Lalitavistara Sutra: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Sutra besteht aus 27 Kapiteln. Die folgende Gliederung ist eine Kurzfassung der Kapitelzusammenfassung aus der Einleitung zum vollständigen Werk des Dharmachakra-Übersetzungskomitees.
Das Sutra besteht aus 27 Kapiteln. Die folgende Gliederung ist eine Kurzfassung der Kapitelzusammenfassung aus der Einleitung zum vollständigen Werk des Dharmachakra-Übersetzungskomitees.
=== Kapitel 1 ===
=== Kapitel 1 ===
Im ersten Kapitel des Sutra weilt der Buddha mit einer großen Schar von Schülern in Jetavana. Eines Abends erscheint ihm eine Gruppe göttlicher Wesen und bittet ihn, die Geschichte seiner Erleuchtung zum Wohle aller Wesen zu erzählen. Der Buddha willigt ein.
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<div style="font-weight: normal; padding: 5px 10px; cursor: pointer;"> === Kapitel 1 ===    </div>
<div class="mw-collapsible-content" style="padding: 10px; background-color: #fff; border-top: 1px solid #a2a9b1;">   
<poem>
Bhagavant, der Glückselige, zu Qrdvasti  mit einer großen Schar von Schülern im Jetarhaine in Jetavana. — Seine Begleitung Bhixu- und Bödhisattvascharen. — Versinken in Betrachtung. — Göttersöne erbitten die Mitteilung des Lalita-Vistara. Der Buddha willigt ein.


Der Bodhisattva in Tushita vor seiner Geburt als Siddhartha Gautama.  
Om, Grüße allen Buddhas und Bodhisattvas!
 
Gruß allen Buddha, Bodhisattva, Arya, Qrävaka, Pratyekabuddha, so da verehret in den zehn Richtungen des unendlichen, unbegrenzten Weltalls, den vergangenen, zukünftigen und gegenwärtigen!
Also ward von mir gehört.
— Einstmals wandelte Bhagavant, der Glückselige, zu Srävasti, im Jetarhaine, dem lustgarten Anäthapindadas, begleitet von einer großen Bhixu schar, zwölftausend Bhixu an der Zahl, als da waren der lebensvolle Jnänakäundinya und AQvajit und Väshpa und Mahänäman und Bhadrika und Yagödeva und Vimala und Subähu und PüiTia und Gavampati und Uruvilva Kägyapa und Nadt Kä^yapa und Gaya Kagyapa und Qäriputra und MahäMäudgalyäyana und Mahä-KäQyapa und Mahä-Katyäyana und Kaphila und Käundinya und Cunanda und Maiträyaniputra und Aniruddha und Nandika und Kasphila und Subhüti und Revata und Khadiravanika und Amögharäja und Mahä-Paranika und Kakkula und Nanda und Rahula und Svägata und Änanda, also ansehnliche zwölf tausend Bhixu
— und begleitet auch von zwei und dreißig tausend Bodhisattva, alle nur noch einer Geburt unterworfen, alle zur Bodhisattva TugendvoUkommenheit des jenseits gelangt, alle mit des Bodhisattva höherer Kenntnis sich vergnügend, alle des Bodhisattva höhere Einsieht besitzend, alle des Bodhisattva höhere fäliigkeit habend, alle des Bodhisattva andächtiger Beschauung ganz erfüllt, alle mit des Bodhisattva genauem Verständnis einher gehend, alle des Bodhisattva Femütssammlung erreicht habend, alle des Bodhisattva höhere Willensmacht besitzend, alle des Bödhisattva Ausdauer durchdrungen, alle des Bödhisattva höherer Stellung ganz erfüllt, als da waren der hochedle Bödhisattva Mäitreya und Dharanigvararäja und Simhaketu und Siddhärthamati und Pragäntacaritriniati und Pratisamvitpräpta und Nityäyukta und Mahä-Karunäcandri, also ansehnliche zwei und dreißig tausend Bödhisattvas.
 
In eben dieser Zeit nun war Bhagavant nach Srävasti, der großen Stadt gelangt und weilte daselbst, geehrt, gewürdigt, geachtet und aufgewartet von den vier Kreisen der Gesellschaft, von den königen und königlichen Prinzen, den königlichen Raten, Ministern und ihrem Gefolge, von der Krieger- und Priesterkaste, den Hausherrn, ihren Angehörigen und Genossen, den Stadtleuten und anderen Fremden, den Tirthika, Cramana, faxenden Brähmanaschülern und Pilgermönchen;
doch obwol der Glückselige auserlesene Nahrung, Speisen und Getränke, wohlschmeckende und reichliche empfing, Ausstattung in Mönchsgewändern und Almosentöpfen , Lager- und Wohnstatt und schmerzenstillende Heilmittel, bei allem empfang und aller Ehre bestem blieb er unberürt, einer otusblume gleich über dem Wasser; und der Ruhm und Ruf des Glückseligen verbreitete sich in der weit, als eines erwürdigen Arhant, eines vollkommen erleuchteten, der Wissenschaft und Übung besitzet, ein herrlich Vollendeter ist, der weit vollends kundig, ein Mann, Lenker aller wesen, Lehrer der Götter und Menschen, ein Buddha Bhagavant, mit der höchsten Sehkraft begabt."
Er nun, nachdem er diese weit und eine andere weit, die Deva-, Mära und Brahma weit, die Sramana- und Brähmanafamilien, zumal Göttermid Menschenkinder erkannt, klar begriffen und vollkommen erfasst, er weilte dort, lehrte das gute Gesetz, den in allen Teilen, zu Anfang, in der mitte und am Schlüsse ersprießlichen, den heilvollen, lichten, einzigen, ganz vollendeten, lauteren, reinen Brahmawandel offenbarend.
 
