Verstehen der Dharma: Unterschied zwischen den Versionen
Adm1 (Diskussion | Beiträge) |
Adm1 (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 399: | Zeile 399: | ||
<div class="mw-collapsible" data-expandtext="{{int:collapsible-expand}}" data-collapsetext="{{int:collapsible-collapse}}"> | <div class="mw-collapsible" data-expandtext="{{int:collapsible-expand}}" data-collapsetext="{{int:collapsible-collapse}}"> | ||
<poem> | <poem> | ||
Weil er höchste Meisterschaft in der Beredsamkeit erlangt hat, spricht er den Dharma im Einklang mit den Neigungen anderer, sodass sein Vortrag ununterbrochen und fließend ist. | |||
Weil er höchste Meisterschaft in den Dhāraṇīs erlangt hat, offenbart er unmissverständlich den wahren Charakter der Dharmas. | |||
Weil er höchste Meisterschaft in der Beredsamkeit erlangt hat, kann er, worüber er auch spricht, durch Analogien viele verschiedene Zugänge öffnen. | |||
Weil er höchste Meisterschaft im Mitgefühl erlangt hat, unterweist er die Wesen mit unerschütterlicher Entschlossenheit. Weil er höchste Meisterschaft in der Güte erlangt hat, strahlt er ein Licht aus, das die Herzen aller Anwesenden erfreut. | |||
Wenn der Bodhisattva, der auf dem hohen und breiten Löwenthron sitzt, den großen Dharma auf diese Weise erläutert, gibt es außer dem Tathagata oder anderen großen Bodhisattvas mit höchsten Gelübden und Weisheit kein anderes Wesen, das ihm darin überlegen wäre. | |||
Niemand kann auch nur den Gipfel seiner Krone erblicken oder ihn mit seinem Glanz überstrahlen. | |||
Wenn jemand ihn mit herausfordernden Fragen zur Unterwerfung zwingen wollte, wäre dies völlig unmöglich. | |||
''Sohn des Buddha'', nachdem der Bodhisattva MahāSattva solche Kräfte der souveränen Herrschaft erlangt hat, selbst wenn es eine unermessliche Anzahl von Welten mit riesigen Bodhimandas voller Wesen gäbe und jedes dieser Wesen die Ehrfurcht gebietende Tugend und die physischen Merkmale des Herrn des großen Trichiliokosmos besäße, würde dieser Bodhisattva, wenn er seinen Körper manifestierte, immer noch selbst eine so große Versammlung wie diese überstrahlen. | |||
Mit großer Güte und Mitgefühl tröstet er jene, die ängstlich und ängstlich sind. Mit tiefer Weisheit erfasst er ihre Neigungen. | |||
Weil er ihnen den Dharma mit furchtloser Beredsamkeit lehrt, kann er alle mit Freude erfüllen. | |||
Warum ist das so? Sohn des Buddha: | |||
Dies liegt daran, dass der Bodhisattva Mahā Sattva die Sphäre unermesslich großer Weisheit vollendet hat; | |||
Weil er die Fähigkeit zur unzähligen geschickten Unterscheidung vollendet hat; | |||
weil er die gewaltigen Kräfte der rechten Achtsamkeit vollendet hat; | |||
weil er unerschöpfliche Weisheit vollendet hat; | |||
weil er die Dhāraṇī vollendet hat, durch die man ein entscheidendes und vollständiges Verständnis des wahren Wesens aller Dharmas erlangt; | |||
weil er den grenzenlosen Entschluss, Bodhi zu erlangen, vollendet hat; | |||
</poem> | </poem> | ||
</div> | </div> | ||
Version vom 18. Januar 2026, 09:32 Uhr
"Verstehen der Dharma“" ist das Kapitel 18 des Avatamsaka Sutra.
Übersetzung
Zu jener Zeit wandte sich der Bodhisattva der Kraftvollen Weisheit an den Bodhisattva der Dharma-Weisheit:
O Sohn des Buddha, wenn Bodhisattvas den Entschluss fassen, nach allwissender Erkenntnis zu streben, erlangen sie unermesslich verdienstvolle Eigenschaften wie diese, werden mit den großen Insignien ausgestattet, steigen in das Fahrzeug der allwissenden Erkenntnis auf, nehmen die rechte und bestimmte Stellung des Bodhisattva ein, geben alle weltlichen Lehren auf, erlangen den weltüberschreitenden Dharma des Buddha, werden in die Gemeinschaft aller Buddhas der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart aufgenommen und erreichen mit Gewissheit die höchste Stufe des unübertroffenen Bodhi.
Wie sollten diese Bodhisattvas dann die Lehren des Buddha pflegen und praktizieren, damit:
Sie alle Tatha-Gatas erfreuen;
Sie betreten die Orte, an denen Bodhisattvas weilen;
Sie vollbringen die Reinigung aller großen Praktiken;
Sie bewirken die Erfüllung aller großen Gelübde;
Sie erlangen den unermesslichen Schatz aller Bodhisattvas;
Sie passen sich den Wesen an, die sie verwandeln sollen, und sprechen stets Dharma für sie;
Sie geben die Pāramitā-Praktiken niemals auf;
Sie ermöglichen die Befreiung aller Wesen, deren sie sich bewusst sind;
Sie führen die Linie der Drei Juwelen fort und sorgen dafür, dass sie niemals unterbrochen wird; und
Sie stellen sicher, dass ihre geschickten Mittel und Wurzeln der Güte nicht vergeblich eingesetzt werden?
Sohn des Buddha, mit welchen geschickten Mitteln werden diese Bodhisattvas bewirken können, dass dieser Dharma vollständig erfüllt wird? Ich wünsche mir nur, dass du uns dein tiefes Mitgefühl schenkst und diese Angelegenheiten um unseretwillen erläuterst. Unter den Anwesenden dieser großen Versammlung gibt es niemanden, der sich nicht freuen würde, diese Angelegenheiten erklärt zu bekommen.
