Hödur

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In der nordischen Mythologie gilt der blinde Hödur (altnordisch Höðr 'Kämpfer'), auch Höd oder Hod, Hoder, Hodur, als Bruder Balders und damit als Sohn Odins. Er wird besonders im Völuspâ und im Gylfaginning ausführlich beschrieben.

Nachdem Balder von seinem Tod geträumt hatte, nahm seine Mutter Frigg jedem Tier, jeder Pflanze und jedem Gegenstand einen Eid ab, ihren Sohn nicht zu töten. Nur die Mistel musste keinen Eid abgeben, da sie ihr so unscheinbar erschien. Die Götter machten sich daraufhin den Spaß, Balder mit allen möglichen Gegenständen zu bewerfen, doch alles hielt sich an den Eid.
Loki stiftete den blinden Hödur an, ebenso auf Balder zu werfen und reichte ihm dazu einen Mistelzweig. Von diesem getroffen sank Balder tot zu Boden, woraufhin sein gerade geborener Halbbruder Wali an Hödur Rache nahm. Im Anschluss an die Ragnarök kehren Balder und Hödur aus dem Totenreich Hel zurück und beziehen in der neuen Welt Walhall als ihre Wohnstätte.

Das Skaldskaparmal schreibt : Wie soll man Hödr umschreiben? So, indem man ihn den blinden Gott, den Baldur-Bezwinger, den Mistelzweigwerfer, den Sohn Odins, den Gefährten Hels, den Feind Vális nennt.


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