In eben dieser Zeit nun, nachts um die mittlere Wache, war Bhagavant, der Glückselige in Betrachtung versunken, welche Buddhälankära — Buddhas Schmuckentfaltung — genannt wird. Und oben aus dem Haupte des tief in jene „Buddhalankärä" genannte Betrachtung versunkenen Bhagavant, aus dem innern seiner Scheitelkrone entwand sich ein lichter Strahlenglanz „ein Schmuck — genannt — so nicht der Vergessenheit Raum gibt an frühere Buddhas und nicht der Unkenntnis ihrer heiligen Gemeinschaft.
Der erfüllte ganz mit Licht die lauteren Wohnungen und Herren Göttersitze, entflammte Mahesvara, den Oberherrn und der andern Göttersöne unermessliche Scharen. Darauf aber, wie jenes Stralenbündel des Tathägata zum Vorschein kam, ließen auch die folgenden entflammenden Gäthä sich vernehmen:
Wolauf, zum licht, zu der erkenntnis lichtem Strahl
so dunkel tilgt, lauteren glanzes, Glück erhellt;
Dess wesen ruh, seHge Ruh im Herzen trägt: zum Muni kommt, treulich zum Qäkya-Simha!
Dem heiligen, grossmächtigen, dess kenntnis meeresfüll, dem Gesetzesherrn, Allweisen und der weisen Meister,
Dem Götterherrn, Göttern und Menschen erbar, so fest und selbständig gebietet: im vertraut!
Der seinem will'n beugete den schwer bezämten sinn, aus Marals schling völlig entwand des geistes kraft;
Dess aug' und or jeglicher schrank auch spottet: er lädt zur ruh, zu der befreiung jenseits!
Der offenbar im unvergleichlichen gesetz, das dunkel scheucht, meisterlich die fürung kennet;
Der heil erwirkt, höchster erleuchtung wach erscheint; im voller hingebung euch alle nahet!
Der Ärzte Fürst, reicht er der labung nectartrank;
der kämpfer held, drängt er der frevler schar zurück;
Des gesetzes freund, kundig der höchsten Wahrheit, ist Führer er, weisend zum Ziel den Herren Pfad.
 
Doch sobald nun die göttersöne, welche die lautem himmelswonungen teilen, von jenem stralenglanz — der erinnerung an die Buddha und kenntnis irer heiligen gemeinschaft — berüret und erregt waren von den herrlichen sangstrophen : da erhüben sich die seligen rings aus irer betrachtung und wurden eingedenk der glückseligen Buddha, welche mit Irer würde erfüllte, unermessliche, unberechenbare, unzälige, unübertreffliche weltalter hindurch geschritten; und welches dieser glückseligen Buddha tätigkeitsgebiet, Ire tugendvolle laufban und versammlungsk reise, welche ire gesetzeslerstätten gewesen, alles dessen wurden sie eingedenk.
 
Alsdann aber in derselben nacht, da sie schon zu ende sich neigte, begaben sich Icjvara, namentlich, und Mahe^vara und Nanda und Sunanda und Candana und Mahita und Pragänta und Pra^änta . Vinitö^vara, diese und zalreiche andere göttersöne, welche die lautem himmelswonungen teilen, göttersöne von hervorragender Schönheit, zum Jetarhain, den sie mit himmlischem glänze ganz erfüllten. Dorten, wo Bhagavant, der Glückselige weilte, angelangt, warfen sie sich mit dem haupte zu des Glückseligen fußen, in einmütiger vererung in begrüßend. " Und in der einmütigen ausschließlichen veremng sprachen diese göttersöne, welche die himmlischen wonungen teilen, zu dem Glückseligen also: „Es ist, o Bhagavant, eine gesetzesabhandlung, mit namen Laiita - Vistara,
ein Sütraabschlufs, eine Sammlung von großem Umfang.
 
Des Bödhisattva wolfartsquellen erschließend zeiget sie sein leuchtendes erstralen in der Tushita lieblichen wonung, nach der beratung das spiel seiner herabkunft, sowie seinen aufenthalt im schoße der mutter, — zeiget des wieder gebornen geburt und seiner geburtsstätte herrlichkeit, — zeiget alle besonders hervor tretenden tugenden seines knabenalters , alle seine geschicklichkeiten und Fertigkeiten des täglichen lebens in schreiben, rechnen und der zeichenkunst , seine gewandtheit im kämpf mit schwert, bogen und pfeilen, und wie das alles in ganz besonderer trefflichkeit — zeiget seine genüsse und freuden im bereiche des frauenpalastes, und erzälend von dem erlangen aller frucht, welche der Bödhisattvawandel unvorweigerlich zur reife bringt, zeiget sie, wie er als solcher sich vergnüget, die ganze Märasippschaft zu gründe richtet, Tathägata wird, seine macht und Sicherheit der erkenntnis in der Vereinigung der achtzehn bedingungen der Unabhängigkeit, und in der genauen anweisung des unermesslichen Buddhagesetzes. ^* — Sie ist auch von den früheren Tathägata früher mitgetheilt, als wie von dem glückseligen Padmöttara und Dharmaketu und Dipankara und Gunaketu und Mahäkara und Rishidevä und Qritejas und Satyaketu und Vajrasamhata und Sarväbhibhü und Hemavarna und Atyuccagämin und Prabädasägara und Pushpaketu und Vararüpa und Sulöcana und Rishigupta und Jinavaktra und Unnata und Pushpita und Urnätejas und Pushkala und Sura^mi und Mangala und Sudar^ana und Mahäsimhatejas und Sthitabuddhidatta und Vasantagandhin und Satyadharmavipulakirti und Tishya und Pushya und Lökasundara und Vistirnabheda und Ratnakirti und Ugratejas und Brahmat§jas und Sughösha und Supushpa und Sumanöjnaghösha und Suceshtarüpa und Prahasitanetra und Gunarägi und Meghasvara und Sundaravarna und Ayust^jas und Salilagajagamin und Lökabhiläshita und Jita?atru und Sampüjita und Vipa^yin und ^ikhin und Vi^vabliu und Krakucchanda und Kanakamuni und Kägyapa, dem Tathägata, Arhant und herrlich vollendeten Buddha früher mitgeteilt, und diese möge auch der Glückselige jetzt offenbaren". ^*
 
