamkeit erlangen und alle Dharmas verkünden.“
Beim Anblick einer sprudelnden Quelle sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen ihre geschickten Mittel weiterentwickeln und unerschöpfliche Wurzeln der Güte erlangen.“
Beim Anblick einer Straße über eine Brücke sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen alle Wesen umfassend befreien und dadurch wie eine Brücke wirken.“
Beim Anblick fließenden Wassers sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen heilsame Bestrebungen entwickeln und die Verunreinigungen der Verblendung abwaschen.“

323

Beim Anblick gepflegter Gärten sollte er geloben: „Mögen alle Wesen das Unkraut der Begierde aus dem Garten der fünf Arten von Begierde ausreißen.“
Beim Anblick eines Hains „kummerloser“ Bäume sollte er geloben: „Mögen alle Wesen für immer die Begierde aufgeben und niemals von Kummer oder Furcht heimgesucht werden.“
Beim Anblick eines Parks sollte er geloben: „Mögen alle Wesen alle Praktiken fleißig ausüben und dem Bodhi des Buddha näherkommen.“
Beim Anblick eines mit Schmuck geschmückten Menschen sollte er geloben: „Mögen alle Wesen sich mit den zweiunddreißig Zeichen schmücken.“
Beim Anblick von Menschen ohne jeglichen Schmuck sollte er geloben: „Mögen alle Wesen jeden prunkvollen Schmuck ablegen und die Praxis der Dhū-Ta-Askese vollenden.“

Wenn er jene sieht, die an Vergnügungen hängen, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen sich am Dharma erfreuen und ihn mit solcher Inbrunst genießen, dass sie ihn niemals aufgeben.“
Wenn er jene sieht, die frei von Anhaftung an Vergnügungen sind, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen einen Geist haben, der keine Freude an bedingten Phänomenen findet.“
Wenn er jene sieht, die glücklich sind, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen immer Glück erlangen und Freude daran haben, dem Buddha Opfergaben darzubringen.“
Wenn er jene sieht, die von Leid und Angst geplagt sind, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen die grundlegende Weisheit erlangen, durch die sie die vielen Arten des Leidens auslöschen.“
Wenn er jene sieht, die frei von Krankheit sind, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen wahre Weisheit erlangen und für immer frei von der Angst der Krankheit bleiben.“
Wenn er jene sieht, die von Krankheiten geplagt sind, sollte er schwören:

324

Mögen alle Wesen die Leerheit und Ruhe des Körpers erkennen und die Dharmas der Zwietracht und des Streits aufgeben.“
Beim Anblick von Wesen mit besonders schönem Aussehen sollte er schwören: „Mögen alle Wesen immer reinen Glauben an die Buddhas und Bodhisattvas entwickeln.“
Beim Anblick von Wesen mit hässlichem Aussehen sollte er schwören: „Mögen alle Wesen sich davon abhalten, sich an unheilsamen Bestrebungen zu erfreuen und daran festzuhalten.“
Beim Anblick von Wesen, die Güte erwidern, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen die Güte der Buddhas und Bodhisattvas wertschätzen können.“
Beim Anblick von Wesen, die den Gütevollen den Rücken kehren, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen sich davon abhalten, jene zu bestrafen, die Böses getan haben.“

Beim Anblick eines Śramaṇa sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen zu den Höchsten unter denen gehören, die in Nachgiebigkeit und Ruhe geübt sind.“
Beim Anblick eines Brahmanen sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen stets Brahmacaryā 204 befolgen und alle Formen des Bösen meiden.“
Beim Anblick von Asketen sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen sich auf die Praxis der Askese verlassen und so die höchste Stufe der Verwirklichung erreichen.“
Beim Anblick von Menschen, die tugendhaftes Verhalten praktizieren, sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen in ihrem Entschluss und ihrer Praxis standhaft bleiben und niemals den Pfad zur Buddhaschaft verlassen.“
Wenn er jene sieht, die Rüstung tragen, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen stets den Schild der Güte tragen und dem Dharma entgegenstreben, der nicht von einem Lehrer abhängig ist.“
Wenn er jene sieht, die weder Rüstung noch Stäbe tragen, sollte er schwören:

325

Mögen alle Wesen für immer von allen unheilsamen karmischen Handlungen ablassen. Beim Anblick von Menschen, die sich in Lehrdiskussionen vertiefen, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen fähig werden, alle Verfechter abweichender Lehren endgültig zu besiegen.“
Beim Anblick von Menschen, die einem rechten Lebenserwerb nachgehen, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen einen reinen Lebenserwerb erlangen und nicht nur Ehrfurcht gebietendes Verhalten vortäuschen.“
Beim Anblick eines Königs, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen Könige des Dharma werden und das Rad des rechten Dharma beständig drehen.“
Beim Anblick eines Königssohnes, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen aus der Lehre des Dharma geboren werden und dadurch Söhne des Buddha werden.“
Beim Anblick von Ältesten, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen fähig werden, klare Urteile zu fällen und sich so von der Ausübung schlechter Dharmas fernhalten.“

Beim Anblick hoher Würdenträger, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen stets rechtes Bewusstsein bewahren und die vielen Arten des Guten praktizieren.“
Beim Anblick von Stadtmauern und dem umliegenden Gelände, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen starke Körper erlangen und einen Geist, der frei von Verblendung ist.“
Beim Anblick der Hauptstadt eines Königs, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen gemeinsam verdienstvolle Eigenschaften erwerben und einen Geist haben, der stets von freudiger Wonne erfüllt ist.“
Beim Anblick der Bewohner von Wäldern und Dschungeln, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen solchen werden, die es verdienen, von Göttern und Menschen gepriesen und geachtet zu werden.“
Beim Betreten eines Dorfes, um Almosen zu erbitten, sollte er schwören:

326

Mögen alle Wesen in die tiefgründige Welt des Dharma eingehen mit einem Geist, der frei von Hindernissen ist.“
Wenn er vor den Toren der Menschen steht, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen alle Tore des Dharma des Buddha durchschreiten.“
Wenn er bereits ein Haus betreten hat, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen erfolgreich in das Buddha-Fahrzeug eintreten, das in allen drei Zeitebenen dasselbe ist.“
Wenn er jene sieht, die nicht geben, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen niemals die Lehren der höchsten verdienstvollen Eigenschaften aufgeben.“
Wenn er jene sieht, die geben können, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen für immer fähig sein, das Leiden der drei elenden Daseinsformen zu überwinden.“

Wenn er eine leere Schale sieht, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen einen reinen Geist haben und frei von allen Leiden.“
Wenn er eine volle Schale sieht, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen alle guten Dharmas vollständig erfüllen.“
Wenn ihm von anderen Ehrerbietung erwiesen wird, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen alle Dharmas des Buddha ehrfürchtig praktizieren.“
Wenn ihm keine Ehrerbietung erwiesen wird, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen sich von der Ausübung unheilsamer Dharmas fernhalten.“
Wenn er jemanden sieht, der Scham empfindet, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen von Scham erfüllte Handlungen vollbringen und darauf achten, ihre Sinne zu bewahren.“
Wenn er jemanden sieht, der kein Schamgefühl besitzt, sollte er geloben:

327

Mögen alle Wesen die Schamlosigkeit ablegen und auf dem Pfad der großen Güte wandeln.“
Beim Genuss feiner Speisen sollte er geloben: „Mögen alle Wesen ihre Gelübde vollständig erfüllen und einen Geist frei von habgierigen Begierden haben.“
Beim Genuss einfacher Speisen sollte er geloben: „Möge kein Wesen den Geschmack aller Samādhis nicht erlangen.“
Beim Genuss weicher Speisen sollte er geloben: „Mögen alle Wesen von großem Mitgefühl erfüllt werden und einen sanften Geist haben.“
Beim Genuss grober und roher Speisen sollte er geloben: „Mögen alle Wesen einen Geist frei von befleckenden Anhaftungen haben, der weltliche Begierden abschneidet.“
Beim Essen sollte er geloben: „Mögen alle Wesen die Glückseligkeit des Dhyāna als Nahrung zu sich nehmen und mit Freude am Dharma erfüllt sein.“
Beim Kosten von Speisen, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen den höchsten Geschmack der Buddhaschaft erlangen und vollständig mit dem Elixier der Unsterblichkeit erfüllt werden.“
Nach dem Essen, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen alle ihre Bestrebungen erfolgreich vollenden und alle Lehren des Buddha vervollkommnen.“
Beim Lehren des Dharma, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen unendliche Beredsamkeit erlangen und die wesentlichen Lehren des Dharma weithin verkünden.“
Beim Verlassen eines Hauses, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen tief in die Weisheit des Buddha eintauchen und die drei Daseinsbereiche für immer transzendieren.“
Beim Betreten des Wassers, sollte er geloben:

328

Mögen alle Wesen allumfassendes Wissen erlangen und die Gleichheit der drei Zeitebenen verstehen.“
Beim Baden sollte er geloben: „Mögen alle Wesen frei von jeglicher Befleckung von Körper und Geist werden und innerlich wie äußerlich strahlend rein werden.“
Wenn er der brennenden Intensität der Sommerhitze ausgesetzt ist, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen die vielen Arten von Leiden ablegen und sie alle beenden.“
Wenn die Sommerhitze nachlässt und die Kühle einsetzt, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen den unübertroffenen Dharma verwirklichen und höchste Klarheit und Kühle erlangen.“
Beim Rezitieren der Schriften, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen den Lehren des Buddha folgen, sie vollständig verinnerlichen und sie niemals vergessen."
Wenn es ihm gelingt, den Buddha zu sehen, sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen unverstelltes Sehen erlangen und dadurch alle Buddhas sehen.“
Wenn er den Buddha eingehend betrachtet, sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen wie Samantabhadra werden, mit einem schönen und wohlgeschmückten Aussehen.“
Wenn er eine Buddha-Stupa sieht, sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen so verehrt werden wie eine Stupa und die Opfergaben von Göttern und Menschen empfangen.“
Wenn er ehrfürchtig eine Stupa betrachtet, sollte er das Gelübde ablegen: „Mögen alle Wesen von Göttern und Menschen gleichermaßen bewundert und verehrt werden.“
Wenn er sich ehrfürchtig vor einer Stupa verneigt, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen jene werden, bei denen kein Deva und kein Mensch den Scheitel ihres Hauptes sehen kann.“
Wenn er die Stupa in rechtsgerichteter Richtung umrundet, sollte er schwören:

329

Mögen alle Wesen frei von Handlungen bleiben, die dem entgegenstehen, und die Erkenntnis des Allwissens erlangen.“
Beim dreimaligen Umrunden der Stupa soll er geloben: „Mögen alle Wesen fleißig den Pfad zur Buddhaschaft beschreiten mit einem Geist, der frei von Trägheit bleibt.“
Beim Lobpreisen der verdienstvollen Eigenschaften des Buddha, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen alle verdienstvollen Eigenschaften vollständig erlangen und dadurch endlos gepriesen werden.“
Beim Lobpreisen der Zeichen und Eigenschaften des Buddha sollte er geloben: „Mögen alle Wesen den Körper eines Buddha vervollkommnen und das Dharma der Zeichenlosigkeit verwirklichen.“
Beim Waschen seiner Füße, sollte er geloben: „Mögen alle Wesen die Fähigkeit erlangen, sich durch spirituelle Kraft fortzubewegen und ungehindert überallhin gelangen.“
Wenn er zur rechten Zeit schlafen geht, sollte er schwören: „Mögen die Körper aller Wesen friedvoll und sicher sein und mögen ihre Geister unbewegt und ungestört bleiben.“
Beim Erwachen aus dem Schlaf, sollte er schwören: „Mögen alle Wesen zu allwissendem Wissen erwachen und in alle zehn Richtungen sehen können.“
Söhne Buddhas, wenn Bodhisattvas ihren Geist auf diese Weise gebrauchen, dann werden sie jede Art von höchst wunderbarer verdienstvoller Eigenschaft erlangen und wird so werden, dass er von keinem der Welten-Devas, Māras, Brahmanen, Gandharvas, Asuras und dergleichen oder von keinem der Śrāvaka-Schüler oder Pratyekabuddhas erschüttert werden kann.

  • Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org

Literatur