Darüber hinaus [erklären Sie bitte auch] gemäß den Praktiken der Bodhisattva-Mahā-Sattvas:
442
Wie sie stets fleißig in ihrer Kultivierung sind;
Wie sie alle Dunkelheit der Unwissenheit auslöschen;
Wie sie Māra, den Widersacher, besiegen;
Wie sie die nicht-buddhistischen Traditionen zügeln;
Wie sie für immer alle Leiden und geistigen Verunreinigungen ausmerzen;
Wie sie alle Wurzeln der Güte vollends entfalten können;
Wie sie für immer allen elenden Schicksalen und Schwierigkeiten entfliehen;
Wie sie alle Bereiche der Erkenntnis ihrer großen Weisheit reinigen;
Wie sie die reinen, verdienstvollen Eigenschaften aller Bodhisattva-Grundlagen, der Pāramitās, der Dhāraṇīs mit vollständiger Bewahrung, der Samādhis, der sechs spirituellen Überkenntnisse, der drei Klarheiten und der vier Furchtlosigkeiten vollenden;
Wie sie die Verzierung der Länder aller Buddhas vollbringen sowie die aller Haupt- und Nebenzeichen;
Wie sie die vollständige Erfüllung des Verhaltens von Körper, Rede und Geist vollbringen;
Wie sie die Wirkungssphäre der Kräfte, die Furchtlosigkeit, die den Buddhas vorbehaltenen Dharmas und die Weisheit des Allwissens, die alle Buddhas besitzen, die Tathagatas, vollständig erkennen;
Wie sie, um Wesen reifen zu lassen, deren Geisteshaltungen bei der Auswahl der Buddha-Länder berücksichtigen;
Wie sie den Fähigkeiten der Wesen und dem richtigen Zeitpunkt beim angemessenen Vermitteln des Dharma für sie Rechnung tragen;
Wie sie die vollständige Erfüllung verschiedener und unzählbarer Buddha-Werke sowie der unzähligen anderen verdienstvollen Dharmas, Pfade und Erkenntnisbereiche erreichen und dann rasch verdienstvolle Eigenschaften entwickeln, die denen der Tatha Gatas gleichkommen;
Wie sie in der Lage sind, alles im Dharma-Schatz, der von den Tatha Gatas, den recht Erleuchteten, angesammelt wurde, über Hunderttausende von Asaṃ Khyeyas von Kalpas hinweg zu bewahren, zu schützen und auszulegen, während sie das Bodhisattva-Verhalten kultivierten, ungehindert von den Mā Ras oder Anhängern nicht-buddhistischer Traditionen, und unaufhörlich rechtes Dharma anhäuften und bewahrten;
Wie sie, wenn sie den Dharma in allen Welten auslegen, von allen Deva-Königen, Drachenkönigen, Yaksha-Königen, Gandharva-Königen, Asura-Königen, Garuda-Königen, Kiṃ-Nara-Königen, Mahoraga-Königen, Menschenkönigen, Brahma-Himmelskönigen und den Tatha-Gatas,
den Dharma-Königen, beschützt werden;
443
Wie sie in allen Welten Verehrung und Opfergaben empfangen, die gemeinsame Kronenweihe der Buddhas, die beständige schützende Achtsamkeit der Buddhas und die liebevolle Achtung aller Bodhisattvas; und wie sie die Kraft der Wurzeln der Güte erlangen, die Dharmas der ursprünglichen Reinheit mehren, den tiefgründigen Dharma-Schatz der Tathagata auslegen und den rechten Dharma als ihren Schmuck annehmen und bewahren.
Bitte erläutern Sie die Abfolge dieser Praktiken aller Bodhisattvas.
Damals, um seine Aussage zu bekräftigen, sprach der Bodhisattva der Kraftvollen Weisheit diese Verse:
Der Hochberühmte ist wohl imstande, die verdienstvollen Dharmas der Bodhisattvas, ihr tiefes Verständnis der unzähligen Praktiken und ihre Erfüllung der reinen Weisheit, die sie ohne Lehrer erlangt haben, zu erläutern.
Wenn es Bodhisattvas gibt, die, nachdem sie den anfänglichen Entschluss gefasst haben, die Vervollkommnung des Fahrzeugs der Verdienste und Weisheit erlangt haben, den Zustand des Verlassens der Geburten erreicht haben, die Welt transzendiert haben, und die Dharmas des rechten und universellen Bodhi erlangt haben, wie gelingt es ihnen dann zusätzlich, in den Lehren des Buddha, ihre fleißige Praxis zu stärken, immer größere Erhabenheit zu erlangen, die Tatha Gatas zu erfreuen und sich verpflichtet zu fühlen, schnell in die Erde einzutreten, wo der Buddha weilt?
Wie erlangen sie Reinheit der Praxis, erfüllen alle ihre Gelübde, und erlangen zudem einen unermesslichen Schatz an Weisheit, sodass sie stets in der Lage sind, Dharma zu verkünden, um Wesen zu befreien, während ihr Geist frei von Abhängigkeiten und Anhaftungen bleibt?
Wie gelingt es ihnen, alle Pāramitās der Bodhisattvas fehlerfrei und gekonnt zu kultivieren, alle Wesen, deren sie sich bewusst sind, zu erlösen und zu befreien und die Linie des Buddha stets zu erhalten und ihren Untergang zu verhindern? Wie gelingt es ihnen, alles, was sie tun, fest zu gründen und nicht vergeblich zu tun, sodass all ihre Werke gelingen und sie die Befreiung erlangen? Und wie gleicht alles, was sie kultivieren, dem der Höchsten Wesen? Bitte erläutern Sie ihren reinen Pfad.
Wie gelingt es ihnen, die Dunkelheit aller Unwissenheit für immer zu vertreiben, Māras Horden und alle nicht-buddhistischen Traditionen zu bezwingen, jede Verunreinigung vollständig abzuwaschen, sich der großen Weisheit des Tatāgata zu nähern, alle Gefahren und Schwierigkeiten des elenden Schicksals für immer zu überwinden, die außerordentlich höchste Erkenntnissphäre der großen Weisheit zu reinigen, die Kräfte des erhabenen Pfades zu erlangen, die denen des höchsten Bhagavat nahekommen, und alle verdienstvollen Eigenschaften zu vollenden?
444
Wie erlangen sie die höchste Weisheit der Tatha-gata, verweilen in allen unzähligen Ländern, verkünden den Dharma, angepasst an die Geister der Wesen, und widmen sich den gewaltigen Werken der Buddhas?
Wie gelingt es ihnen, auf den wundersamen Pfaden Erfolg zu erlangen, den Schatz der rechten Lehre der Tatha-gata zu verkünden, den Dharma der Buddhas stets zu bewahren, und dies auf eine Weise zu tun, die niemand übertreffen und niemand auch nur erreichen kann?
Wie erlangen sie Furchtlosigkeit wie die des Löwen, und werden in all ihren Praktiken so rein wie der Vollmond?
Und wie gelingt es ihnen, in der Kultivierung der verdienstvollen Eigenschaften des Buddha, wie [[Lotus<Lotusblumen]] zu werden, die nicht am Wasser haften?
Zu jener Zeit sprach der Bodhisattva der Dharma-Weisheit zum Bodhisattva der Kraftvollen Weisheit:
Es ist wahrlich gut, Sohn des Buddha, dass du, im Wunsch, den Vielen zu helfen, ihnen Glück zu bringen und ihnen wohlgefälligen Nutzen zu erweisen, mit tiefem Mitgefühl für die Devas und Menschen der Welt, nach den reinen Praktiken der Bodhisattvas gefragt hast. Sohn des Buddha, im wahren Dharma verweilend, hast du große Kraft entfacht, bist zur Unumkehrbarkeit vorgedrungen und hast die Befreiung erlangt. Daher ist deine Fähigkeit, diese Fragen zu stellen, der des Tathagata gleichgestellt.
Höre genau zu. Höre genau zu und bedenke dies gründlich, denn mit der Hilfe der gewaltigen spirituellen Kräfte des Buddha werde ich nun über einige wenige dieser Themen sprechen. Sohn des Buddha, der Bodhisattva-Mahā Sattva, der bereits den Entschluss gefasst hat, allwissend zu werden, sollte die Dunkelheit der Täuschung hinter sich lassen, diesen Entschluss energisch und fleißig bewahren und sich nicht nachlässig werden lassen.