Und der geschöpfe menge zum heil, der geschöpfe menge zum glück, der weit zum erbarmen, der großen gesammtheit der gescülechter zu nutz und segen , sowol den göttern als den menschenkindern — und auch darum, zur förderung „der großen überfart", doch allen widersprechenden zum einhält, wie allen Bödhisattva zur erhebung, so allen AI äragenossen zur demütigung, auch allen, welche an der Bödhisattva überfart anteil nemen, für ir beginnen tatkraft in der sele zu erzeugen, zur Übername des guten gesetzes, zur erhaltung der familie der drei kleinodien und dem Buddhawerke zur sichtbaren Verherrlichung — gewär leistete der Glückselige den göttersönen in schweigender Zustimmung, ob der götter- und menschenweit sich erbarmend. ^* Solche schweigende Zustimmung aber bemerkend, verneigten sich darauf die göttersöne befriedigt, gehobenen sinnes, erfreut, voll ergötzen und wonne mit dem haupte erfurchtsvoll zu des Glückseligen fußen, machten dreimal die Umwandlung zur rechten und verschwanden, indem sie die statte mit himmlischen sandel- und agallochapulver sowie mit mandäravablüten bestreuten.
 
Darauf nun begab sich Bhagavant, der Glückselige, noch gegen ende derselben nacht in jfenen hain, welchen gruppen von rorschösslingen bilden; dort angekommen ließ er sich aufgefordert unter den Bödhisattvascharen und Qrävakamengen auf einen sitz nieder, mit seiner anrede die Bhixu begrüßend. — (Also wol, o ir Bhixu, verschwanden dort in der nacht, da sie zu ende gieng, I^vara namentlich, der götterson, welcher die lautern himmelswonungen teilet, und Maheijvara, wie er heißet, und Nandana und Änanda und Sunanda und Gandana und Mahita und Pracjänta und Vinite^vara, diese und andere viele göttersöne, welche die lautern himmelswonungen teilen, sowie zuvor gesagt ist.) — Hiernach nun sprachen die Bodhisattva und vornemen Qrävaka, da sie ererbietig mit der händeerhebung in begrüßet, zum Bhagavant, dem Glückseligen, also: „Wolan denn, o Bhagavant, möge jene gesetzesabhandlung, Laiita- Vistara mit namen, geoflfenbaret werden ! auf dafs es geschehe der geschöpfe menge zum heil, der geschöpfe menge zum glück, der weit zum erbarmen, der großen gesammtheit der geschlechter zu nutz, zu heil und segen, sowol den göttern als den menschenkindem"! — Und nunmer auch den also herangekonmienen Bodhisattva Mahasattva, den ser edlen, gewär leistete der Glückselige, diesen sowie den vornemen Jüngern, den Maha-^rävaka in schweigender Zustimmung, zumal der götter-, menschen- und Asura-welt sich erbarmend.''
Also nämlich wird dort gesagt:
„In dieser nacht eben, o Bhixu, heut hier, da friedlich einsam ich gelagert ruhte; Versenket mich hatt' in Vergnügens Reinheit,
und ungeteilt geist und gemüt zusammen nam:
Da herer macht nahten die göttersöne
in makellos herrlichem glänz und lichter pracht;
Und heller hier stralt' — wie er heißt — der J^tarliain, wie nah und mir näher sie froh gelangten:
MahÖ<2vai*a, Candana, t<2a, Nanda, Sunanda und Mahita, Praqäntacitta, Auch Qänta, wie diese so noch andre viele,
ja, Scharen noch himmlischer Götterkinder.
Sich zu fußen mir neigend und zur rechten wandelnd 4
 
aufstellten sie hier sich in meiner nähe, Erhüben die händ', ünger an Finger legend, und voller erfurcht mich alsdann sie baten:
„Dieß Leidenschafl tilgende reiche Sütra von weitem umfang, der entwicklung großes band.
Verkündet, o Muni, von allen [[Tathagata]], wards aller vorweit zu heil und frommen".
„Wolan, drum auch jetzt es verkündet der Weise" !
Und der, nach anspruch auch der Bödhisattva Menge', das große Fahrzeug, das Erhabene kund tat,
ob hohen ausspruchs den Namuci bändigend.
Die bitte der göttlichen schar er also mit schweigen aufnam und verlieh gewärung, Dafs jene all' freudig, entzückt, befriedigt
rings blumen ausstreuten zu der wonn' erfüllung.
Drum höret, ir Bhixu, von mir nun alle der großen entwickelung reiches Sütra, So alle Tathägata einst verkündet
der ganzen vorweit so zu heil als frommen"!
 
