Guhyasamaja-Tantra

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Das Guhyasamaja Tantra ist das älteste Tantra. Es gehört zur der Begierdeklasse der Vater-Tantras. Laut den [[Blaue_Annalen|Blauen Annalen[[ wurde es zuerst von Buddha Shakyamuni König Indrabodhi von Oddiyana gelehrt.

Tsongkhapa Lobzang Drakpa schrieb dazu den Kommentar "Eine Lampe zur Erleuchtung der 5 Stufen (Tib. རིམ་ལྔ་རབ་ཏོ་གསལ་བའི་སྒྲོན་མེ་, Wyl. rim lnga rab to gsal ba'i sgron me) des Guhyasamaja Systems.

Es sind englische Übersetzungen des Guhyasamaja Tantra (König der Tantras) erhältlich, darunter wissenschaftliche Übersetzungen des Wurzeltextes, wie etwa Francesca Fremantles Dissertation von 1971 und Benoytosh Bhattacharyas Ausgabe. Diese konzentrieren sich häufig auf die 18 grundlegenden Kapitel oder spezifische Kommentare.

Die ersten 17 Kapitel des Textes wurde in der frühen Übersetzungszeit von Vimalamitra und Kawa Paltsek und Kapitel 18 von Buddhaguhya und Drogmi Palgyi Yeshé übersetzt. Nach dem Kangyur wurde es allerdings von Sraddhakaravarman und Rinchen Zangpo übersetzt.

Ein Author namens Chandrakirti schrieb dazu den Kommentar Pradipoddyotana.

Das manchmal angehängte Vyakhyatantra (Toh 445) wird als erklärendes Tantra angesehen.
Die verschiedenen Übersetzungen unterscheiden sich durch kleine Änderungen[1].

Inhalt

Hauptinhalt und Kernaspekte:

  • Zwei-Stufen-Praxis: Es strukturiert den tantrischen Pfad in die Erzeugungsstufe (bskyed-rim: Visualisierung des Mandalas und der Gottheit) und die Vollendungsstufe (rdzogs-rim: Arbeit mit dem feinstofflichen Körper/Nadis).
  • Transformation: Statt Entsagung nutzt das Tantra Körper, Sinne und Emotionen als Mittel zur Befreiung.
  • Guhyasamaja (Akshobhyavajra): Die Hauptgottheit hat meist drei Köpfe und sechs Arme, oft in Vereinigung mit einer Gemahlin, symbolisierend die Vereinigung von Weisheit und Methode.
  • Ziel: Die direkte Erfahrung von "klarem Licht" und die Erleuchtung in einem einzigen Leben.
  • Mantra & Mandala: Es umfasst detaillierte Anleitungen zu Mantras, der Konstruktion von Mandalas und Einweihungsriten

Der Text

Citipati aus dem Guhyasamaja-Tantra

Vollkommenheit kann leicht durch Befriedigung der Begierden erlangt werden" - da diese unstillbar sind, müssen sie transformiert werden und von göttlichen 'Begierden' abgelöst werden, wie der Begierde nach Befreiung. Transformierte Begierden sind auch befriedigte Begierden.

Die ersten 18 Kapitel beschreiben ein Kreis - Mandala, das im Ritual und zur Meditation verwendet wird. In der Mitte des Mandala dieses Textes steht Buddha Aksobhya. Um ihn herum sind im Osten Vairocana, im Westen Amitabha, sowie Amoghasiddhi im Norden und Ratnasambhava im Süden.

Die weiteren Kapitel beinhalten die symbolisch-sexuelle und sog. schreckliche tantrische Symbolik(Sandhabhasa), spirituelle Techniken, Abhandlungen über die Natur des aufgeklärten Bewusstseins und anderes spezifisch tantrisches. Beispielsweise sind die verschiedenen jungen Mädchen als Symbol der Maya-Verblendung zu sehen. Der Hintergrund ist auch die Läuterung der niederen Natur und deren Energien, die anderweitig als Hydra, eine Tocher der Echidna, dargestellt wird. Solch extreme sexuelle Symbolik ist eher aus dem bengalischen Bereich bekannt (Yoni Tantra etc.) und war dem Islam ein Dorn im Auge.


Akshobhya Sahaja Guhyasamaja wird auch in Vereinigung mit Vajra Dhatvishvari, der Vajra-Königin des Raumes, dargestellt.

Referenzen

  1. Melanges Chnois et Bouddhiques Vol.3 Tucci, Giuseppe,1934-35 P.339-353

Literatur

Weblinks