Gautama

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Buddhastatue in Bodghaya

Der historische Buddha Gautama(Siddhattha Gotama) oder Shakyamuni[1](Skt. śākyamuni : der Weise der Shakya; * 563 v. Chr. in Lumbini; gestorben 483 v. Chr.) war aus der Sicht des Mahayana der vierte von 1002 erwarteten Buddhas dieses Äons.

Leben

Budda Siakiamuni

Buddha Shakyamuni's überlieferter Lebenslauf[2] ist etwas umstritten und evtl. nur eine Allegorie. Er erfuhr einige Zusätze und viele Ausschmückungen und wurde aus der Sicht des Theravada nicht im Mahavastu sondern im Buddhavamsa niedergelegt. Das Cariya Pitaka enthält einige blumige Erzählungen. Buddhas Geburtstag wird im Theravada als Vesak - Fest gefeiert, das in Indien auf den 7. Mai fällt. Neuere Ausgrabungen in Lumbini geben wieder Hinweise auf ein früheres Datum im 6. Jahrhundert v. Chr..[3]. Der Maha Bodhi Tempel im indischen Bodh Gaya steht heute vor der Stelle, an der Shakyamuni Nirvana erlangte.

Nach dem Mahavastu war Gautamas Vater Suddhodana war Oberhaupt einer der regierenden Familien in der kleinen Republik der Shakya im heutigen indisch-nepalischen Grenzgebiet. Die Hinweise in vielen Texten auf den Königsstand von Buddhas Vater Suddhodana sowie auf den Prunk und die Zeremonien an dessen Hof sind wahrscheinlich Übertreibungen. Die Familie gehörte aber wohl dem Adel an. Seine Mutter hieß danach Maya und starb sieben Tage nach der Geburt des Kindes. Die Eltern nannten ihren Sohn Siddhattha (in Pali) bzw. Siddhartha (in Sanskrit), was „der sein Ziel erreicht hat“ bedeutet, und auch etwas unsicher und evtl. allegorisch zu verstehen ist, genau wie der Name von Budhhas Mutter Maya.

Lebensläufe

Säule in Lumbini

Die sog. Jātaka - Erzählungen beinhalten ähnlich die das Buddhavamsa Geschichten über die vorherigen Leben des Buddha. Die Caitikas des Mahāsāṃghika bestritten aber die Autentizität der späteren vermischten Texte und hielten die eigene Version als ursprünglich hoch(Mahavastu).

Im Theravada-Kanon stehen 547 Jataka - Texte im Khuddaka Nikaya des Sutta Pitaka.

Ein anderer Author von Jataka-Gedichten war Aryasura.

Aśvaghoṣa (ca.80 – 150 CE) verfasste die Buddhacarita als Gedicht im Sanskrit Mahakavya - Stil.[4][5]

Im Mahayana wurde im 2-3. Jh. n. Chr. eine allegorische Version als Lalitavistara Sutra verfasst, die Buddhas Mutter Maya die Rolle einer Himmelskönigin zuweist.

Gotama bzw. Gautama bedeutet auch Anführer der Herde oder auch größter Stier und hat je nach Auslegung mit einer Zugehörigkeit zur Gautama-Sippe oder auch etwas auch mit dem hinduistischen Gauloka zu tun.

Allegorie: Buddhas Lebenslauf[6] beginnt mit einem Traum Mayas von einem weissen Elefanten, der hier den Beginn der Wandlung der Körperlichkeit symbolisiert. Die spätere Begegnung Buddhas mit dem Widersacher Mara hat ebenfalls mehrere regionale Varianten und ist auch als allegorische Darstellung[7] der Stufe 15/16 des universellen Pfades auslegbar.

Ikonografie

Gandhara-Buddha in Meditation

Viele der Stilelemente in den späteren Darstellungen des Buddha verweisen auf griechische Einflüsse: Himation, die Kontrapposto - Haltung der aufrechten Figuren (wie der Gandhara-Buddhas aus dem 1. bis 2. Jahrhundert), das stilisierte lockige Haar und Ushnisha, die offenbar vom Stil des Buddha abgeleitet sind (Apollo Belvedere - 330 v. Chr.) . Die Gesichter sind alle mit starkem künstlerischen Realismus wiedergegeben. In Hadda in Afghanistan wurde eine große Anzahl von Skulpturen ausgegraben, die buddhistische und rein hellenistische Stile und Ikonographie kombinieren. Das Haar mit den nach rechts drehenden Locken wird zuerst im Pāli-Kanon beschrieben, aber auch im Dāsāṣṭasāhasrikā Prajñāpāramitā. Die Autoren dieser frühen Darstellungen des Buddha waren wohl griechische Künstler, insbesondere der stehenden Statuen, die eine realistische Behandlung der Falten und auf einigen sogar einen Ansatz von Volumen zeigen, wie er das klassisch oder hellenistische griechische Werk charakterisiert.

Lehre

Buddha als Herr der Munis
Sakyamuni und Begleiter

Vom Standpunkt der Erleuchtung bzw. des höchsten Geistes ist diese Welt des Mara bzw. der Maya bzw, des Samsara substanziell ein Ort des Leidens. Davon lässt sich die Lehre von der Überwindung des Leidens im Rahmen des achtfachen Pfades ableiten.

Die wegen Fehlern und vielerlei Zusätzen der Überlieferung inhaltlich nicht unumstrittenen Lehrreden(Digha Nikāya) des Buddha sind im Palikanon niedergeschrieben.

Das erste Ziel der buddhistischen Sadhana ist die Erleuchtung, bezüglich derer später drei Buddha-Typen unterschieden wurden.
Im späteren Mahayana sind auch Bodhisattvas wie Samantabhadra erleuchtet.

Erst die letzte Stufe des sog. Todes Buddhas ist aus allegorischer Sicht ein Mahapara-Nirvana (Para statt Pari), da es die Leere in Richtung der unteren Ebenen des hinduistischen Satyaloka oder Parabrahman in Richtung der Chit Shakti und ihrer Kräfte überschreitet, was der heutige Buddhismus nicht kennt und daher nicht akzeptiert. Ein noch höherer Adi-Buddha in der Sonnenhierarchie ist umstritten. Das Mahayana akzeptiert in diesem Zusammenhang nichts jenseits der Leere, obwohl Samantabhadra definitionsgemäss höher steht.

Sadhana

Chang Sheng wen

Das Mahasatipatthana Sutta beinhaltet Grundlagen für die buddhistische Meditation.

Zum Buddha Sakhyamuni existiert auch eine tantrische Sadhana[9][10] mit den Mantras oṃ muni muni mahāmuni śākyamuni svāhā und tibetisch oṃ muni muni mahāmuniye svāhā.

In den asiatischen Tempeln wird der Buddha auch in Trinität mit den Bodhisattvas Avalokiteshvara und Prajñāpāramitā oder Amitabha dargestellt.

In Japan wird im Shingon ein Mantra Nomaku Sanmanda bodanam baku praktiziert.

Buddha wird auch zusammen mit der grünen Tara dargestellt, selten auch mit 32 Göttinnen vergleichbar mit den 32 Bahnen der Weisheit der Kabbala im Sepher Jetzira.

Literatur

Buddha and Bodhisattvas - Dunhuang
Amitabha,Sakyamuni und Kuan Yim

Referenzen

Buddha Sakyamuni

Weblinks

Buddha mit Maudgalyayana und Sariputtra