So im Lalita -Vistara, Einleitung genannt, der erste Verlauf.<ref> https://archive.org/details/lalitavistaraer00lefmgoog/page/2/mode/2up </ref>
(Deutscher Dialekt von Salomon Lefmann 1874...)
</poem>
</div></div>


=== Kapitel 2 ===
=== Kapitel 2 ===
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* [https://84000.co/translation/toh95.pdf Lalitavistara Sutra] en PDF
* [https://84000.co/translation/toh95.pdf Lalitavistara Sutra] en PDF
* Salomon Lefmann (Übers.): [https://archive.org/details/lalitavistaraer00lefmgoog Lalita Vistara. Erzählung von dem Leben und der Lehre des Çâkya Sim̃ha] - Aus dem Original des Sanskrit und des Gâthâdialects zuerst ins Deutsche übersetzt und mit sachlichen Erklärungen versehen. Dümmler, Berlin 1874
* Salomon Lefmann (Übers.): [https://archive.org/details/lalitavistaraer00lefmgoog Lalita Vistara. Erzählung von dem Leben und der Lehre des Çâkya Sim̃ha] - Aus dem Original des Sanskrit und des Gâthâdialects zuerst ''ins Deutsche übersetzt'' und mit sachlichen Erklärungen versehen. Dümmler, Berlin 1874
* Salomon Lefmann (Hg.): [https://archive.org/details/lalitavistaraleb02lefm Lalita Vistara], Leben und Lehre des Çâkya-Buddha. Textausgabe mit Varianten-, Metren- und Wörterverzeichnis, 2 Bde, Halle an der Saale, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses 1902, 1908, Sanskrit
* Salomon Lefmann (Hg.): [https://archive.org/details/lalitavistaraleb02lefm Lalita Vistara], Leben und Lehre des Çâkya-Buddha. Textausgabe mit Varianten-, Metren- und Wörterverzeichnis, 2 Bde, Halle an der Saale, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses 1902, 1908, Sanskrit  
* [https://archive.org/details/lalitavistarabijoyagoswamiasiaticsociety_962_q/page/n1/mode/2up Lalita Vistara], en trans. by Bijoya Goswamim Asiatic Society
* E. J. Thomas: The Lalitavistara and Sarvastivada. In: Indian Historical Quarterly, 16/2 (1940), [http://ccbs.ntu.edu.tw/FULLTEXT/JR-ENG/tho_1.htm S. 239–245]
* E. J. Thomas: The Lalitavistara and Sarvastivada. In: Indian Historical Quarterly, 16/2 (1940), [http://ccbs.ntu.edu.tw/FULLTEXT/JR-ENG/tho_1.htm S. 239–245]
* [//12koerbe.de/hanumans/lalita.htm Lalitavistara - Die Empfängnis und Geburt des Buddha]
* [//12koerbe.de/hanumans/lalita.htm Lalitavistara - Die Empfängnis und Geburt des Buddha]

Aktuelle Version vom 15. Februar 2026, 19:47 Uhr

Lalitavistara-Bodhisattva im Tusita Himmel

Das Lalitavistara Sutra (Volles Spiel - Sutra) beinhaltet eine Biografie des Budda Gautama aus der Sicht des Mahayana, die etwa im zweiten Jahrhundert n. Chr. entstand als Zusammenfassung langer Überlieferungen in Pali und Sanskrit.
Der Indologe Winternitz vermutete, dass es sich ursprünglich um eine Schrift aus dem Sarvastivada handelte. Der Text besteht aus 27 Kapiteln.

Buddha Shakyamuni wird hier ähnlich wie im Mahavastu nicht als gewöhnlicher Mensch[1] sondern als von vornherein mit vollkommenem Wissen ausgestatteter Sohn von Mahamaya dargestellt. Er habe den Weg zur Erleuchtung nur zum Schein noch einmal durchlaufen, um den Suchern den Weg zu weisen. Das Gelübde welches er als Sumegha vor Buddha Dipankara ablegte und seine Vorbereitung auf die Buddhaschaft im Tushita-Himmel seien nur Mittel gewesen, um allen Wesen den Pfad zur Buddhaschaft zu zeigen.

Borobodur - Siddharta_Gautama

Inhalt

Das Sutra besteht aus 27 Kapiteln. Die folgende Gliederung ist eine Kurzfassung der Kapitelzusammenfassung aus der Einleitung zum vollständigen Werk des Dharmachakra-Übersetzungskomitees.

Kapitel 1

=== Kapitel 1 ===

Bhagavant, der Glückselige, zu Qrdvasti mit einer großen Schar von Schülern im Jetarhaine in Jetavana. — Seine Begleitung Bhixu- und Bödhisattvascharen. — Versinken in Betrachtung. — Göttersöne erbitten die Mitteilung des Lalita-Vistara. Der Buddha willigt ein.

Om, Grüße allen Buddhas und Bodhisattvas!

Gruß allen Buddha, Bodhisattva, Arya, Qrävaka, Pratyekabuddha, so da verehret in den zehn Richtungen des unendlichen, unbegrenzten Weltalls, den vergangenen, zukünftigen und gegenwärtigen!
Also ward von mir gehört.
— Einstmals wandelte Bhagavant, der Glückselige, zu Srävasti, im Jetarhaine, dem lustgarten Anäthapindadas, begleitet von einer großen Bhixu schar, zwölftausend Bhixu an der Zahl, als da waren der lebensvolle Jnänakäundinya und AQvajit und Väshpa und Mahänäman und Bhadrika und Yagödeva und Vimala und Subähu und PüiTia und Gavampati und Uruvilva Kägyapa und Nadt Kä^yapa und Gaya Kagyapa und Qäriputra und MahäMäudgalyäyana und Mahä-KäQyapa und Mahä-Katyäyana und Kaphila und Käundinya und Cunanda und Maiträyaniputra und Aniruddha und Nandika und Kasphila und Subhüti und Revata und Khadiravanika und Amögharäja und Mahä-Paranika und Kakkula und Nanda und Rahula und Svägata und Änanda, also ansehnliche zwölf tausend Bhixu
— und begleitet auch von zwei und dreißig tausend Bodhisattva, alle nur noch einer Geburt unterworfen, alle zur Bodhisattva TugendvoUkommenheit des jenseits gelangt, alle mit des Bodhisattva höherer Kenntnis sich vergnügend, alle des Bodhisattva höhere Einsieht besitzend, alle des Bodhisattva höhere fäliigkeit habend, alle des Bodhisattva andächtiger Beschauung ganz erfüllt, alle mit des Bodhisattva genauem Verständnis einher gehend, alle des Bodhisattva Femütssammlung erreicht habend, alle des Bodhisattva höhere Willensmacht besitzend, alle des Bödhisattva Ausdauer durchdrungen, alle des Bödhisattva höherer Stellung ganz erfüllt, als da waren der hochedle Bödhisattva Mäitreya und Dharanigvararäja und Simhaketu und Siddhärthamati und Pragäntacaritriniati und Pratisamvitpräpta und Nityäyukta und Mahä-Karunäcandri, also ansehnliche zwei und dreißig tausend Bödhisattvas.