Sohn des Buddha, indem er in zehn Dharmas verweilt, qualifiziert sich der Bodhisattva-Mahā Sattva dafür, nicht nachlässig zu werden. Welche zehn sind das? Sie sind: Erstens, er bewahrt und hält die vielen moralischen Gebote ein; zweitens, er lässt die Täuschung weit hinter sich und reinigt den Entschluss, Bodhi zu erlangen; drittens, seine Geisteshaltung ist aufrichtig und geradlinig, und er meidet jegliche Schmeichelei und Hinterlist.
445
Viertens weicht er niemals von seiner fleißigen Pflege der Wurzeln der Güte ab;
Fünftens reflektiert er ständig und gründlich über seinen gefassten Entschluss;
Sechstens sucht er nicht die Nähe törichter, gewöhnlicher Menschen, weder Laien noch Mönche;
Siebtens pflegt er alle Arten guter Werke und wünscht sich dennoch keine weltlichen Belohnungen;
Achtens verlässt er für immer die Zwei Fahrzeuge und beschreitet den Pfad des Bodhisattva;
Neuntens erfreut er sich an der Pflege der vielen Arten von Güte und sorgt dafür, dass dies niemals aufhört; und Zehntens betrachtet er beständig und geschickt seine eigene Kraft der Ausdauer.
Sohn des Buddha, wenn Bodhisattvas diese zehn Dharmas praktizieren, erlangen sie die Würde der Achtsamkeit.
Sohn des Buddha, der Bodhisattva-Mahā-Sattva, der in Achtsamkeit verweilt, erlangt zehn Arten von Reinheit.
Was sind diese zehn? Sie lauten:
Erstens, er übt gemäß seinen eigenen Worten;
Zweitens, er vervollkommnet Achtsamkeit und Weisheit;
Drittens, er verweilt in tiefer meditativer Versenkung, in der er weder versinkt noch aufgewühlt ist;
Viertens, er erfreut sich daran, dem Dharma des Buddha ohne Trägheit oder Ruhepause nachzugehen;
Fünftens, welchen Dharma er auch immer hört, er betrachtet ihn im Einklang mit dem Prinzip und vervollkommnet seine Fähigkeit, geschickte und erhabene Weisheit zu manifestieren;
Sechstens, er versinkt in tiefe Dhyana-Versenkungen und erlangt die spirituellen Überkenntnisse des Buddha;
Siebtens, sein Geist verweilt in Unparteilichkeit, frei von jeglichem Gefühl der Überlegenheit oder Unterlegenheit;
Achtens, sein Geist ist ungehindert im Umgang mit überlegenen, mittleren und niederen Wesen, denn wie die große Erde,
wohlt er sie alle gleichermaßen.
Neuntens, wann immer er einem Wesen begegnet, das auch nur einmal den Bodhi-Entschluss gefasst hat, verehrt und dient er ihm, als wäre es sein eigenes UpāDhyāYa.
Zehntens, wann immer er sich an einem Ort befindet, an dem es Lehrmeister oder Acaryas gibt, Bodhisattvas, gute spirituelle Führer oder Meister des Dharma, bringt er ihnen stets ehrfürchtige Wertschätzung entgegen, dient ihnen und bringt ihnen Opfergaben dar.
446
Sohn des Buddha, dies ist gemeint mit den zehn Arten der Reinheit des Bodhisattva, der in Achtsamkeit verweilt.
Sohn des Buddha, der Bodhisattva-Mahā Sattva, der in Achtsamkeit verweilt, entfaltet große Kraft, erweckt rechte Achtsamkeit, erweckt höchste Bestrebungen und ist unermüdlich in allem, was er praktiziert.
Sein Geist ist von keinem Dharma abhängig. Er ist imstande, die äußerst tiefgründigen Dharmas fleißig zu praktizieren, das Tor der Streitlosigkeit zu betreten und die Weite seines Geistes zu vergrößern.
Er ist imstande, mit den unzählig vielen Dharmas des Buddha übereinzustimmen und sie vollständig zu begreifen und alle Tatha Gatas zu erfreuen.
Sohn des Buddha, es gibt zehn weitere Dharmas, durch die er alle Buddhas erfreuen kann.
Welche sind diese zehn? Sie sind:
- Erstens, unerschütterliche Tatkraft;
- Zweitens, nicht geizig zu sein, selbst nicht mit dem eigenen Körper oder Leben;
- Drittens, keine Sehnsucht nach Opfergaben oder Unterstützung zu haben;
- Viertens, zu wissen, dass alle Dharmas wie der Raum sind;
- Fünftens, die Fähigkeit zu besitzen, zu meditieren und überall in die Dharma-Welt einzutreten;
- Sechstens, die symbolischen Siegel aller Dharmas mit einem Geist zu kennen, der von nichts abhängt oder an dem er haftet;
- Siebtens, stets große Gelübde abzulegen;
- Achtens, das Licht der Reinheit, Geduld und Weisheit zu vollenden;
- Neuntens, beim Betrachten der eigenen guten Dharmas ist der Geist frei von Übertreibung oder Unterschätzung; und
- Zehntens, sich beim Üben aller reinen Praktiken auf das Tor der Wunschlosigkeit zu verlassen287.
Sohn des Buddha, dies sind die zehn Dharmas, in denen der Bodhisattva verweilt, durch die er alle Tathagatas erfreuen kann.
Sohn des Buddha, es gibt zehn weitere Dharmas, durch die er alle Buddhas erfreuen kann.
Welche sind diese zehn? Sie sind:
Sicher in der Achtsamkeit verweilen; sicher in der unerfüllten Geduld verweilen; sicher in großer Güte verweilen; sicher in großem Mitgefühl verweilen; sicher in der vollständigen Erfüllung aller Pāramitās verweilen; sicher in allen Praktiken verweilen; sicher in den großen Gelübden verweilen; sicher in den geschickten Mitteln verweilen; sicher in der Kraft des Mutes verweilen; und sicher in jener Weisheit verweilen, durch die man alle Dharmas als ortlos und wie den Raum betrachtet.
447
Sohn des Buddha, wenn Bodhisattvas in diesen zehn Dharmas verweilen, können sie alle Buddhas erfreuen.
Sohn des Buddha, es gibt zehn Dharmas, die es Bodhisattvas ermöglichen, schnell in die spirituelle Welt einzutreten.