In eben dieser Zeit nun war Bhagavant nach Srävasti, der großen Stadt gelangt und weilte daselbst, geehrt, gewürdigt, geachtet und aufgewartet von den vier Kreisen der Gesellschaft, von den königen und königlichen Prinzen, den königlichen Raten, Ministern und ihrem Gefolge, von der Krieger- und Priesterkaste, den Hausherrn, ihren Angehörigen und Genossen, den Stadtleuten und anderen Fremden, den Tirthika, Cramana, faxenden Brähmanaschülern und Pilgermönchen;
doch obwol der Glückselige auserlesene Nahrung, Speisen und Getränke, wohlschmeckende und reichliche empfing, Ausstattung in Mönchsgewändern und Almosentöpfen , Lager- und Wohnstatt und schmerzenstillende Heilmittel, bei allem empfang und aller Ehre bestem blieb er unberürt, einer otusblume gleich über dem Wasser; und der Ruhm und Ruf des Glückseligen verbreitete sich in der weit, als eines erwürdigen Arhant, eines vollkommen erleuchteten, der Wissenschaft und Übung besitzet, ein herrlich Vollendeter ist, der weit vollends kundig, ein Mann, Lenker aller wesen, Lehrer der Götter und Menschen, ein Buddha Bhagavant, mit der höchsten Sehkraft begabt."
Er nun, nachdem er diese weit und eine andere weit, die Deva-, Mära und Brahma weit, die Sramana- und Brähmanafamilien, zumal Göttermid Menschenkinder erkannt, klar begriffen und vollkommen erfasst, er weilte dort, lehrte das gute Gesetz, den in allen Teilen, zu Anfang, in der mitte und am Schlüsse ersprießlichen, den heilvollen, lichten, einzigen, ganz vollendeten, lauteren, reinen Brahmawandel offenbarend.

In eben dieser Zeit nun, nachts um die mittlere Wache, war Bhagavant, der Glückselige in Betrachtung versunken, welche Buddhälankära — Buddhas Schmuckentfaltung — genannt wird. Und oben aus dem Haupte des tief in jene „Buddhalankärä" genannte Betrachtung versunkenen Bhagavant, aus dem innern seiner Scheitelkrone entwand sich ein lichter Strahlenglanz „ein Schmuck — genannt — so nicht der Vergessenheit Raum gibt an frühere Buddhas und nicht der Unkenntnis ihrer heiligen Gemeinschaft.
Der erfüllte ganz mit Licht die lauteren Wohnungen und Herren Göttersitze, entflammte Mahesvara, den Oberherrn und der andern Göttersöne unermessliche Scharen. Darauf aber, wie jenes Stralenbündel des Tathägata zum Vorschein kam, ließen auch die folgenden entflammenden Gäthä sich vernehmen:
Wolauf, zum licht, zu der erkenntnis lichtem Strahl
so dunkel tilgt, lauteren glanzes, Glück erhellt;
Dess wesen ruh, seHge Ruh im Herzen trägt: zum Muni kommt, treulich zum Qäkya-Simha!
Dem heiligen, grossmächtigen, dess kenntnis meeresfüll, dem Gesetzesherrn, Allweisen und der weisen Meister,
Dem Götterherrn, Göttern und Menschen erbar, so fest und selbständig gebietet: im vertraut!
Der seinem will'n beugete den schwer bezämten sinn, aus Marals schling völlig entwand des geistes kraft;
Dess aug' und or jeglicher schrank auch spottet: er lädt zur ruh, zu der befreiung jenseits!
Der offenbar im unvergleichlichen gesetz, das dunkel scheucht, meisterlich die fürung kennet;
Der heil erwirkt, höchster erleuchtung wach erscheint; im voller hingebung euch alle nahet!
Der Ärzte Fürst, reicht er der labung nectartrank;
der kämpfer held, drängt er der frevler schar zurück;
Des gesetzes freund, kundig der höchsten Wahrheit, ist Führer er, weisend zum Ziel den Herren Pfad.

Doch sobald nun die göttersöne, welche die lautem himmelswonungen teilen, von jenem stralenglanz — der erinnerung an die Buddha und kenntnis irer heiligen gemeinschaft — berüret und erregt waren von den herrlichen sangstrophen : da erhüben sich die seligen rings aus irer betrachtung und wurden eingedenk der glückseligen Buddha, welche mit Irer würde erfüllte, unermessliche, unberechenbare, unzälige, unübertreffliche weltalter hindurch geschritten; und welches dieser glückseligen Buddha tätigkeitsgebiet, Ire tugendvolle laufban und versammlungsk reise, welche ire gesetzeslerstätten gewesen, alles dessen wurden sie eingedenk.

Alsdann aber in derselben nacht, da sie schon zu ende sich neigte, begaben sich Icjvara, namentlich, und Mahe^vara und Nanda und Sunanda und Candana und Mahita und Pragänta und Pra^änta . Vinitö^vara, diese und zalreiche andere göttersöne, welche die lautem himmelswonungen teilen, göttersöne von hervorragender Schönheit, zum Jetarhain, den sie mit himmlischem glänze ganz erfüllten. Dorten, wo Bhagavant, der Glückselige weilte, angelangt, warfen sie sich mit dem haupte zu des Glückseligen fußen, in einmütiger vererung in begrüßend. " Und in der einmütigen ausschließlichen veremng sprachen diese göttersöne, welche die himmlischen wonungen teilen, zu dem Glückseligen also: „Es ist, o Bhagavant, eine gesetzesabhandlung, mit namen Laiita - Vistara,
ein Sütraabschlufs, eine Sammlung von großem Umfang.

Des Bödhisattva wolfartsquellen erschließend zeiget sie sein leuchtendes erstralen in der Tushita lieblichen wonung, nach der beratung das spiel seiner herabkunft, sowie seinen aufenthalt im schoße der mutter, — zeiget des wieder gebornen geburt und seiner geburtsstätte herrlichkeit, — zeiget alle besonders hervor tretenden tugenden seines knabenalters , alle seine geschicklichkeiten und Fertigkeiten des täglichen lebens in schreiben, rechnen und der zeichenkunst , seine gewandtheit im kämpf mit schwert, bogen und pfeilen, und wie das alles in ganz besonderer trefflichkeit — zeiget seine genüsse und freuden im bereiche des frauenpalastes, und erzälend von dem erlangen aller frucht, welche der Bödhisattvawandel unvorweigerlich zur reife bringt, zeiget sie, wie er als solcher sich vergnüget, die ganze Märasippschaft zu gründe richtet, Tathägata wird, seine macht und Sicherheit der erkenntnis in der Vereinigung der achtzehn bedingungen der Unabhängigkeit, und in der genauen anweisung des unermesslichen Buddhagesetzes. ^* — Sie ist auch von den früheren Tathägata früher mitgetheilt, als wie von dem glückseligen Padmöttara und Dharmaketu und Dipankara und Gunaketu und Mahäkara und Rishidevä und Qritejas und Satyaketu und Vajrasamhata und Sarväbhibhü und Hemavarna und Atyuccagämin und Prabädasägara und Pushpaketu und Vararüpa und Sulöcana und Rishigupta und Jinavaktra und Unnata und Pushpita und Urnätejas und Pushkala und Sura^mi und Mangala und Sudar^ana und Mahäsimhatejas und Sthitabuddhidatta und Vasantagandhin und Satyadharmavipulakirti und Tishya und Pushya und Lökasundara und Vistirnabheda und Ratnakirti und Ugratejas und Brahmat§jas und Sughösha und Supushpa und Sumanöjnaghösha und Suceshtarüpa und Prahasitanetra und Gunarägi und Meghasvara und Sundaravarna und Ayust^jas und Salilagajagamin und Lökabhiläshita und Jita?atru und Sampüjita und Vipa^yin und ^ikhin und Vi^vabliu und Krakucchanda und Kanakamuni und Kägyapa, dem Tathägata, Arhant und herrlich vollendeten Buddha früher mitgeteilt, und diese möge auch der Glückselige jetzt offenbaren". ^*

Und der geschöpfe menge zum heil, der geschöpfe menge zum glück, der weit zum erbarmen, der großen gesammtheit der gescülechter zu nutz und segen , sowol den göttern als den menschenkindern — und auch darum, zur förderung „der großen überfart", doch allen widersprechenden zum einhält, wie allen Bödhisattva zur erhebung, so allen AI äragenossen zur demütigung, auch allen, welche an der Bödhisattva überfart anteil nemen, für ir beginnen tatkraft in der sele zu erzeugen, zur Übername des guten gesetzes, zur erhaltung der familie der drei kleinodien und dem Buddhawerke zur sichtbaren Verherrlichung — gewär leistete der Glückselige den göttersönen in schweigender Zustimmung, ob der götter- und menschenweit sich erbarmend. ^* Solche schweigende Zustimmung aber bemerkend, verneigten sich darauf die göttersöne befriedigt, gehobenen sinnes, erfreut, voll ergötzen und wonne mit dem haupte erfurchtsvoll zu des Glückseligen fußen, machten dreimal die Umwandlung zur rechten und verschwanden, indem sie die statte mit himmlischen sandel- und agallochapulver sowie mit mandäravablüten bestreuten.

Darauf nun begab sich Bhagavant, der Glückselige, noch gegen ende derselben nacht in jfenen hain, welchen gruppen von rorschösslingen bilden; dort angekommen ließ er sich aufgefordert unter den Bödhisattvascharen und Qrävakamengen auf einen sitz nieder, mit seiner anrede die Bhixu begrüßend. — (Also wol, o ir Bhixu, verschwanden dort in der nacht, da sie zu ende gieng, I^vara namentlich, der götterson, welcher die lautern himmelswonungen teilet, und Maheijvara, wie er heißet, und Nandana und Änanda und Sunanda und Gandana und Mahita und Pracjänta und Vinite^vara, diese und andere viele göttersöne, welche die lautern himmelswonungen teilen, sowie zuvor gesagt ist.) — Hiernach nun sprachen die Bodhisattva und vornemen Qrävaka, da sie ererbietig mit der händeerhebung in begrüßet, zum Bhagavant, dem Glückseligen, also: „Wolan denn, o Bhagavant, möge jene gesetzesabhandlung, Laiita- Vistara mit namen, geoflfenbaret werden ! auf dafs es geschehe der geschöpfe menge zum heil, der geschöpfe menge zum glück, der weit zum erbarmen, der großen gesammtheit der geschlechter zu nutz, zu heil und segen, sowol den göttern als den menschenkindem"! — Und nunmer auch den also herangekonmienen Bodhisattva Mahasattva, den ser edlen, gewär leistete der Glückselige, diesen sowie den vornemen Jüngern, den Maha-^rävaka in schweigender Zustimmung, zumal der götter-, menschen- und Asura-welt sich erbarmend.
Also nämlich wird dort gesagt:
„In dieser nacht eben, o Bhixu, heut hier, da friedlich einsam ich gelagert ruhte; Versenket mich hatt' in Vergnügens Reinheit,
und ungeteilt geist und gemüt zusammen nam:
Da herer macht nahten die göttersöne
in makellos herrlichem glänz und lichter pracht;
Und heller hier stralt' — wie er heißt — der J^tarliain, wie nah und mir näher sie froh gelangten:
MahÖ<2vai*a, Candana, t<2a, Nanda, Sunanda und Mahita, Praqäntacitta, Auch Qänta, wie diese so noch andre viele,
ja, Scharen noch himmlischer Götterkinder.
Sich zu fußen mir neigend und zur rechten wandelnd 4