Welche sind diese zehn? Sie sind:
Erstens, die geschickte und vollkommene Erfüllung der beiden Praktiken von Verdienst und Weisheit;
Zweitens, die Fähigkeit, die große Verzierung des Pfades der Pāramitās zu erlangen;
Drittens, der Besitz klarer und tiefgründiger Weisheit, nicht einfach den Aussagen anderer zu folgen;
Viertens, den guten spirituellen Führern zu dienen290 und sie niemals zu verlassen;
Fünftens, stets Tatkraft zu üben und frei von Trägheit zu bleiben;
Sechstens, sicher in den spirituellen Kräften des Tathāgata zu verweilen;
Siebtens, unermüdliche Kultivierung aller Wurzeln der Güte;
Achtens, sich mit tiefgründigem Verstand und scharfer Weisheit zu schmücken mit dem Dharma des Großen Fahrzeugs;
neuntens, sicherzustellen, dass der Geist keinen Ort hat, an dem er verweilt innerhalb der Dharma-Tore jedes aufeinanderfolgenden Zustands;291 und zehntens, Wurzeln der Güte und geschickte Mittel zu haben, die von derselben wesentlichen Natur sind wie jene aller Buddhas der drei Zeitabschnitte.
Sohn des Buddha, diese zehn Dharmas ermöglichen es Bodhisattvas, schnell in die Zustände einzutreten.
Ferner, Sohn des Buddha, sollten Bodhisattvas, wenn sie sich zum ersten Mal in den Zuständen aufhalten, geschickt Kontemplationen durchführen:
entsprechend all ihren Dharma-Toren;
entsprechend all ihrer tiefen Weisheit;
entsprechend den kultivierten Ursachen;
entsprechend den erworbenen Früchten;
entsprechend ihren Erkenntnisbereichen;
entsprechend ihren Kräften und Funktionen;
entsprechend ihren Manifestationen;
Entsprechend ihrer Unterscheidungen; und
entsprechend dem, was sie erreicht haben.
Nachdem sie all diese Faktoren gründlich erwogen haben, verstehen sie,
dass alle Dharmas nur ihr eigener Geist sind und bleiben daher frei von Anhaftung an irgendeine von ihnen. Nachdem sie dies verstanden haben, können sie sich, wenn sie die Bodhisattva-Stätten betreten, dort fest verankern.
448
Sohn des Buddha, jene Bodhisattvas beschäftigen sich mit folgender Reflexion: „Es ist nur angemessen, dass wir schnell die
Orte betreten. Warum? Wenn wir uns immer wieder auf verschiedenen Orten aufhalten, werden wir so große verdienstvolle Eigenschaften entwickeln. Sobald wir solche verdienstvollen Eigenschaften besitzen, werden wir allmählich den Ort der Buddhaschaft betreten.
Sobald wir auf dem Ort der Buddhaschaft verweilen, werden wir in der Lage sein, die unzähligen großen Werke eines Buddhas zu vollbringen. Daher ist es nur angemessen, dass wir uns stets eifrig bemühen, ohne Ruhe und ohne Müdigkeit zu üben und dann solche großen verdienstvollen Eigenschaften nutzen, um die Bodhisattva-Orte zu betreten.“
Sohn des Buddha, es gibt zehn Arten von Dharmas, die es den Bodhisattvas ermöglichen, rein zu sein. Welche sind diese zehn?
Sie sind:
- Erstens, allen Besitz und Reichtum aufzugeben, um die Wünsche der Wesen zu erfüllen;
- Zweitens, die Gebote rein zu befolgen, ohne Übertretungen zu begehen;
- Drittens, unerschöpfliche Sanftmut und Geduld;
- Viertens, alle Praktiken fleißig zu pflegen, ohne jemals zurückzuweichen;
- Fünftens, die Kraft der rechten Achtsamkeit zu nutzen, um einen Geist frei von Verwirrung und Unruhe zu bewahren;
- Sechstens, alle unzähligen Dharmas zu unterscheiden und vollständig zu kennen;
- Siebtens, alle Praktiken zu pflegen, ohne an ihnen zu hängen;
- Achtens, einen Geist zu bewahren, der so unerschütterlich ist wie der König der Berge;
- Neuntens, Wesen umfassend zu befreien und ihnen wie eine Brücke zu dienen; und
- Zehntens, zu erkennen, dass alle Wesen von derselben einen wesentlichen Natur sind wie alle Tathagatas.
Sohn des Buddha, dies sind die zehn Dharmas, die es allen Bodhisattvas ermöglichen, rein zu sein. Nachdem sie so Reinheit in ihrer Praxis erlangt haben, erwerben sie zusätzlich zehn besonders hohe Arten von Dharmas.
Welche sind das? Sie sind:
- Erstens werden sie von allen Buddhas anderer Regionen mit schützender Achtsamkeit betrachtet;
- Zweitens werden ihre Wurzeln der Güte besonders hoch und übertreffen jene derselben Klasse;
- Drittens sind sie gut fähig, die Ermächtigungen des Buddha zu empfangen;
449
- Viertens finden sie stets verlässliche Menschen;
- Fünftens erlangen sie feste Kraft und werden niemals nachlässig;
- Sechstens erkennen sie, dass alle Dharmas eins sind und sich nicht unterscheiden;
- Siebtens verweilt ihr Geist beständig und sicher im unübertroffenen großen Mitgefühl;
- Achtens betrachten sie die Dharmas in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit und erzeugen wunderbare Weisheit;
- Neuntens sind sie in der Lage, geschickte und wunderbare Mittel zu entwickeln; und
- Zehntens sind sie in der Lage, die Kraft der Tathā-gata-Mittel zu verstehen;
Sohn des Buddha, dies sind die zehn besonders höchsten Dharmas der Bodhisattvas. Sohn des Buddha, der Bodhisattva hat zehn Arten von
reinen Gelübden. Welche sind das? Sie lauten:
- Erstens gelobt er, unermüdlich in der Reifung der Wesen zu sein;
- Zweitens gelobt er, die vielen Arten der Güte vollständig zu praktizieren und alle Welten zu reinigen;
- Drittens gelobt er, den Tathagatas zu dienen und ihnen stets ehrfürchtige Achtung zu erweisen;
- Viertens gelobt er, den rechten Dharma zu bewahren und zu schützen und dabei weder an seinem Körper noch an seinem Leben zu sparen;
- Fünftens gelobt er, Weisheit zu nutzen, um zu meditieren und alle Buddha-Länder zu betreten;
- Sechstens gelobt er, von derselben einen Wesensart wie alle Bodhisattvas zu sein;
- Siebtens gelobt er, die Tore der Tathagatas zu durchschreiten und alle Dharmas vollständig zu begreifen;
- Achtens gelobt er, dass alle, die ihn sehen, Glauben entwickeln und dass keiner von ihnen nicht Nutzen daraus ziehen wird;
- Neuntens gelobt er, seine spirituellen Kräfte zu nutzen, um bis zum Ende aller zukünftigen Kalpas in der Welt zu verweilen; und
- Zehntens gelobt er, dem Beispiel Samantabhadras zu folgen und die Tore zum Wissen aller Erscheinungsweisen zu reinigen.
Sohn des Buddha, dies sind die zehn Arten reiner Gelübde der Bodhisattvas.
Sohn des Buddha, der Bodhisattva weilt in zehn Arten von Dharmas, durch die er die vollständige Erfüllung aller großen Gelübde ermöglicht.
Welche sind diese zehn? Sie sind:
- Erstens ist sein Geist unermüdlich;
- zweitens erfüllt er die großen Zierden;
- drittens ist er sich der außerordentlich höchsten Gelübdekraft aller Bodhisattvas bewusst;
450
- Viertens, wenn er von den Buddha-Ländern hört, gelobt er, in ihnen allen wiedergeboren zu werden.