aufstellten sie hier sich in meiner nähe, Erhüben die händ', ünger an Finger legend, und voller erfurcht mich alsdann sie baten:
„Dieß Leidenschafl tilgende reiche Sütra von weitem umfang, der entwicklung großes band.
Verkündet, o Muni, von allen Tathagata, wards aller vorweit zu heil und frommen".
„Wolan, drum auch jetzt es verkündet der Weise" !
Und der, nach anspruch auch der Bödhisattva Menge', das große Fahrzeug, das Erhabene kund tat,
ob hohen ausspruchs den Namuci bändigend.
Die bitte der göttlichen schar er also mit schweigen aufnam und verlieh gewärung, Dafs jene all' freudig, entzückt, befriedigt
rings blumen ausstreuten zu der wonn' erfüllung.
Drum höret, ir Bhixu, von mir nun alle der großen entwickelung reiches Sütra, So alle Tathägata einst verkündet
der ganzen vorweit so zu heil als frommen"!

So im Lalita -Vistara, Einleitung genannt, der erste Verlauf.[2]
(Deutscher Dialekt von Salomon Lefmann 1874...)

Kapitel 2

Am nächsten Morgen erzählt der Buddha den versammelten Schülern seine Geschichte. Er beginnt sie mit der Schilderung seines früheren Lebens, in dem der zukünftige Buddha in den himmlischen Sphären lebte, umgeben von göttlichen Freuden. In seinem früheren Leben war er als Bodhisattva bekannt. Der Bodhisattva genießt die unermesslichen Freuden seines himmlischen Daseins, doch eines Tages rufen ihn die Musikinstrumente des himmlischen Palastes aufgrund seiner früheren Bestrebungen und erinnern ihn an sein früheres Versprechen, Erleuchtung zu erlangen.

Kapitel 3

Als der Bodhisattva an seine früheren Versprechen erinnert wird, verkündet er zum Entsetzen der Götter dieser Welt, dass er seine göttlichen Freuden aufgeben wird, um in der menschlichen Welt wiedergeboren zu werden und dort die vollständige Erleuchtung zu erlangen.

Kapitel 4

Bevor er die himmlischen Reiche verlässt, erteilt der Bodhisattva den Göttern eine letzte Lehre.

Kapitel 5

Der Bodhisattva setzt Maitreya als seinen Regenten in den himmlischen Reichen ein und begibt sich, begleitet von großen göttlichen Opfergaben und glückverheißenden Zeichen, in die menschliche Welt. Königin Maya liegt da.

Kapitel 6

Borobodur - Königin Mahamaya

Der Bodhisattva tritt durch den Schoß der Königin Māyā in die menschliche Welt ein und verweilt während der Schwangerschaft in einem wunderschönen Tempel, wo er die Glückseligkeit der Versenkung genießt.

Kapitel 7

Der Bodhisattva wird im Hain von Lumbini geboren und verkündet seine Absicht, die vollständige Erleuchtung zu erlangen.

Kapitel 8

Der neugeborene Bodhisattva besucht einen Tempel, wo sich die Steinstatuen erheben, um ihn zu begrüßen.

Kapitel 9

Sein Vater Śuddhodana gibt prächtigen Schmuck für ihn in Auftrag.

Kapitel 10

Der Bodhisattva besucht seinen ersten Schultag und übertrifft selbst die erfahrensten Lehrer bei Weitem. Dieses Kapitel ist bemerkenswert, da es eine Liste der dem Bodhisattva bekannten Schriften enthält, die für die Geschichte der indischen Schriften von großer Bedeutung war, insbesondere durch den Vergleich verschiedener erhaltener Textversionen.

Kapitel 11

Als junger Knabe erreicht er auf einem Ausflug aufs Land die höchste Stufe des Samadhi.

Kapitel 12

Als junger Mann beweist er sein unglaubliches Können in den traditionellen weltlichen Künsten und gewinnt die Hand von Gopā, einem Śākya-Mädchen, deren Vater einen Beweis für die Qualitäten des Bodhisattva als geeigneten Ehemann verlangt.

Kapitel 13

Der Bodhisattva erreicht die Reife und genießt das Leben im Palast, wo er von allen Arten von Vergnügen umgeben ist, darunter ein großer Harem. Die Götter erinnern ihn daraufhin sanft an sein Gelübde, zu erwachen.

Kapitel 14

Der Bodhisattva unternimmt eine Reise außerhalb der Palastmauern, um die königlichen Parks zu besuchen. Auf dieser Reise begegnet er einem Kranken, einem alten Mann, einer Leiche und einem frommen Bettelmönch. Tief bewegt von diesen Anblicken, entsagt der Bodhisattva seinen königlichen Genüssen.

Prinz Siddhartha Gautama schneidet sich die Haare und wird ein Asket.

Kapitel 15

Der Bodhisattva verlässt den Palast, um das Leben eines spirituellen Suchers auf einer meditativen Reise zu beginnen.

Kapitel 16

Der Bodhisattva sucht die bedeutendsten spirituellen Lehrer seiner Zeit auf und übertrifft sie bald alle an Verständnis und meditativer Konzentration. Sein außergewöhnliches Charisma zieht viele Wesen an, darunter den König von Magadha, der den Bodhisattva bittet, in seinem Königreich zu leben, jedoch ohne Erfolg.

Kapitel 17

Der Bodhisattva folgt Rudraka, einem berühmten spirituellen Lehrer. Er meistert die vorgeschriebenen Übungen schnell, ist aber erneut von den Lehren enttäuscht. Der Bodhisattva beschließt, dass er die Erleuchtung selbst finden muss, und begibt sich auf eine sechsjährige Reise der strengen Askese. Diese Übungen bringen ihn an den Rand des Todes.

Kapitel 18

Der Bodhisattva erkennt, dass die asketischen Übungen nicht zur Erleuchtung führen, und, ermutigt von einigen schützenden Göttern, beginnt er wieder normal zu essen und erlangt seine Gesundheit zurück.

Kapitel 19

Im Bewusstsein, kurz vor der Erreichung seines Ziels zu stehen, begibt sich der Bodhisattva zum Bodhimanda, dem heiligen Ort, an dem alle Bodhisattvas in ihrer letzten Existenz die volle Erleuchtung erlangen.

Kapitel 20

Er erreicht den Ort der Erleuchtung, und die Götter vollbringen eine Vielzahl von Wundern und verwandeln die Gegend in ein göttliches Reich, das dem epischen Akt, der den Bodhisattva erwartet, würdig ist.

Kapitel 21

Māra, der mächtigste Dämon der Begierde, erscheint, um den Bodhisattva an der Erreichung seines Ziels zu hindern. Māra versucht, den Bodhisattva mit seinem mächtigen Heer zu erschrecken und ihn mit seinen verführerischen Töchtern zu verführen, doch es gelingt ihm nicht, den Bodhisattva von seinem Ziel abzubringen. Geschlagen gibt Māra auf.

Kapitel 22

Nun ist alles vorbereitet für die Erleuchtung des Bodhisattva unter dem Bodhi-Baum. Dieser allmähliche Prozess vollzieht sich die ganze Nacht hindurch, bis er im Morgengrauen vollständig erwacht und zum Buddha („Erwachter“) oder Tathagata wird, wie er nach seiner Erleuchtung genannt wird.

Die Götter bringen dem Buddha vier Schalen dar.

Kapitel 23

In Anerkennung seiner herausragenden Leistung besucht das gesamte Pantheon der Götter den Tathagata, bringt ihm Opfergaben dar und singt Loblieder.

Kapitel 24

Sieben Wochen lang, nach seiner Erleuchtung, bleibt der Buddha allein im Wald und lehrt nicht. Er befürchtet, die Wahrheit, die er entdeckt hat, könnte für andere zu tiefgründig sein. So spricht er:

„Tiefgründig, friedvoll, rein, klar und unbedingt – Das ist die nektargleiche Wahrheit, die ich erkannt habe. Würde ich sie lehren, würde sie niemand verstehen. Deshalb bleibe ich still im Wald.“

Der Dämon Māra spürt dieses Dilemma und versucht, den Buddha ein letztes Mal zu überlisten. Er erscheint ihm und schlägt vor, dass dies vielleicht ein geeigneter Zeitpunkt für den Eintritt ins Parinirvāṇa wäre! Der Buddha weist Māras Rat zurück, und schließlich zieht sich Māra zurück. Während dieser ersten sieben Wochen begegnet der Buddha auch einigen Einheimischen, die durch die Gegend ziehen, aber er lehrt sie nicht.

Kapitel 25

Die Götter Brahmā, Śakra und die anderen Götter spüren das Zögern des Buddha. Sie besuchen ihn und bitten ihn formell, den Dharma zu lehren. Sie wiederholen die Bitte viermal, bevor der Buddha schließlich einwilligt. Nach seiner Zustimmung spricht der Buddha: „O „Brahmā, die Tore des Nektars sind geöffnet.“

Buddha und die 5 Asketen

Kapitel 26

Der Buddha beschließt, dass seine fünf ehemaligen Gefährten aus seiner Zeit der Askese die geeignetsten Schüler für seine erste Unterweisung sind. Er reist zum Wildpark außerhalb von Varanasi, um sie zu treffen. Anfangs sind die Gefährten misstrauisch, da der Buddha seine Askese aufgegeben hat, doch bald sind sie von seiner majestätischen Präsenz überwältigt und bitten ihn um Unterweisung. Die fünf Gefährten empfangen augenblicklich die Ordination, und in einem entscheidenden Moment lehrt der Buddha sie die Vier Edlen Wahrheiten: das Leiden, den Ursprung des Leidens, die Aufhebung des Leidens und den Weg zur Aufhebung des Leidens. So markiert dieses Ereignis die Geburt der Drei Juwelen: des Buddha, des Dharma und des Sangha.

Kapitel 27

Im Epilog spricht der Buddha schließlich. Er ermutigt seine Götter und Menschen, dieses Sutra zu befolgen und es nach besten Kräften zu verbreiten.

Die Geschichte endet in dem Moment, als der Buddha alle Qualitäten der Erleuchtung erlangt hat und bereit ist, die Welt zu beeinflussen, was er in den folgenden fünfundvierzig Jahren durch die unaufhörliche Lehre des Dharma und den Aufbau seiner Anhängerschaft tat.

Literatur

Referenzen

Siehe auch

Weblinks