- Fünftens, sein tiefer Entschluss ist von langer Dauer und währt bis zum Ende aller zukünftigen Kalpas.
- Sechstens, er gelobt, die vollständige Entwicklung aller Wesen herbeizuführen.
- Siebtens, er empfindet es nicht als mühsam, in allen Kalpas zu verweilen.
- Achtens, er empfindet nicht einmal Abneigung gegen das Ertragen jeglicher Art von Leid.
- Neuntens, sein Geist hegt kein Verlangen nach Glückseligkeit.
- Und zehntens, er bewahrt und schützt stets fleißig die unerreichten Tore zum Dharma.
Sohn des Buddha, wenn der Bodhisattva solche Gelübde erfüllt, erlangt er sogleich zehn unerschöpfliche Schätze.
Welche sind das? Sie sind:
Der unerschöpfliche Schatz, alle Buddhas überall zu sehen;
Der unerschöpfliche Schatz der vollständigen Bewahrung [dhā raṇīs]294, durch die er niemals vergisst;
Der unerschöpfliche Schatz des genauen und vollständigen Verständnisses aller Dharmas;
Der unerschöpfliche Schatz großen Mitgefühls, um Wesen zu retten und zu beschützen;
Der unerschöpfliche Schatz der vielen verschiedenen Arten von Samādhis;
Der unerschöpfliche Schatz großen Verdienstes, um den Geist der Wesen zu befriedigen;
Der unerschöpfliche Schatz tiefster Weisheit, um alle Dharmas zu erklären;
Der unerschöpfliche Schatz spirituellen Überwissens, das als karmische Belohnung erworben wurde;
Der unerschöpfliche Schatz des Verweilens für unzählige Kalpas; und
Der unerschöpfliche Schatz, unzählige Welten zu betreten.
Sohn des Buddha, dies sind die zehn unerschöpflichen Schätze des Bodhisattva.
Nachdem der Bodhisattva diese zehn Schätze erlangt hat, mit vollkommen erfülltem Verdienst und reiner Weisheit, lehrt er den Dharma für alle Wesen, entsprechend dem, was für jedes einzelne Wesen angemessen ist.
Sohn des Buddha, was bedeutet es, den Dharma für alle Wesen entsprechend dem, was für jedes einzelne Wesen angemessen ist, zu lehren?
451
Dies bezieht sich darauf, dass er weiß, was sie tun, ihre Ursachen und Bedingungen kennt, ihre mentalen Handlungen und ihre mentalen Dispositionen kennt und dann:
Denjenigen mit viel Begierde lehrt er die Unliebenswürdigkeit;
Denjenigen mit viel Hass lehrt er große Güte;
Denjenigen mit viel Verblendung lehrt er fleißige analytische Kontemplation;
Denjenigen, in denen alle drei Geistesgifte gleichermaßen vorhanden sind, lehrt er die Dharma-Tore zur Entwicklung höchster Weisheit;
Denjenigen, die sich daran erfreuen, im Samsara zu verweilen, lehrt er die drei Arten des Leidens;
Denjenigen, die an einem Ort hängen, lehrt er die Leere und Ruhe eines jeden Ortes;
Denjenigen mit trägem Geist lehrt er große Kraft;
Denjenigen, die Hochmut hegen, lehrt er die einheitliche Gleichheit der Dharmas; Denjenigen, die viel Schmeichelei und Täuschung praktizieren, lehrt er die Aufrichtigkeit des Bodhisattva; und denjenigen, die die Stille genießen, gibt er umfassende Unterweisungen im Dharma, um ihre vollständige Entwicklung zu ermöglichen.
Auf diese Weise lehrt der Bodhisattva den Dharma für Wesen, entsprechend dem, was für jedes von ihnen angemessen ist.
Wenn er den Dharma für sie spricht:
Seine Rede ist in ihrem Ablauf einheitlich, mit Bedeutungen frei von Widersprüchen oder Fehlern;
Er betrachtet, was jedem Dharma vorausgeht und folgt, und unterscheidet sie mit Weisheit;
Er untersucht und bestimmt, was richtig und was falsch ist, und widerspricht nicht den Siegeln des Dharma;
Er etabliert die unzähligen Tore der Praxis in ihrer geordneten Abfolge und ermöglicht es den Wesen dadurch, ihre Zweifel zu überwinden;
Er ist geschickt darin, Fähigkeiten zu erkennen und die Lehren des Tathagata zu durchdringen;
Er erkennt den Gipfel der Wirklichkeit und kennt die Gleichheit der Dharmas;
Er löst jede Form der Zuneigung zu den Dharmas und beseitigt alle Anhaftungen;
Er ist stets aller Buddhas gewahr, mit einem Geist, der dies niemals auch nur einen Augenblick lang aufgibt, und versteht vollkommen, dass das Wesen aller Klänge dasselbe ist.
452
Sein Geist bleibt frei von jeglicher Anhaftung an Worte oder Rede, und und doch ist er geschickt im Gebrauch von Analogien und bleibt frei von Widersprüchen;
und er ermöglicht es jedem, die allgegenwärtige und unparteiische Manifestation der Weisheitskörper aller Buddhas gemäß dem, was angemessen ist, zu erkennen.
Wenn der Bodhisattva zum Wohle aller Wesen den Dharma auf diese Weise auslegt, dann setzt er ihn selbst in die Praxis um, mehrt seinen Nutzen, gibt niemals eine der Vollkommenheiten auf und erfüllt vollständig die Verzierung des Pfades der Pāramitās.
Wenn der Bodhisattva zu diesem Zeitpunkt, um die Zufriedenheit der Wesen zu ermöglichen, alles aufgibt, sowohl innerlich als auch äußerlich, und dabei frei von jeglicher Anhaftung bleibt, dann ist er dadurch imstande, die Dāna Pāramitā zu reinigen.
Wenn er die vielen moralischen Gebote vollständig befolgt und dabei frei von jeglicher Anhaftung bleibt und jegliche Eitelkeit ablegt, vermag er dadurch die Śīla pāramitā zu reinigen.
Wenn er geduldig jedes Übel erträgt und dabei stets alle Wesen gleich respektiert und darin so unerschütterlich ist wie die Erde, die alles trägt, vermag er dadurch die Geduld pāramitā zu reinigen.
Wenn er überall die vielfältigen karmischen Werke beginnt, stets unermüdlich kultiviert, niemals von seinen Taten zurückweicht, mit unbändigem Mut und Stärke ausharrt, keine verdienstvollen Eigenschaften ergreift oder aufgibt und so alle Tore der Weisheit vollständig erfüllt, vermag er dadurch die Kraft pāramitā zu reinigen.
Wenn er frei von begehrensbasierter Anhaftung an eines der Objekte der fünf Arten von Begierde bleibt, wenn er alle aufeinanderfolgenden
meditativen Versenkungen vollenden kann, wenn er stets die richtige meditative Reflexion aufrechterhält und dabei weder in ihnen verweilt noch aus ihnen hervortritt, wenn er so alle Leiden vollständig auflösen kann, wenn er unzählige Samādhi-Zugänge erschließt, wenn er die Kraft unzählig großer spiritueller Superkenntnisse vollendet, wenn er alle Samādhis sowohl vorwärts als auch rückwärts betreten kann, wenn er während er sich in einem einzigen Samādhi-Zugang befindet, gleichzeitig unzählig viele Samādhi-Zugänge betreten kann, wenn er die mit allen Samādhis verbundenen Erfahrungssphären umfassend kennt, wenn er keinem der emblematischen Siegel der Weisheit widerspricht, die mit einem der Samādhis oder Samā verbunden sind pattis,302 und wenn er in der Lage ist, schnell in den Grund des Allwissens einzutreten, so ist er dadurch fähig, die dhyāna pāramitā zu reinigen.
453
Wenn er, wo immer die Buddhas weilen, den Dharma hört und ihn annimmt und befolgt, wenn er sich dem guten spirituellen Führer nähert und ihm unermüdlich dient, wenn er sich stets daran erfreut, den Dharma zu hören, und dies mit unstillbarem Verlangen tut, wenn er, nachdem er ihn gehört und angenommen hat, gemäß seinen Prinzipien darüber nachsinnt, wenn er wahres Samā Dhi erreicht, wenn er alle abweichenden Ansichten aufgibt, wenn er die Dharmas geschickt betrachtet und das sinnbildliche Siegel ihres wahren Wesens erkennt, wenn er den mühelosen Pfad des Tatha Gata vollständig kennt, wenn er sich der universellen Tore zur Weisheit bedient, wenn er das Tor der Weisheit des Allwissens betritt und den Zustand ewiger Ruhe erreicht, dann ist er dadurch in der Lage, das Prajñā PāRamitā zu reinigen.
Wenn er die Vollendung karmischer Werke in allen Welten manifestiert, wenn er Wesen unermüdlich lehrt, wenn er Körper entsprechend ihren Geisteszuständen manifestiert, wenn er in all seinen Handlungen frei von verunreinigender Anhaftung bleibt, wenn er sich manchmal als gewöhnlicher Mensch manifestiert und manchmal das Verhalten eines Aryas an den Tag legt, wenn er sich manchmal im Samsara manifestiert und manchmal den Anschein erweckt, ins Nirvana einzutreten,wenn er alles, was getan wird, gut betrachten kann, wenn er alle Arten von Verzierungen manifestiert, aber keine Anhaftung an sie hat, und wenn er überall alle Schicksale durchläuft und Wesen befreit, dann ist er dadurch fähig, die geschickten Mittel (Paramita) zu reinigen.
Wenn er alle Wesen vollständig entwickelt, wenn er alle Welten vollständig schmückt, wenn er allen Buddhas Opfergaben darbringt, wenn er das Dharma der Nicht-Hindernis vollständig begreift, wenn er die Praktiken vollständig kultiviert und sie überallhin durchdringen, wenn seine Körper bis zum Ende aller zukünftigen Kalpas bestehen bleiben, wenn sein Wissen die Gedanken aller Geister erschöpfend kennt, wenn er vollständig erwacht, wie die zyklische Existenz entweder fortbesteht oder in einen Zustand des Aufhörens zurückkehrt, wenn er sich in allen Ländern manifestiert und die Weisheit des Tatha gata vollständig verwirklicht, dann ist er dadurch in der Lage, die Gelübde pāramitā zu reinigen.
Wenn er die Kraft tiefer Entschlossenheit erfüllt, indem er frei von Verunreinigungen bleibt, wenn er die Kraft tiefen Glaubens erfüllt, indem er ihn unbesiegbar macht, wenn er die Kraft großen Mitgefühls erfüllt, indem er es unermüdlich umsetzt, wenn er die Kraft großer Güte erfüllt, indem er in allem, was er tut, unparteiisch ist, wenn er die Kraft der vollständigen Bewahrung erfüllt, indem er geschickte Mittel einsetzt, um alle Bedeutungen zu bewahren, wenn er die Kraft der Beredsamkeit erfüllt, indem er allen Wesen Glück und Erfüllung ermöglicht, wenn er die Kraft der Pramitas erfüllt, indem er das Große Fahrzeug schmückt, wenn er die Kraft großer Gelübde erfüllt, indem er niemals zulässt, dass sie gebrochen werden, wenn er die Kraft der spirituellen Überkenntnisse erfüllt, indem er unzählige Manifestationen hervorbringt, und wenn er die Kraft der Ermächtigungen erfüllt, indem er unerschütterlichen Glauben und Akzeptanz ermöglicht, dann ist er dadurch in der Lage, die Kraft pāramitā zu reinigen.
454
Wenn er jene erkennt, deren Handlungen aus Begierde entspringen, wenn er jene erkennt, deren Handlungen aus Hass entspringen, wenn er jene erkennt, deren Handlungen aus Verblendung entspringen, wenn er jene erkennt, deren Handlungen aus einer Mischung all dieser Faktoren entspringen, wenn er jene erkennt, deren Praktiken der Kultivierung und Schulung der Mittel zum Betreten der Ebene gewidmet sind, wenn er in einem einzigen Augenblick die Handlungen der unzählig vielen Wesen erkennt, wenn er die Gedanken der unzählig vielen Wesen erkennt, wenn er die Wirklichkeit aller Dharmas erkennt, wenn er die Kräfte aller Tatha Gatas erkennt und wenn er überall zu den Toren zum Dharma-Reich erwacht, dann ist er dadurch imstande, die Wissen Paramita zu reinigen.
Sohn des Buddha, wenn der Bodhisattva die Pāramitās auf diese Weise reinigt, wenn er die Pāramitās vollkommen erfüllt und wenn er keine der Pāramitās jemals aufgibt, weilt er im reich geschmückten Fahrzeug des Bodhisattva.
Welche Wesen er auch immer in sein Bewusstsein ruft, er spricht für sie alle den Dharma und befähigt sie so, ihre reinen Handlungen zu vermehren und Befreiung zu erlangen:
Denjenigen, die in ein elendes Schicksal gefallen sind, unterweist er und befähigt sie, Entschlossenheit zu entwickeln;
Denjenigen, die in Schwierigkeiten verharren, befähigt er, fleißig und tatkräftig zu werden;
Denjenigen mit viel Begierde offenbart er die Wege, um frei von Begierde zu werden;
Für Wesen, die viel Hass empfinden, befähigt er sie, gleiche Achtung vor anderen zu üben;
Für Wesen, die an Ansichten festhalten, lehrt er sie die abhängige Entstehung;
Für Wesen der Begierde unterweist er sie darin, die schlechten und unheilsamen Dharmas, die mit Begierde und Hass verbunden sind, aufzugeben;
Für Wesen der Form lehrt er Vipaśyanā;
Für Wesen der formlosen Welt lehrt er die erhabene Weisheit;
Für Praktizierende der Zwei Fahrzeuge lehrt er Praktiken, die mit Ruhe verbunden sind; und
Für diejenigen, die sich am Großen Fahrzeug erfreuen, spricht er über den unermesslichen Schmuck der Zehn Kräfte.
455
Wie schon in der Vergangenheit, als er zum ersten Mal den Entschluss fasste und sah, dass unzählige Wesen in elende Schicksale verstrickt waren, stieß er das Löwengebrüll aus und sprach: „Ich sollte viele verschiedene Arten von Dharma-Toren nutzen, die jeweils angemessen sind, und sie dadurch befreien“, so erlangt der Bodhisattva Weisheit wie diese, wodurch er sich dann umfassend für die Befreiung der Wesen einsetzen kann.
Als Sohn des Buddha, im Besitz solcher Weisheit, verhindert der Bodhisattva, dass die Linie der Drei Juwelen jemals abgeschnitten wird. Wie?
Der Bodhisattva MahāSattva tut Folgendes:
Er lehrt alle Wesen, den Entschluss zu fassen, Bodhi zu erlangen, und kann daher verhindern, dass die Linie der Buddhas jemals abgeschnitten wird.
Er enthüllt und erklärt stets den Schatz des Dharma für alle Wesen und kann so verhindern, dass die Linie des Dharma jemals abbricht;
Er bewahrt geschickt die gelehrten Dharmas auf eine Weise, die frei von Widersprüchen ist, und kann so verhindern, dass die Linie des Sangha jemals abbricht;
Er kann auch alle großen Gelübde preisen und kann so verhindern, dass die Linie der Buddhas jemals abbricht;
Er unterscheidet und erläutert das Tor der Ursachen und Bedingungen und kann so verhindern, dass die Linie des Dharma jemals abbricht;
Er pflegt stets fleißig die sechs Dharmas der Harmonie und des Respekts und kann so verhindern, dass die Linie des Sangha jemals abbricht;
Er sät die Saat der Buddhaschaft unter den Wesen und verhindert so, dass die Linie der Buddhas niemals abbricht.
Er schützt und erhält den rechten Dharma, ohne dabei an seinem Körper oder Leben zu sparen, und kann so verhindern, dass die Linie des Dharma jemals abbricht.
Er leitet die große Versammlung unermüdlich und kann so verhindern, dass die Linie des Sangha jemals abbricht.
Und er bewahrt respektvoll alle Lehren und Gebote, die von den Buddhas der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart verkündet und eingeführt wurden, und lässt seinen Geist niemals von ihnen ablassen.
Und so kann er verhindern, dass die Linien des Buddha, des Dharma und des Sangha jemals abbrechen.
Auf diese Weise führt der Bodhisattva die Traditionen der Drei Juwelen fort und bewahrt sie. Er bleibt in all seinen Handlungen frei von Fehlern und widmet alles, was er tut, dem Tor des Allwissens.
456
Folglich bleiben seine drei Arten karmischer Handlungen frei von jeglichen Fehlern. Weil sie frei von jeglichen Fehlern bleiben, bleiben auch die vielen Arten des Guten, die er tut, alle seine Praktiken, seine Unterweisung der Wesen und sein angemessenes Sprechen des Dharma frei von jeglichem Irrtum.
Sie alle sind mit geschickten Mitteln und Weisheit im Einklang, sie alle sind der Verwirklichung der Weisheit des Allwissens gewidmet, und nichts davon ist vergeblich.
Der Bodhisattva, der gute Dharmas auf solche Weise kultiviert, erfüllt in jedem Augenblick zehn Arten von Zierden.
Welche sind das? Sie sind:
- Physische Zierde, die durch Manifestation auf eine Weise erreicht wird, die dem angemessenen Verhalten für die Schulung der Wesen entspricht;
- Verbale Zierde, die durch das Ausmerzen aller Zweifel und das Erwecken von Freude in allen erreicht wird;
- Geistige Zierde, erreicht durch das Erreichen aller Samādhis in einem einzigen Geistesmoment;
- Zierde Buddha-Kṣetras, erreicht durch Reinheit in allen Dingen und durch das Ablegen aller Leiden;
- Strahlende Zierde, erreicht durch das Ausstrahlen grenzenlosen Lichts überall, das alle Wesen erleuchtet;
- Zierde Versammlungen, erreicht durch das Versammeln in Versammlungen überall und das Erwecken von Freude in allen;
- Zierde spiritueller Überkenntnisse, erreicht durch souveräne Meisterschaft im Hervorbringen von Manifestationen, die dem Geist der Wesen entsprechen;
- Zierde der rechten Lehre, erreicht durch die Fähigkeit, alle intelligenten Menschen anzuziehen;
- Zierde des Nirvanas, erreicht durch das Erlangen der Erleuchtung an einem einzigen Ort und gleichzeitig durch das Erlangen von Erleuchtung
überall ohne Ausnahme in den zehn Himmelsrichtungen, und Schmuck durch geschickte Rede, vollbracht durch das Sprechen des Dharma auf eine dem Ort, der Zeit und den individuellen Fähigkeiten der Wesen angemessene Weise.
Indem der Bodhisattva solche Verzierungen vervollkommnet, selbst in jedem Augenblick seiner körperlichen, verbalen und mentalen Handlungen, tut er nichts vergeblich und widmet alles dem Tor des Allwissens.
457
Wenn ein Wesen diesen Bodhisattva nur erblickt, sollte es erkennen,
dass auch es nicht vergeblich gehandelt hat, denn es wird gewiss dazu verpflichtet sein, anuttara-samyak-saṃ bodhi zu verwirklichen. Wenn man nur seinen Namen hört, ihm ein Opfer darbringt, mit ihm zusammen weilt, ihn sich erinnert, ihm beim Verlassen des häuslichen Lebens folgt, ihn den Dharma lehren hört, sich über seine Gründung von Wurzeln der Güte freut, ihm aus der Ferne bewundernden Respekt erweist oder seinen Namen lobt und preist, all diese Umstände führen dazu, dass man dazu verpflichtet ist, anuttara-samyak-saṃbodhi zu verwirklichen.
Sohn des Buddha, genau wie bei dem Heilmittel, das als „Wohlbefinden beim Anblick“ bekannt ist,310 das, wenn Wesen es nur sehen, all ihre vielfältigen Gifte beseitigt, so ist es auch mit dem Bodhisattva, der diese Dharmas vervollkommnet, denn wenn Wesen ihn nur sehen, werden alle Gifte ihrer Leiden ausgelöscht und ihre guten Dharmas mehren sich.
Sohn des Buddha, der Bodhisattva-Mahā Sattva, der in diesen Dharmas verweilt und seine Praxis fleißig vertieft:
Er nutzt das Licht der Weisheit, um alle Dunkelheit der Täuschung zu zerstören;
Er nutzt die Kraft der Güte und des Mitgefühls, um die Heere Maras vollständig zu besiegen;
Er nutzt die Kraft großer Weisheit und Verdienste, um alle nichtbuddhistischen Traditionen zu zügeln;
Er nutzt seine Vajra-Meditationen, um alle geistigen Verunreinigungen und Leiden zu zerstören;
Nutzt seine Kraft, um alle Wurzeln der Güte zu sammeln;
Nutzt die Kraft seiner Wurzeln der Güte, die aus der Reinigung
der Buddha-Landschaften entspringen, um alle elenden Schicksale und Schwierigkeiten weit hinter sich zu lassen;
Nutzt die Kraft der Nicht-Anhaftung, um die Erkenntnisbereiche seines Wissens zu reinigen;
Nutzt die Kraft geschickter Mittel und Weisheit, um alle Bodhisattva-Grundlagen und Pāramitās sowie die Samādhis,
die sechs spirituellen Überkenntnisse, die drei Klarheiten und die vier Furchtlosigkeiten hervorzubringen und sie alle zu reinigen;
Nutzt die Kraft aller guten Dharmas, um die vollkommene Verzierung aller reinen Buddha-Landschaften, die grenzenlosen Zeichen und Nebenzeichen sowie Körper, Rede und Geist vollständig zu erfüllen;
Nutzt die Macht der souveränen Meisterschaft der Weisheit in der Kontemplation, um die Identität aller Kräfte der TathaGatas, ihre Furchtlosigkeit und die den Buddhas vorbehaltenen Dharmas zu erkennen;
nutzt die Macht der umfassenden Weisheit, um die Sphäre der Erkenntnis der Weisheit des Allwissens vollständig zu erfassen;
458
und nutzt die Kraft der in der Vergangenheit abgelegten Gelübde, um mit denen, die er unterweisen soll, in Einklang zu kommen,
indem er Buddha-Länder manifestiert, das Rad des großen Dharma dreht und unzählige Wesen befreit.
Sohn des Buddha, der Bodhisattva MahāSattva, der diese Dharmas fleißig praktiziert, vervollkommnet nacheinander alle Bodhisattva-Praktiken bis hin zu dem Punkt, an dem er den Buddhas gleichkommt.
Er wird ein großer Meister des Dharma in unzähligen Welten, schützt und bewahrt den rechten Dharma, wird von allen Buddhas mit schützender Achtsamkeit betrachtet, bewahrt, schützt, nimmt den unermesslichen Schatz des Dharma an und bewahrt ihn, erlangt ungehinderte Redekunst und dringt tief in die Tore des Dharma ein.
In unzähligen Welten, inmitten ihrer großen Versammlungen, manifestiert er überall seine Körper entsprechend ihren verschiedenen Arten, vollkommen in ihren physischen Merkmalen, erhaben und unvergleichlich, und nutzt ungehinderte Beredsamkeit, um tiefgründige Lehren zu erklären.
Da seine vollkommene Stimme geschickt überallhin verbreitet wird, kann er jeden, der sie hört, durch das Tor unerschöpflicher Weisheit führen. Er kennt die Gedanken und Leiden der Wesen und spricht dann den Dharma für sie entsprechend:
Da der Klang seiner Worte vollkommen rein ist, kann er, während er den Dharma mit einer einzigen Stimme verkündet, alle mit Freude erfüllen;
da sein Körper wohlgeformt ist und große, ehrfurchtgebietende Kräfte besitzt, gibt es niemanden, der ihn übertreffen kann, während er in der Versammlung weilt;
da er die Gedanken der Wesen genau kennt, kann er überall Körper für sie manifestieren;
Weil er den Dharma geschickt lehrt, ist seine Stimme ungehindert;
weil er die höchste Meisterschaft über den Geist erlangt hat, kann ihn beim geschickten Lehren des großen Dharma niemand aufhalten;
weil er die Furchtlosigkeit erlangt hat, ist sein Geist frei von jeglicher Ängstlichkeit;
weil er die höchste Meisterschaft über den Dharma erlangt hat, kann ihn niemand übertreffen;
weil er die höchste Meisterschaft über das Wissen erlangt hat, kann ihn niemand besiegen;
weil er die höchste Meisterschaft in der Prajñā-Pā-Ramitā erlangt hat, gibt es keine Widersprüche in den Merkmalen der Dharmas, über die er spricht.
459
Weil er höchste Meisterschaft in der Beredsamkeit erlangt hat, spricht er den Dharma im Einklang mit den Neigungen anderer, sodass sein Vortrag ununterbrochen und fließend ist.
Weil er höchste Meisterschaft in den Dhāraṇīs erlangt hat, offenbart er unmissverständlich den wahren Charakter der Dharmas.
Weil er höchste Meisterschaft in der Beredsamkeit erlangt hat, kann er, worüber er auch spricht, durch Analogien viele verschiedene Zugänge öffnen.
Weil er höchste Meisterschaft im Mitgefühl erlangt hat, unterweist er die Wesen mit unerschütterlicher Entschlossenheit. Weil er höchste Meisterschaft in der Güte erlangt hat, strahlt er ein Licht aus, das die Herzen aller Anwesenden erfreut.
Wenn der Bodhisattva, der auf dem hohen und breiten Löwenthron sitzt, den großen Dharma auf diese Weise erläutert, gibt es außer dem Tathagata oder anderen großen Bodhisattvas mit höchsten Gelübden und Weisheit kein anderes Wesen, das ihm darin überlegen wäre.
Niemand kann auch nur den Gipfel seiner Krone erblicken oder ihn mit seinem Glanz überstrahlen.
Wenn jemand ihn mit herausfordernden Fragen zur Unterwerfung zwingen wollte, wäre dies völlig unmöglich.
Sohn des Buddha, nachdem der Bodhisattva MahāSattva solche Kräfte der souveränen Herrschaft erlangt hat, selbst wenn es eine unermessliche Anzahl von Welten mit riesigen Bodhimandas voller Wesen gäbe und jedes dieser Wesen die Ehrfurcht gebietende Tugend und die physischen Merkmale des Herrn des großen Trichiliokosmos besäße, würde dieser Bodhisattva, wenn er seinen Körper manifestierte, immer noch selbst eine so große Versammlung wie diese überstrahlen.
Mit großer Güte und Mitgefühl tröstet er jene, die ängstlich und ängstlich sind. Mit tiefer Weisheit erfasst er ihre Neigungen.
Weil er ihnen den Dharma mit furchtloser Beredsamkeit lehrt, kann er alle mit Freude erfüllen.
Warum ist das so? Sohn des Buddha:
Dies liegt daran, dass der Bodhisattva Mahā Sattva die Sphäre unermesslich großer Weisheit vollendet hat;
Weil er die Fähigkeit zur unzähligen geschickten Unterscheidung vollendet hat;
weil er die gewaltigen Kräfte der rechten Achtsamkeit vollendet hat;
weil er unerschöpfliche Weisheit vollendet hat;
weil er die Dhāraṇī vollendet hat, durch die man ein entscheidendes und vollständiges Verständnis des wahren Wesens aller Dharmas erlangt;
weil er den grenzenlosen Entschluss, Bodhi zu erlangen, vollendet hat;
460
461
461
- Übersetzung mit freundlicher Zustimmung von kalavinka.org. (Der Text von cttbusa ist allerdings länger)
Literatur
- kalavinka.org Clarifying the Dharma
- cttbusa : Understanding Dharmas